Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1909. (43)



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XXX.   7.  Hochbeschwerte  Seide  (Cordonnet-,  Souple-,  Bourre  de  Soie-  und  Chappe-Seide)
in  Strängen.

XXXI.   8.  Folgende  Stoffe,  gefettet  oder  gefirnißt:  Wolle,  Haare,  Kunstwolle,  Baumwolle,
Seide,  Flachs,  Hanf,  Jute  —  in  rohem  Zustand,  als  Abfälle  vom  Ver—
spinnen  und  Verweben,  als  Lumpen  oder  Lappen  —;  ferner  Seilerwaren,
Treibriemen  aus  Baumwolle  und  Hanf,  Weber--,  Harnisch-  und  Geschirrlitzen.


La.   9.  Gefettete  Eisen-  und  Stahlspäne  (Dreh-,  Bohrspäne  und  dergleichen).
L1.   10.  Mit  Fett  oder  Ol  getränktes  Papier  und  daraus  gefertigte  Hülsen.
11.  Pyrophorische  Metalle.

Beförderungsvorschriften.
A.
Verpackung.

(1)  Die  Stoffe  der  Ziffern  1  und  2  müssen  in  starke,  dichte,  gut  verlötete  Blechgefäße
  verpackt  und  diese  in  starke,  sicher  verschlossene  Holzbehälter  fest  eingesetzt  sein.  Bei
den  Stoffen  der  Ziffer  2  in  Mengen  bis  zu  2  kg  dürfen  statt  der  Blechgefäße  auch  Glasgefäße,
  Kruken  oder  Kisten  verwendet  werden.  Gewöhnlicher  Phosphor  muß  mit  Wasser
umgeben  sein.  Auf  den  Kisten  muß  ihr  Inhalt  deutlich  und  dauerhaft  angegeben  sein,  bei
gewöhnlichem  Phosphor  ist  die  Bezeichnung  »Oben.«  beizufügen.

(2)  Die  Stoffe  der  Ziffer  3  sind  entweder  in  Kisten  zu  verpacken,  die  kein  Ausstreuen
  gestatten,  oder  sie  müssen  in  ungeladene  Geschosse  eingegossen  sein.

(3)  Zinkäthyl  (Ziffer  4),  auch  in  ätherischer  Lösung,  ist  in  starke,  dichte,  gut  verschlossene
  Gefäße  aus  Glas,  Ton  (Steinzeug  oder  dergleichen)  oder  Metall  zu  verpacken.

Gefäße  aus  Glas  oder  Ton  sind  einzeln  oder  zu  mehreren  unter  Verwendung  von
Asche  oder  trockener  Kieselgur  in  starke  Blechgefäße  einzusetzen,  die  dicht  zu  verlöten  sind.
Gefäße  aus  Metall  sind  einzeln  oder  zu  mehreren  unter  Verwendung  geeigneter  Verpackungsstoffe
  in  starke  Übergefäße  (Weiden-  oder  Metallkörbe,  Kübel  vder  Kisten)  fest  einzusetzen.
Offene  Übergefäße  müssen  eine  Schutzdecke  haben,  die,  wenn  sie  aus  Stroh,  Rohr,  Schilf
oder  ähnlichen  leicht  brennbaren  Stoffen  besteht,  mit  Lehm-  oder  Kalkmilch  oder  dergleichen
unter  Zusatz  von  Wasserglas  getränkt  sein  muß.

Jedes  Versandstück  muß  auf  rotem  Grunde  die  deutliche,  gedruckte  Aufschrift  tragen:
»Feuergefährlich«  Übergefäße  mit  Glasballons  müssen  ferner  mit  der  deutlichen  Aufschrift
versehen  sein:    »Vorsichtig  tragen.«  Sie  dürfen  nicht  auf  Karren  gefahren,  auch  nicht  auf
der  Schulter  oder  dem  Rücken  getragen  werden.  ·

(4)   Die Stoffe der Ziffern 5 und 6 sind in dichte, gut verschlosse Behälter zu
verpacken.  Holzbehälter  müssen  im  Innern  mit  dichten  Stoffen  ausgekleidet  sein;  sie  sind  in
haltbare  Ubergefäße  (Körbe,  Kübel,  Kisten)  einzusetzen.

(5)  Die  Stoffe  der  Ziffer  7  müssen  in  starke  Kisten  verpackt  sein.  Sind  die
Kisten  höher  als  12  cm,  so  müssen  zwischen  den  einzelnen  Lagen  der  Seide  durch  Holzroste
ausreichende  Hohlräume  geschaffen  sein,  die  mit  Öffnungen  in  den  Kistenwänden  in  Ver-Reichs-Gesetzbl.

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