84 Al. Statuta Petri 1460.
collegia“‘ ) waren St.Moritz in Augsburg, Feuchtwangen und Wiiesensteig.
Da von keinem derselben ausführliche Statuten veröffentlicht sind,')
kann die Frage, inwieweit sie für die Ellwanger Satzungen zum
Vorbild genommen wurden, nicht weiter verfolgt werden.
Eine weitere Quelle und vielleicht die wichtigste sind die Statuten
der von Bischof Peter von Schamunberg gehaltenen Aug sburger
Diözesansynoden (in der Hauptsache Wiederholung
der Beschlüsse von zwei Mainzer Proxinzialsynoden),?) die ihrerscits
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Prädikat „insignis“ erhält von den bei Khamm behandelten Stiflen nur
St. Morite in Augsburg; vol. den Kkingang der Statuta Kaimundi (unten
Nr. XIX).
1) Steichele a. a. 0. $. 358 f. teilt aus den zu Anfang des 15. Jahrh.
auf Grund alter Salzungen zusammengestellten Statuten einiges über die Verfassung
des Stifts Feuchtwangen mit. kin Statut des Stifts St. Moritz in
Augsburg über die Verteilung der Oblationen vom Jahr 1357 (ähnlich die Anordnung
des Kardinals Peter für Iellwangen unten Kap. 16) ist in Mlon.Bo.
33b, 252 gedruckt. — Für unsere I’rage sind ohne Belauy die bei Andreas
Mayer, Thesaurus novus juris ecclesiastieci potissimum Germaniae seu
Codex statutorum IIL 608-616 gedrucklen neuen »Statulen des kleinen
Stifis St. Gertrud in Augsburg (vom Jahr 1674, mit Zusatz von 1727).
Wichliger sind die Mitteilungen, die Plac. Braun in seiner Geschichte
der Bischöfe von Augsburg über Statuten der Stifte St. Moritz (J. 1313;
a. a. ©. II, 409—411) und St. Peter in Augsburg (J. 1464, von Kardinal Peter
bestätigt; III, 49f.) macht. Is handelt sich dabei hauptsächlich um die
Residenzpflicht, Prüsenzgelder und Gnadenjahr; diese Punkte finden eine mit
den entsprechenden Ellwanger Salzungen fast ganz Üübereinstimmende Regelung.
2) Peter von Schaumberg hielt (wenigstens) zwei Diözesansynoden, deren
Statuten auf uns gekommen sind (vgl. Plac. Braun, Geschichte der Bischöfe
von Augsburg III, 19-32): die erste während des Konzils von Basel (vor
1440), die zweite am 10. Mai 1452. Die Statuten der ersten — Publizierung
der Dekrete der Provingialsynode vom Jahr 1423 (Hartzheim, Coneilia
Germaniae V, 206—213) und Wiederholung einiger früherer Diöüzesanstatuten
des 14. Jahrh. — bei Steiner, Synodi dioecesis Auqgustanae I, 97—124 in
43 Kapiteln und in Mon.Bo. 16 (1795), 603—637 mit anderer Kapiteleinteilung
und manchen Differenzen. Die Statuten der zweiten Synode — zunächst Publizierung
der Beschlüsse der in Anwesenheit des Kurdinallegaten Nikolaus von
Cusa 1451 Non. 14 ff. in Mainz gehaltenen Provinsialsynode, dann eine Reihe
von Peter selbst hinzugefügter Statuten („certe addieiones ad priora statuta
sinndalin in diocesi Augustana“) — bei Plac. Braun, Notitia historico-kieraria
de codieibus mser. ad Ss. Udalr. et Afram Augustae extantibus IV (Augsburg
1793), 161—173 und nach ciner reicheren Handschrift in Mon.Beo. 16, 637 bis
662; die addiciones des Kardinals Peter bei Braun |. c. p. 165 ss. bezw.
Mon.Bo. I. c. p. 651 ss. Die in Mon. Bo. 16, 597—602 herausgegebene „S'ynodus
Auyustana“ (mit dem Dutum 1452) enthält die Statuten der beiden uns
bekannten Synoden Peters.
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