rechte Kritik über das Ausmaß der ihnen noch verblie—
benen Energie und Fähigkeit nicht mehr besaßen. Man
wollte da nicht rücksichtslos sein, den Bewerbern, die sich
in patriotischer Treue so willig zur Verfügung stellken,
einen Wirkungskreis, „in dem sie nichts verderben konn—
ten“, nicht versagen; man wollte auch frischere Kräfte
freikriegen für „draußen“ und griff zu. Das alles konnte
gelten, solange man mit einem kurzen Kriege und wäh—
rend dieses kurzen Krieges mit einer Stabilität der inne—
ren Verhältnisse des Reiches auf dem Stande von 1914
rechnen konnte — und hätte mit unbedingter Energie
nach neuen Gesichtspunkten gewandelt werden müssen,
als sich die Kriegsdauer auch schätzungsweise nicht mehr
absehen ließ, als man die Möglichkeiten neuer oder
wiederauftauchender Einflüsse zersetzender Ark auf die
anfangs so beruhigend einheitliche Stimmung in den Bereich
vorforglicher Erwägungen ziehen mußke. Zu einer
solchen, den neuen Verhälknissen angepaßken, durchgreifenden
Umstellung ist es leider nie gekommen. Wer einmal
auf einem der stellverkrekenden Heimakposten saß,
der blieb. Wurde da oder dork aber ein Posten frei —
durch Tod oder weil's wirklich nicht mehr ging — dann
fand der Ausgeschiedene seinen Nachfolger aus den Reihen
jener, die im Fronkdienst versagk haften oder wegen
Kränklichkeit, Verwundungen u. s. w. „nur noch zum
Heimakdienste“ verwendek werden sollten.
„Ein Heimatposten! Was kann der Mann da viel
schaden?“ #
Der Mann, der keiner mehr gewesen ist — diese verbrauchte
Energie, die den Krieg draußen entweder garnicht
kannke oder die, wenn sie von draußen kam, ver-236