Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1901. (35)

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Erstreckt  sich  eine  solche  Reise  über  mehr  als  einen  Tag,  so  werden  für
die  folgenden  Tage  die  im  §.  2  festgesetzten  Tagegelder  gewährt,  für  den  zweiten
Tag  jedoch  nur  zur  Hälfte,  wenn  die  Reise  innerhalb  24  Stunden  beendet  wird.

§.  5.

Die  im  Loots-,  Fahr-,  Bagger=  und  Streckenaufsichtsdienste  beschäftigten
mittleren  und  Unterbeamten  erhalten  bei  Ausübung  dieses  Dienstes  an  Stelle
der  verordnungsmäßigen  Tagegelder  und  Fuhrkosten  nach  näherer  Bestimmung
des  Reichskanzlers  besondere  Vergütungen,  welche  die  im  §.  2  bestimmten  Sätze
nicht  überschreiten  dürfen.

Artikel  III.
Diese  Verordnung  tritt  mit  Wirkung  vom  1.  Juli  1901  und  mit  der
Maßgabe  in  Kraft,  daß  für  Dienstreisen,  welche  vor  dem  1.  Juli  1901  begonnen
  und  an  diesem  Tage  oder  später  beendigt  werden,  die  Tagegelder  und
Fuhrkosten  nach  den  bisherigen  Bestimmungen  zu  gewähren  sind.

Urkundlich  unter  Unserer  Höchsteigenhändigen  Unterschrift  und  beigedrucktem
Kaiserlichen  Insiegel.

Gegeben  Odde,  an  Bord  M.  Y.  „Hohenzollern“,  den  10.  Juli  1901.

(L.  S.)  Wilhelm.

Graf  von  Bülow.

 

(Nr.  2789.)  Verordnung,  betreffend  die  Tagegelder,  die  Fuhrkosten  und  die  Umzugskosten  von
Beamten  der  Betriebsverwaltung  der  Reichs-Eisenbahnen.  Vom  10.  Juli  1901.

Wir  Wilhelm,  von  Gottes  Gnaden  Deutscher  Kaiser,  König

von  Preußen  2c.

verordnen  im  Namen  des  Reichs,  auf  Grund  des  §.  18  des  Gesetzes,  betreffend
die  Rechtsverhältnisse  der  Reichsbeamten,  vom  31.  März  1873  (Reichs-Gesetzbl.
S.  61),  im  Einvernehmen  mit  dem  Bundesrathe,  was  folgt:

§.  1.

Die  Vorschriften  der  Verordnung,  betreffend  die  Tagegelder,  die  Fuhrkosten
  und  die  Umzugskosten  der  Reichsbeamten,  vom  25.  Juni  1901  (Reichs-Gesetzbl.
  S.  241)  finden  auf  Beamte  der  Betriebsverwaltung  der  Reichs-Eisenbahnen
  insoweit  Anwendung,  als  nicht  nachstehend  abweichende  Bestimmungen
getroffen  sind.

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