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eine Kreude zu machen. Der Bäcker schenkte ihm oft zerbrochene
Fastenbrezeln, die Kunden seines Daters gaben ihm allerlei alte Kleidungsstüche
oder irgendein altes Spielzeug, und selbst nicht wenige
Rkleine Geldstüche brachte er seiner Mutter nach hause, die sie in einer
tönernen Sparbüchse verwahrte.
Kuch bei allen Kindern in der Nachbarschaft wurde der hans
bald beliebt. Als er älter wurde, war er bei allen Spielen der erste
und wußte immer etwas Neues anzugeben. Zbends, wenn die Kinder
aus der Nachbarschaft zum Spiel auf dem Platz unter dem Kastanienbaume
zusammenkamen, war alles still und langweilig, ehe Hans da
war. Sobald aber seine muntere Stimme sich hören ließ, ging der
allerlustigste Ipehtakel los, den man sich nur denken konnte. Keiner
wußte aber auch so schöne Duppen aus großen gelben Rüben zu
machen wie hans. Er schnitt ihnen die possierlichsten Gesichter aus,
stechte ihnen Hfefferkörner als Zugen hinein und putzte sie mit alten
Lappen aufs prächtigste aus. Das allerschönste aber war, wenn er
die Puppen miteinander sprechen und sich zanken ließ, bis ie sich zuletzt
fast immer einander den gelben Rübenkopf abrissen. „Blindekuh“,
„Kämmerchen zu vermieten“, „Gänsedieb“ und andere lustige Spiele
gingen nur gut, wenn hans dabei war. Da gab's niemals Sank und
Streit. Sankten sich wirklich einmal zwei Kinder, so fuhr mein hans
dazwischen, machte jedem ein närrisches Gesicht, und alles mußte lachen.
Beim Soldatenspiel hatte er immer die höchste Hapiermütze, den schönsten
Federbusch daran aus Detersilienkraut und die herrlichsten Achselklappen
von weggeworfenen Kpfelsinenschalen. Und keiner wußte die
Trompete und alle Instrumente, wie sie bei den Soldaten vorkommen,
so schön mit dem Munde nachzuahmen wie hans.
Dem Dater unsers Hans, der auf seine alten Tage schon etwas
grämlich in die Welt hineinsah, wurden die Streiche des lustigen
Jungen zuweilen etwas zu bunt. „Ein Schuhmacher“, brummte er
dann, „wird aus dem Jungen sein Lebtag nicht, sonst würde er hübsch
zur Erde und den Leuten auf die Füße sehen, statt daß er den Kopf
wie ein Spatz in die blaue Luft hineinftecht.“ ZKber die Mutter beschwichtigte
ihn immer und sprach: „Laß den Jungen gewähren; es
ist ja doch besser, obenhinaus in den lichten Himmel als auf die dunkle
Erde zu schauen; dazu hat er im Alter Seit genug.“ Da schmunzelte
dann der Vater und ließ den Knaben gewähren.
Nun kam allmählich die Seit heran, wo Hans ein handwerk
lernen sollte. Da er nach des Daters Kusspruche zum Schuster nicht
taugte, so sollte er das Handwerk seines herrn Haten erlernen, der
ein braver Schornsteinfegermeister und bei allen Leuten in der nachbarschaft
sehr angesehen war.