Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1879. (56)

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Dauer  gesetzliche  Hindernisse  nicht  im  Wege  stehen,  (vergl.  Wehrordnung  Theil  11
„Kontrol-Ordnung“  §.  3)
J0)  Militärpflichtigen  nur  für  die  Dauer  der  ihnen  bewilligten  Zurückstellung  (vergl.
Kontrolordnung  8.  4  Ziff.  3)  —  auzgestellt  werden.
8.  8.

Die  Beglaubigung  der  für  den  Aufenthalt  im  Ausland  ausgestellten  Heimatscheine
durch  die  Ministerien  des  Innern  und  der  auswärtigen  Angelegenheiten  kann  von  den
Betheiligten  unmittelbar  eingeholt  oder  es  kann  die  Vermittlung  des  Oberamts  dafür
in  Anspruch  genommen  werden.

Die  für  den  Aufenthalt  in  der  Schweiz  ausgestellten  Heimatscheine  (Art.  2  des  Niederlassungsvertrags
  zwischen  dem  Deutschen  Reich  und  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft
  vom  27.  April  1876  (Reichs-G.Blatt  1877  S.  3)  bedürfen  stets  der  Beglaubigung
durch  die  Ministerien  des  Innern  und  der  auswärtigen  Angelegenheiten.

Die  Beglaubigung  durch  die  Gesandtschaft  oder  das  Konsulat  des  ausländischen  Staats,
in  welchem  der  Nachsuchende  sich  aufzuhalten  beabsichtigt,  wird  durch  die  Kanzleidirektion
des  Ministeriums  des  Innern  eingeleitet,  wenn  die  Betheiligten  besonders  darum  nachsuchen
  und  den  Betrag  der  dadurch  erwachsenden  Auslagen  bei  dem  Oberamt  zuvor  erlegt

haben.
8.  9.

Ueber  die  ausgestellten  und  verlängerten  Heimatscheine  ist  ein  Verzeichniß  zu  führen,
welches  folgende  Rubriken  enthält:
Nummer  des  ausgestellten  Heimatscheins,
Monat  und  Tag  der  Ausstellung,
Namen,  Stand  und  Wohnort  des  Empfängers,
Begründung  der  Staatsangehörigkeit,
Beilagen-Nummer;
Bemerkungen.
Diejenigen  Aktenstücke,  auf  Grund  deren  die  Heimatscheine  ausgestellt  werden,  sind
als  Beilagen  zu  diesem  Verzeichnisse  aufzubewahren.

8.  10.
Für  die  Ertheilung  und  die  Verlängerung  eines  Heimatscheins  wird  die  gesetzliche