Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1897. (31)

    

Diese  Untersuchung  hat  bei  den  vorzugsweise  in  Schnellzügen  laufenden  Personen-,
Gepäck-,  Post-  und  Güterwagen  spätestens  sechs  Monate,  bei  den  übrigen  Personen-,
  Gepäck-  und  Postwagen  spätestens  ein  Jahr  und  bei  den  übrigen  Güterwagen
  spätestens  drei  Jahre  nach  der  ersten  Ingebrauchnahme  oder  nach  der
letzten  Untersuchung  zu  erfolgen.  Die  Fristen  von  sechs  Monaten  und  einem
Jahre  können  bis  zur  Dauer  von  drei  Jahren  überschritten  werden,  wenn  und
solange  ein  Wagen  noch  nicht  einen  Weg  von  30  000  Kilometer  zurückgelegt  hat.

§.  25.
Abfahrt  der  Züge.

(1)  Kein  Zug  darf  ohne  Erlaubniß  des  dienstthuenden  Stationsbeamten
von  einer  Station  abfahren.  Diese  Erlaubniß  darf,  abgesehen  von  Störungsfällen,
  nicht  ertheilt  werden,  solange  nicht  festgestellt  ist,  daß  der  letzte,  in  derselben
  Richtung  voraufgefahrene  Zug  die  nächste  Zugfolgestation  erreicht  hat.
Einzeln  fahrende  Lokomotiven  sind  hierbei  den  Zügen  gleich  zu  behandeln.

§.  26.
Fahrgeschwindigkeit.

(4) Bei  Berechnung  der  kürzesten  Fahrzeit  ist  die  größte  zulässige  Geschwindigkeit
  auf  fallenden  und  auf  gekrümmten  Bahnstrecken  wie  folgt  anzunehmen:


a)  beim  Herabfahren  von  Gefällstrecken  von:

5,0 %o    (1:  200)  90  Kilometer    in  der  Stunde,

7,5 "  (1:133)  85
10,0 "   (1: 100)    80
12,5 "  (1:  80)  75
15,0 "  (1:  66)  70  
17,5 "  (1:  57)  65
20,0 "    (1:  50)  60    
 22,5 "  (1: 44)    55      
 22,0 "  (1: 40)   50  

b)  beim  Durchfahren  gekrümmter  Bahnstrecken  in  Krümmungen  mit  einem

Halbmesser  von:

900  Meter  90  Kilometer      in  der  Stunde,

800 "  85  
700 "   80  
600 "    75  
500 "   70
400 "   65                                                                                                                                                           300 "   60      
250 "    55

200 "     50

180 "     45;



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