Darum Ist es unsere Pflicht, dafür zu sorgen, daß jeder deutsche Mann und jede
deutsche Frau diese Zusammenhänge kennen lernt. Dann haben wir gar keinen Zweifel,
daß wir zu der lange ersehnten nationalen Geschlossenheit kommen, die, wie wir betrüblich
sehen müssen, nicht einmal ein Pariser Diktat vom Januar 1921 zuwege gebracht
hat. Im Ausland wächst die Erkenntnis mehr als in Deutschland, daß man mit
Deutschlands Versklavung nicht der Sache der Gerechtigkeit, sondern der Lüge und
Verdrehung dient. „Der Tag wird kommen, wo Deutschlands Politik während der
vergangenen Jahrzehnte in aller Welt wieder gerechtere Würdigung findet, wo die
Nebel des Irrtums sich zerteilen und auch der in einem Kampfe ohnegleichen Unterlegene
dem Verständnis der Mitlebenden wieder begegnet. Das walte der Geist der
Gerechtigkeit, ohne den das menschliche Wirken Sinn und Ziel auf ewig verlieren
miißte,'' schließt Oberst Schwertfeger das Vorwort in seinem Buch „Der Fehlspruch
von Versailles‘'.
Unsere Pflicht aber Ist es, die Wahrheiten aus dem Buch kennen zu lernen und
die allein mögliche Nutzanwendung daraus zu ziehen.
Im Hannoverschen Kurier schreibt Oberst a. D. Tüllmann in einem Leitartikel
„Traget Sorge, daß die Schuldfrage nicht einschläft‘‘ am Schlusse:
...Manchem wird es wie Schuppen von den Augen fallen, wenn er Schwertfegers
letzte Werke, „Die Kriegsreden George Clemenceaus'‘, des jederzeit sprungbereiten
Tigers und Tatmenschen, oder den „Fehlspruch von Versailles‘‘, jenes nur auf Grund der
Berichterstattung von Gesandten des neutralen Belgiens meisterhaft zusammengestellte
Buch vor seinem geistigen Auge vorüberziehen lassen wird. Demnächst erscheint
von letzterem eine gekürzte Volksausgabe. Sie soll die politische Hausbibel des deutschen
Mannes werden. Ihr Studium muß Ehrensache eines jeden sein, dem seine Volksehre
am Herzen liegt. Sie ist die Rüstkammer zum Kampfe gegen alle, die von der
Kriegsschuld Deutschlands lügen oder faseln. Wer ihre Beweise sich geistig zu eigen
gemacht, der ist allzeit in der Lage, Northcliffebetörten oder Pazifisten entgegenzurufen:
„Ihr verleumdet ein unglückliches Volk.“
Hamburger Nachrichten (Nr. 132 vom 19. 3. 1921):
Bis in den Sommer 1914 hat, wie Schwertfeger zutreffend hervorhebt, keln einziger
belgischer Diplomat In Deutschland den Störer des europäischen Friedens erblickt.
Es Ist lesenswert, den Ausführungen des Verfassers von Jahr zu Jahr zu folgen. Immer
klarer entwickelt sich dabei die Erkenntnis, welche Ursachen schließlich zu dem allgemeinen
Zusammenstoß mit zwingender Notwendigkeit führen mußten. Von einer
Schuld Deutschlands zu sprechen, ist einfach lächerlich, wenn man die Dinge vom
historischen Standpunkt aus nüchtern abwägt. ...Sobald die Wahrheit sich bahnbrechen
sollte, bricht der ganze Schmachfrieden zusammen. Jetzt hat die Entente
selbst diesenVertrag zerrissen, indem sie, noch über seine Bestimmungen hinaus. Gewalt
wendet, um von uns zu erpressen, wozu sie weder moralisches noch geschriebenes
echt hat...
Das Buch Schwertfegers leuchtet hell in das Dunkel der Verleumdung und Lüge
hinein, das zum Verderben unseres Volkes über der Welt lagert. Wir wünschen ihm
die weiteste Verbreitung, damit endlich auch der finsterste Parteifanatismus aus seinen
Höhlen aufgescheucht wird. Deutsche und Ausländer können daraus lernen, und den
Nutzen davon kann nur die Gesamtheit aller Völker haben, denen es nicht auf
Befriedigung erbärmlicher Rachegelüste, sondern darauf ankommt, ernstlich an
die Heilung der schweren Wunden heranzugehen, an denen Europa tausendfach
blutet.
Preußische Jahrbücher (Aprilheft 1921):
Heinrich Otto Meisner schreibt u. a.: Die neue Arbeit Schwertfegers
ist eine „Auswertung“ seiner fünfbändigen Aktenedition aus dem belgischen Außenministerium...
Lies, Deutscher, diese fremden Eideshelfer
deinesSchicksals. Die Wahrheit ist auf dem Marsche, aber ihre Morgenröte
darfst du nicht schlafend erwarten wollen, sondern mußt um sie kämpfen, zumal dir
nur geistige Waffen geblieben sind. Mit Ausdauer und Geschicklichkeit geführt,
werden sie das feindliche Lügengewebe zerstören und Herrn Lioyd George In seinen
eigenen Worten fangen.
29