Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1810. (5)

Nro.  25.  1  8  lo.  247
Königlich,  Württembergisches

Staats-und  Regierungs-Blatt.

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Samstag,  16.  Jun.

 

 

 

Ernd-  General-Rescript  vom  8.  Jun.  1810.

Wir  finden  Uns  bewogen,  die  Uns  zugehoͤrigen  Henu-und  Oehmd-grossen  und  kleinen
Feuchseis  sirgen  Blur-Zeheneen=  so  wie  die  Theil=  und  Landgarben-Gefälle  an  allen  Orten,
  wo  der  Selbst-Einzug  nicht  bereits  angeördnet,  oder  um  besonderer  örtlichen  Verhältnisse
  willen  unvermeidlich  ist,  für  diß  Jahr  wieder  im  Wege  der  öffentlichen  Versteigerung
an  die  Meistbiezenden  pachtweise  zu  überlassen.  Indem  Wir  Unsere  Cameral=  Beamne  wegen
  dieses,  wichtigen  Gentchäfts  auf  die  bereits  vorliegenden  Verorduungen  verweisen,  ertheilen
  Wir  ihnen  zugleich  noch  folgende  Vorschriften:  »

I)D«kdis·"sUU-VWM·ZSI)MUUgehöringwduktezuVctschiqdenenJahrg-Zeitenwfe.n--sthU--We·B-amtpn,umZeit-undReisekosten-s-Auswaptdzuersparen,

diejenigen  Klein-Zehent-  Gattungen,  deren  Anstand  bei  der  Besichtigung  des  großen

Zehentens  beurtheilt  werden  kann,  mit  dem  großen  Zehenten,  zwar  nicht  in  eineln

und  ebendemselben  Pacht,  aber  doch  zu  gleicher  Zeit,  ordnungsmäsig  zu  verleihen.

:)  In  Ansehung  derjenigen  Zehenten,  welche  um  besonderer  Umstände  willen  selbst  administrirt
  werden,  verordnen  Wir,  daß  sogleich  nach  geerdigtem  Drasche,  oder,  wenn
es  Heuzehenden  sind,  sobald  das  Zehentheu  verkauft  seyn  wird,  eine  Berechnung  des
Ertrags  und  der  Selbst=  Einzugskosten  nebst  angehängter  Vergleichung  des  reinen  Ertrags
  mit  dem  Ertrage  der  vorhergehenden  Jahre  verfaßt,  mit  den  Originalien  der
Garben=  und  Drasch-Register,  der  Protokolle  über  den  Verkauf  der  schwachen  Früchte,
  des  Strohs  und  Heues  und  mit  den  sonst  erforderlichen  Urkunden  belegt,  und
Unserer  Königl.  Ober-Finanz-Kammer,  Landwirthschaftlichen  Departements,  zur  Genehmigung
  vorgelegt  werden  soll.

Weir  versehen  Uns  übrigens  zu  Unsern  Cameral-Beamten,  daß  si  die  Zehent-Verleihungs=
  Geschäfte  mir  schuldiger  Aufmerksamkeit  auf  Unser  allerhöchstes  Interesse  behandeln,
und  sogleich  nach  beendigter  Verleihung  der  großen  Zehenten  eine  tabellarische  Uebersicht
des  Pacht=  Erlöses  nach  der  Vorschrift  des  Ernd-General-Neseripts  von  1807.  und  nach
den  nähern-  Bestimmungen  des  Ernd-  Reseripts  von  1308.  einsenden  werden.  Daran  2c.