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che Inwohner aufgewiegelt, oder auch eine auswäreige Macht zum Kriege gegen das
Königreich anfgefordert, oder sonst M#einem wider dasselbe ausgebrochenen Kriege in
feindseeliger Absicht Veranlassung hegeben, oder sich feindlicher Truppen zu Auoführung
einer Empörung bedient, oder auch mit einer im Kriege gegen den Staat befangenen
Regierung sich schriftlich eingelassen, Nachrichten erthei#t, oder eben diese Acsicht
durch möndliche Besprechungen ausgeführt hat, w#bey in allen Fällen eine sole
Communication mit einem einzelnen Mitgliede der feiadlichen Regierung oder Militärs
ebenfalls als Hochverrath anzusehen, und der gleichen Strafe unterworfen ist.
Ant. .
Die Strafe dieses Verbrechens ist die Strafe des Schwerdio. Der Verbrecher wird
auf einer Schleife auf den Richtplatz geführt, sein eigenthümliches Bermogen eonflseirt.
Die Kinder des Hingerichteten sollen einen andern Nahmen und Wappen erhalten.
Frt. « -
Bey mehrexen Mitschuldigen trifft diese Strafe sowohl die Raͤdelsfuͤhrer als dieieniae
welche an d Verbrechen aleu peebrr Theil genommen haben. « Yf h«sdmentge«
rt. V
Andere Theilnehmer und Gehuͤlfen, welche zu Befoͤrderung des Verbrechens vorsaͤtzlich
mitgewirkt haben, werden mit dem Schwerdte, jedoch ohne die Art IV. bestimmten Schärfungen,
bestraft. Ein entfernterer Antheil wird mit einer dem Grade der Verschuldung
angemessenen ausserordentlichen Strafe geahndet, welche aber nie unter zehenjährigem Fe-Kungs-Alrreste
bestimmt werden darf. ·
Art. VII.
Ist das Verbrechen noch nicht zur Ausführung gekommen, so wird die in solchem
Falle eintretende extraordingire Strafe nach der Gefährlichkeit der von dem Verbrecher gewählten
Mittel und dem Grade, in welchem sich die Vorbereitungen der Ausföhrung genähert
haben, abgemessen.
* Art. VIII. »
„Handlungen, wodurch das Leben oder die Freyheit des Koͤnigs, oder in der Minberjährigkeit,
des Regenten in Gefahr geräth, oder der Staat Gefahr laͤuft, seine Selbst—
aͤndigkeit und Verfassung zu verlieren, koͤnnen, wenn sie aus Fahrlaͤßigkeit oder aus
pflichtwidriger Feigheit, ohne feindseelige Absicht begangen worden, zwar nicht als Hochver—
rath angesehen)werden; sie sind aber, wenn sie nicht als besondere Verbrechen erscheinen,
auf welche eine eigene Pönal-Sanction geseht ist, nach der. Groͤße der daraus entstandenen
Gefahr und nach dem Grade der Verschuldung, mit Gefängniß, Festungs-Arbeit oder dem
Zuchthause zu bestrafen, und diese Strafe kann bis zu zehenjähriger Arbeit auf der Festung
oder. dem Zuchthause geschärft werden. rrn n -
rt.
Es ist unerläßliche Pflicht jedes Umerthans, der von dem Vorhaben eines Hochvesraths
glaubwürdige Nachricht erhält, der Obrigkeit sogleich die Av#eige davon zu machen,
und die Ausführung desselben, so viel an ihm ist, zu verhindern. Wer dieses in der Absicht
unterläßt, damit die Ausführung des Verbrechens nicht verhindert werde, hor, wenn
das Unternehmen wirklich ausgeführt worden ist, eine vier bis achej#ahrige, und wenn die
Ausfährung nicht zu Stande gekomm#ien ist, sechsmonathliche bis vierjährige Festungs oder
Suchthausstrase zu erwarten,