Metadata : Die Lügen unserer Sozialdemokratie.

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Arbeit,  welche  zur  Erzeugung  dieser  Waaren  nothwendig  war.  Lange
ehe  diese  Waare  durch  Hand=  und  Lohnarbeit  entstand,  erwog  der
Besteller  dieser  Waare,  der  „Arbeitgeber“,  der  „Unternehmer",
der  „Kapitalist“,  mit  thunlichst  genauer  Abschätzung  des  allgemeinen
Bedarfes,  ob  die  Erzeugung  dieser  Waare,  und  welcher  Menge  derselben
  bei  den  Menschen  gewissermaßen  Gegenliebe  finden,  einen
angemessenen  Tauschwerth  erreichen  werde.  Und  diese  Berechnung
stimmt  nur  dann,  wenn  der  Gebrauchswerth  des  Käufers  ebenso
hoch  steht  wie  der  Tauschwerth,  welchen  der  Unternehmer,  der  Verkäufer
  für  sich  verlangt.  Irrt  sich  der  Unternehmer  in  seiner  Berechnung,
  so  ist  die  Folge  dieses  Irrthums  abermals  ausschlaggebend
für  den  Preis  der  Waare,  welche  er  anbietet,  und  nicht  die  in  der
Waare  verkörperte  Arbeitskraft  und  Arbeitszeitmenge.  Denn  dann
befinden  wir  uns  in  einem  jener  häufigen  Leidenszustände  der
modernen  Wirthschaft  in  Absatzstockungen  oder  Handelskrisen.
Die  erzeugten  Waaren  bleiben  dann  unverkäuflich  oder  können  nur
mit  Verlust  verkauft  werden,  im  günstigsten  Falle  nach  und  nach  zum
Herstellungspreise.  Nach  diesem  Preise  aber,  nach  der  in  den
Waaren  steckenden,  angeblich  allein  „werthbildenden“  Arbeit,  fragt
auch  fin  diesen  Leidenstagen  den  unglücklichen  Unternehmer  kein
ensch.

Wir  gewinnen  aus  den  regelmäßigen  und  normalen  Formen
der  modernen  Waarenerzeugung  und  Verwerthung  ebenso  wie  aus
den  krankhaften  Erschütterungen  dieser  Herstellung  und  Verwendung
das  Ergebniß,  daß  Karl  Marx  durch  die  völlig  willkürliche  Unterstellung,
  zwischen  dem  gesammten  Waarenvorrath  und  dem  gesammten
Bedarf  bestehe  ein  dauerndes  stetes  Gleichgewicht,  lediglich  ein  Gebilde
  seiner  Einbildung  schafft,  welches  der  Wirklichkeit  nicht  entspricht,
  sondern  welches  dem  Zwecke  der  Marx'schen  Beweissührung
dienen  soll.  Karl  Marx  will  nämlich  dadurch  offenbar  die  geistigerfinderische,
  die  Waarenerzeugung  leitende,  den  allgemeinen  Bedarf
berechnende  Thätigkeit  des  Unternehmers,  des  Arbeitgebers,  des
„Kapitalisten“,  so  weit  hinunterdrücken,  daß  dieser  geistigen  Arbeit
und  Arbeitskraft  gegenüber  lediglich  die  rohe  mechanische  Handarbeit
des  „Arbeiters“  bei  Herstellung  der  Waarc  als  alleinige  „Werthbildnerin“
  erscheinen  kann  und  soll.  Der  sogenannte  „Mehrwerth“,
welchen  sich  der  „Kapitalist“  beim  Verkaufe  der  Waare  im  Preise
(Tauschwerthe)  derselben  als  eine  seine  Auslagen  für  Arbeitslohn
übersteigende  Vergütung  für  seine  Arbeit,  für  die  Abnutzung  seiner
Werkzeuge  und  Maschinen,  für  die  Verzinsung  seines  Kapitals  u.  s.  w.
zurechnet,  soll  als  ein  Raub  an  der  Arbeitsleistung  der  Lohnarbeiter
erscheinen.  Aber  wie  unrichtig  diese  Bercchnung  —  und  damit  die
ganze  Werththeorie  von  Karl  Marx  ist,  beweisen  am  besten  die
Folgen  einer  Geschäftsstockung  oder  Handelskrisis.  Denn  Marx