Dienst der General-Aerzte etc. 503
8a) Die Landwehr-Bataillone berichten jährlich auch über die Thätigkeit
der mit dem ärtzlichen Dienst bei ihren Stämmen beauftragten Aerzte;
der Generalarzt berichtet hierüber weiter an den General-Stabsarzt der
Armee, welcher die für diese Aerzte ausgesetzten Remunerationen crwirkt')).
9) Jährlich (im Januar; im 1. Armcekorps bis zum $. Januar) erhält
der Generalarzt die Personal- und Qualifikationsberichte sämmtlicher
Aerzte des Korps (mit Ausnahme des Arztes bei der Invaliden-Kompagnie)
in duplo, versieht dieselben mit seinen pflichtmässigen Bemerkungen und
sendet ein Exemplar dem General-Stabsarzt der Armee zu. Ueber den
Assistenzarzt seines Bureaus, sowie über die etwa alleinstehenden (im
Kantonnement) Hülfsärzte der Truppentheile, welche keinen eigenen Ober-Militärarzt
haben (Artillerie, kriegsministeriller Erlass vom 3. März 1855),
fertigt der Generalarzt die Personal- und Qualifikationsberichte selbst an.
10) Von den resp. Seitens der Ober-Militärärzte und Lazareth-Kommissionen
in duplo eingesandten Nationale und Konduitenlisten der Lazarcth-Gehülfen
und Krankenwärter wird ebenfalls ein Exemplar dem General-Stabsarzte
der Armee eingesandt. (Termin wie ad 9.) Mit den Konduitenlisten
der Lazareth-Gehülfen hat der Generalarzt auch eine summarische
Nachweisung über den Zu- und Abgang an Lazareth-Gehülfen bei jedem
Truppentheil an den General-Stabsarzt der Armee nach einem hierzu
besonders vorgeschriebenen Schema einzureichen (cfr. Kap. VI.).
11) Aus den von den Ober-Militär-Aerzten alljährlich einzureichenden
tabellarischen Nachweisungen der im Laufe des Jahres vollzogenen Vaceinationen
und Revaccinationen fertigt der Generalarzt eine, nach den
Troppentheilen zusammengestellte summarische Uebersicht an, welche dem
Medicinalstabe zugeht. (Termin wie ad 9.)
12) Die Lazareth-Kommissionen reichen jährlich summarische Nachweisungen
"und Berichte über die, mit der Wiedersaugfähigmachung der
Blutegel erzielten Resultate ein; diese werden zu ‚einer Uebersicht vom
Generalarzt zusammengestellt und gleichfalls dem General-Stabsarzt zugesandt
(Termin d. 15. Januar.)
13) Der Generalarzt bestimmt auf Requisition des General-Kommandos
und der Brigaden jährlich die Aerzte, welche das Kreis- und Departements-Ersatzgeschäft
wahrnehmen sollen und empfängt die Geschäftspläne (und
im 1. Armeekorps bisher auch Berichte über die Ergebnisse des Geschäfts)
von den Aerzten. Auch die Zuordnung der Aerzte zu den Departements-Prüfungs-Kommissionen
ist Sache des Generalarztes.
14) Die Lazareth-Kommissionen reichen am Schlusse eines jeden
Jahres Uebersichten über den im nächsten Jahre muthmasslich erforderlichen
Bedarf an Verbandmitteln an den Generalarzt ein; dieser stellt
hieraus eine, nach den Lazarethen geordnete Nachweisung zusammen,
welche der Intendantur zugefertigt wird. (Termin im ersten Armeekorps:
15. Dezember.)
15) Jede Lazareth-Kommission reicht ihren, mit einem Apotheker
abgeschlossenen Arznei-Lieferungs-Kontrakt dem Generalarzt ein; nachdem
dieser sich mit den Lieferungs -Bedingungen einverstanden erklärt hat,
fertigt er den Kontrakt der Intendantur zu; die von der Intendantur
jährlich anzufertigende und einzureichende Nachweisung der Arzneilieferungs-Kontrakte
wird vom Generalarzt mit unterzeichnet.
46) Die Lazareth-Kommissionen reichen alle 3 Jahre (seit 1858) eine
Nachweisung der in den Lazarethen behandelten Kranken unter Angabe
2) Erlass d. Chels d. Milit-Medic.- Wesens v. 5. November 1860.