Volltext : Schaumburg-Lippische Landesverordnungen. Dreiundzwanzigster Band. (23)

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a)  auf  dem  Gebiete  der  allgemeinen  Verwaltung:  An—
eignung  der  von  einem  nicht  juristisch  gebildeten
Sekretär  vorauszusetzenden  Kenntnis  der  hauptsächlichsten
  Bestimmungen  über  die  einzelnen  Geschäftszweige
  der  Verwaltungsbehörden:  Gemeinde-,  Polizei-,
Kirchen=  und  Schulwesen,  Gewerbe-,  Unterstützungswohnsitz-,
  Krankenkassen-,  Invaliden=  und  Unfallversicherungswesen,
  Kosten=  und  Rechnungswesen  in
Verwaltungssachen,  Militärersatzgeschäfte,  Veranlagung
  und  Erhebung  der  direkten  Steuern  und  der
Erbschaftssteuern,  Brandversicherungswesen,  Strafund
  Zwangsvollstreckungsverfahren  usw.,

auf  dem  Gebiete  des  Kassen=  und  Rechnungswesens:
neben  Aneignung  voller  Sicherheit  und  Fertigkeit  im
Rechnen  Erlangung  einer  zur  selbständigen  Kassenund
  Rechnungsführung  befähigenden  Vertrautheit  mit
der  gesamten  Einrichtung  und  mit  den  gesetzlichen
und  sonstigen  Bestimmungen  des  Kassen-,  Rechnungs-,
Gebühren=  und  Steuerwesens.

Der  Anwärter  ist  zu  Beginn  des  Vorbereitungsdienstes  hauptsächlich
  in  der  Kanzlei  und  in  der  Registratur,  sowie  demnächst
mit  der  Protokollierung,  dem  Entwerfen  von  Verfügungen  und
mit  einfachen  Rechnungsarbeiten  zu  beschäftigen  und  soll  im  Laufe
des  weiteren  Vorbereitungsdienstes  möglichst  eine  Zeitlang  in  jedem
der  verschiedenen  Zweige  der  Verwaltung  tätig  sein.

Die  Vorstände  derjenigen  Behörden,  denen  der  Anwärter
während  des  Vorbereitungsdienstes  zugewiesen  wird,  haben  dafür
Sorge  zu  tragen,  daß  der  Anwärter  die  erforderliche  Anleitung
erhält  und  daß  bei  seinem  Abgang  über  den  Erfolg  des  Vorbereitungsdienstes,
  sowie  über  das  dienstliche  und  außerdienstliche
Verhalten  des  Anwärters  dem  Ministerium  Mitteilung  gemacht  wird.

89.
Nach  Beendigung  des  Vorbereitungsdienstes  haben  sich  die
Anwärter  einer  Prüfung  zu  unterziehen.

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