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des Mannes Gemechte, vnde an Henden vnn an Vüten 80), desser yewelck
belemet wert, schalmet eme beteren 81), men mot 82) yd em gelden met enen
halben Wergelde. Jewelck Vingher vude theen 88) hevet syne sunderke
Bute 87) na deme dat eme an deme Wergelde boret syn tegede Deel 85).
De wyle de man nicht en stervet 86), wo dicke 87) men ene lemet in enen
Lede 88) das beteret men eme met eneme halven Wergelde. Wo dicke men
aver enen lamen Man anderwerffs) lemet in enen anderen Lede, also dicke
schalmet eme beteren met enen halven Wergelde. Wenne men ane Blesch—
Wunden schleit, oder schelt logennere 90), dem schal men Bute geben na
syner Bort. Wundet men enen Man an en Leedt 91), dat eme vorgulden
?2) is vor Gerichte howet met ne san suver aff, he ne mach nen hoger
Gelt daran irforderen wan syne Bute 98).
Nachdem 13. Art. des 2. Buchs wurden Mörder, sowie die,
welche den Pflug, Mühlen, Kirchen, Kirchhöfe beraubten, dann Verräther,
Mordbrenner 2c. mit dem Rade bestraft 92). Nach dem 2.Art.
des 3. Buches durften die Inden und Pfaffen keine Waffen tragen,
weil sie unter des Königs Frieden oder Schutze standen. Trugen
sie aber Waffen und waren Letztere nicht geschoren nach ihren Rechten,
so wurde ihnen kein anderes Recht, als das des waffenberechtigten
Laien, in Hinsicht der Buße zu Theil, sobald ihnen etwa Gewalt von
Jemand angethan wurde 5). — Diese Artikel sind von dem culturhistorischen
Standpunkte aus betrachtet, nicht minder bedentungsvoll,
da man aus ihnen sich mehrfache Reflexionen für die Zeit, in der sie
muthmaßlich entstanden (also etwa im 13. Jahrhunderte), machen
80) Füssen.
s1) Soll er ihn bessern (in der früher schon erwähnten Bedeutung.)
82) Muß.
83) Zehen.
6%) Seine besondere Buße.
| Nachdem was ihm an Wergelde als sein richterlich bestimmter Theil gebührt.
86) Stirbt.
87) So oft auch.
ss) An einem Gliede.
s8) Anderweit.
90) Lügner.
21) Glied.
22) Wofür er schon Wergeld erhalten hat.
*5) Haut man ihn (das Glied) vollends ab, so mag er kein höher Wergeld
daran fordern, denn seine Buße.
*) „Alle Mordere vnde de dem Pluch rovet, oder Mollen oder Kerken oder
Kerkhove, vnde vorredere, onn Mordbernnere oder dy ore Bodeschap wervet tho
oren vromen, de schal men alle radebracken.“
*5) „Papen vnn Yoden de Wapen vuret, vnn nicht gescharen sin na ereme
Rechte, düt men en Gewalt men schal en beteren alse eneme Leyen, wente se ne
schalen nene Wapene vuren de met des Koninges degelikes vrede begrepen sin.“
Die lateinische Version hat degelik durch quotiana fälschlich übersetzt, da doch
deg oder teg der Richter oder Würde, und degelik, soviel als richterlich oder
würdig bedeutet.