394 1334 Mai 25.
herr zu Plieningen und Pfaff Rudolf von Cannstatt. Datum wie oben. JIbd.
Or., Pg., abhangend Siegel,
c) Heinrich, Dekan von Owen, Heinrich d. Ä., Kaplan von Kirchheim,
und Heinrich von Owen, Bürger zu Esslingen, beurkunden, dass Albrecht von
Owen sel, Kaplan zu St. Jakob in Esslingen, welcher sie und Pfaff Diemo 5
den Mesner von Esslingen zu Testamentsvollstreckern einsetzte, dem Predigerkloster
zu seiner Jahrzeit 2 Pfund und 2 Kapaunen, vom Chor des Karmeliterklosters
(unser vrowen brüder chore) an Weihnachten zu geben, und 22 Schilling
von Konrad des Nüselers Haus und Garten in der Pliensau bei der Kelter
von Sirnau halb an Weihnachten und halb an Juli 25 (Jacobs tage) zu geben, 10
vermacht hat. — Siegler der Dekan von Owen für die beiden andern. — Kirchheim,
1334 (Sixten tage) Aug. 6. — Sp. A. L. 15, Fasz. 18. Or., Pg. abhangend
Siegel des Dekans.
d) Dekan Heinrich von Owen, Heinrich d. Ä., Kaplan von Kirchheim,
Dyemo von Markgrüningen (Grüningen), Mesner an der Leutkirche zu Esslingen, 15
und Heinrich von Owen, Bürger zu Esslingen, Seelgerätpfleger Albrechts sel.
von Orten, Bürgers zu Esslingen, beurkunden, dass dieser dem Spital zu Esslingen
1 Pfund Heller aus des Hann Weinberg bei Berg am Ameisenberg unter
der Strasse (di durch den berg gät) und zwischen Wigmanns und Bermers
Weinbergen gelegen, 3 Pfund Heller aus Eberhard Bokkesbuches Fleischbank &
unter der Metzig (mezi) zu Esslingen, 6 Pfund 16 Heller aus des Müllers, des
Blappers und Wernhers des Höwers Häusern, 3 Morgen Weinberg gen. die
Beunde (byunde), 1?/, Morgen Weinberg am Wolframsberg gen. Köllins Weingarten
angewiesen und bestimmt hat, 5 Pfund von dem Weinbergnutzen und
die 1) Pfund ohne die 16 Schilling sollen jährlich einem Kaplan im Spital 25
gegeben werden, welchen Pfleger und Brüder des Spitals jeweils dem Dekan
präsentieren; wenn sie das unterlassen, solle der Dekan diese Einkünfte einem
Kaplan anweisen. Ferner wird bestimmt: der weitere Nutzen der Weinberge
soll unter die Siechen (die der gemainen koste niht mugen geniessen) vertetlt,
die Güter aber nie verdussert werden: zu Albrechts Jahrzeit soll für 2 Pfund 30
Heller Essen und Trinken unter Gesunde und Sieche verteilt werden und die
Kaplüne, die das besorgen, 5 Schillinge Heller erhalten: hiezu werden folgende
Gülten bestimmt: 1 Pfund Heller von Heinrichs sel. von Manbach (Mämbach)
Gütern und 1 Pfund 5 Schilling von den Gütern zu Brie, welche die Vesselärin
vom Spital kaufte. — Siegler die Stadt, der Dekan Heinrich und der Mesner 35
Dyeme. — Esslingen, 1334 (dunrstage nauch unser vrowen tag der eirren in
der ärnde) Aug. 18. —
Sp. A. L. 82, Fasz. 81. Or., Pg., anhangend drei Siegel.
650. K. Ludwig [IV.] teilt Bürgermeister, Rat und Bürgern
von Esslingen mit, dass die «lte und von ihm bestätigte!) Fewohnheit, 40
wornach Güter, welche Klöster als Seelyerät erhalten, binnen Jahresfrist
verkauft werden müssen, auf die alten Eigengüter des Klosters
Sirnau, welche fremden Leuten zum Leibgeding gegeben waren, aber
1) Vgl. n. 592,