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Dies ganze Schulgebiet zwischen der rein wissenschaftlichen
Vorber##ungsanstalt, dem Gymnafium, auf der einen Seite und
der Fachschule l B. der Provinzial-Gewerbeschule) auf der anderen,
werde immer für die Organisation das schwierigste bleiben. Man
trete darin gleichsam auf den offenen Markt des Lebens, wo Jeder
andere Forderungen habe und geltend mache. Man verlange daß
die Realschule Jedem für sein besonderes Bedürfniß gerecht werde
und doch allgemeine Bildung gewähre. Die Ansprüche der Eltern
und des Publicums überhaupt, auch die der städtischen Patronatsbehörden,
und die Zusammensetzung der Lehrercollegien verursachten
viel größere Schwierigkeiten als bei den Gymnasien und den Fachschulen.
In den letzten Jahren hätten lebhafte, hauptsächlich von
den Lehrern selbst angeregte und unterhaltene Agitationen für höhere
Berechtigung der Realschulen auf nicht förderliche Weise in die
Entwickelung eingegriffen. In der vorerwähnten Bestimmung, daß
sowohl die Gymnasien wie die Realschulen 1. O. wissenschaftliche
Vorbereitungsanstalten und cvordinirt seien, habe allerdings der
Keim und der Reiz zur Rivalität gelegen. Es sei daraus und aus
der öffentlichen Discussion, über die Einrichtung der Realschulem
eine sehr umfangreiche Literatur entstanden, welche, was nach der
Natur der Sache leicht erklärlich, stärker sei in der Negation als in
positiven und durchführbaren Vorschlägen. àmNQ
Wenn es sich jetzt darum handle, die durch die Unterrichtsund
Prüfungsordnung von 1859 geschaffene Organisation des
Realschulwesens abzuändern, so dürfe doch nicht verkannt werden,
daß dieselbe in mehreren Anstalten sehr gute Früchte getragen habe.
Es fehle nicht an Behörden, Eltarn und Schülern, welche die
Zweckmäßigkeit des in den Realschulen 1.O. dargebotenen Bildungsganges
dankbar anerkennen. Die. Frequenz der oberen Classen sei
in den letzten. Jahren merklich gewachsen, die Zahl der Abiturienten,
auch solcher, die sich dem. Kaufmannsstande oder der Industrie widmen
wallten, habe sich gemehrt, und z. B. zum Studium des Baufachs
seien im Jahre 1872 aus den preußischen Realschulen übergegangen
128 Schüler, während 1862 deren nur 25 gewesen. Daß auch im
übrigen Deutschland nicht wenige Schulen nach demselben Plan
und mit gleicher Benennung errichtet seien, fpreche für die ganze
Erichtung. und nöthige ebenso wie die allgemeine Verbreitung der
durch das Reglement eingeführten Bezeichnungen die Nothwendigkeit
von Abänderungen vorsichtig zu erwägen.
Andererseits sei nicht zu leugnen, daß bei einer allgemeinen
Vergleichung des Bildungsergebnisses der Gymnasien und der Realschulen
letztere nach der Meinung Aller, die darüber nach umfassender
und längerer Beobachtung zu urtheilen im Stande sind (z. B.
der Propinz.-Schulcollegien und der wissenschaftlichen Prüfungs=Commissionen),
in manchem, Wesentlichen zurückstehen: sie leisten