Contents : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1837. (21)

—  486  —

2)  zwei  Millionen  zweihundert  funfzig  Tausend  Thaler  in  Stücken  pꝛ  fünf.
hundert  Thaler  unter  Nummer  zweitausend  fünfhundert  Eins  b
siebentausend;

3)  Eine  Million  zweihundert  funfzig  Tausend  Thaler  in  Stücken  zu  zweihundert
  Thaler  unter  Nummer  siebentausend  und  Eins  bis  dreizehntausend
  zweihundert  und  funfzig,

4)  Eine  Million  zweihundert  Ein  und  achtzig  Tausend  Thaler  in  Stücken
zu  Einhundert  Thaler  von  Nummer  dreizehntausend  zweihundert  Ein
und  funfzig  bis  sechs  und  zwanzigtausend  und  sechszig

ausgefertigt.

»  Jeder  Obligation  werden  Zinskoupons  auf  zehn  Jahre  und  ein  Talon
zu  Erhebung  fernerer  Kupons  nach  Ablauf  von  zehn  Jahren  nach  den  weiter
beigefügten  Schemas  (II.  und  III.)  beigegeben.  Diese  Kupons,  sowie  der
Talon  twerden  alle  zehn  Jahre  auf  besonders  zu  erlassende  Bekanntmachung
erneuert.

Die  Prioritäts-Obligationen  werden  mit  Faksimile-Unterschristen  von  zwei
Mitgliedern  des  Verwaltungsrathes,  zwei  Mitgliedern  der  Direktion  und  des
Hauptrendanten  versehen.

Auf  der  Rückseite  der  Obligationen  wird  dieses  Privilegium  abgedruckt.

G.  2.
-  DiePrioritätssObligationenwerdenmit4kProzentjährlichvetzinstunb
die  Zinsen  in  halbjährlichen  Terminen  am  2.  Januar  und  1.  Juli  jeden  Jahres
in  hlen  oder  an  anderen  von  der  Direktion  zu  bezeichnenden  Zahlungsstellen
gezahlt.

Zinsen,  deren  Erhebung  innerhalb  vier  Jahren,  von  dem  in  dem  betref.
fenden  Kupon  bezeichneten  Zahlungstage  an,  nicht  geschehen  ist,  verfallen  zum
Vortheil  der  Gesellschaft.

Werden  Talons  nicht  innerhalb  Jahresfrist  vom  Tage  ihrer  Fälligkeit  ab
zur  Erhebung  der  neuen  Kupons  benutzt,  so  erfolgt  die  Ausgabe  der  neuen
Kupons  nebst  Talons  nur  an  die  Inhaber  der  Obligationen.

gz.  3.

Diie  Inhaber  der  Prioritäts  Obligationen  sind  auf  Höhe  der  darin  verschriebenen
  Beträge  Gläubiger  der  Berlin-  Görlitzer  Eisenbahngesellschaft.  Sie
haben  in  dieser  Eigenschaft  an  dem  Gesellschaftsvermögen  ein  unbedingtes  Vorzugsrecht
  vor  allen  Stamm-  und  StammPrioritätsaktien  nebst  deren  Zinsen
und  Dividenden.

ç  Eine  Veräußerung  der  zum  Bahnkörper  und  zu  den  Bahnhäöfen  erforderlichen,
  der  Gesellschaft  gehörigen  Grundstücke  ist  unstatthaft,  so  lange  die  Prioritäts
  -  Obligationen  der  gegenwärtigen  Emission  nicht  eingelöst  oder  deren  Einlösungsbetrag
  nicht  gerichich  deponirt  ist.  Diese  Veräußerungsbeschränkung
bezieht  sich  jedoch  nicht  auf  die  außerhalb  der  Bahn  und  Bahnhofe  befindlichen
Grundstücke,  auch  nicht  auf  solche,  welche  innerhalb  der  Bahnhöfe  etwa  F  den