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XVIII. Reservekorps. Bei der 3. Armee berechnete man die Sahl
der eingesetzten Bataillone etwa auf 120, denen die Franzosen, abgesehen
von dem VII. und XXI. Armeekorps und der gewaltig überlegenen
Artillerie, etwa 145 Bataillone entgegenzustellen hatten.
Im ganzen werden die Deutschen in dem Derhältnis 1:6 gefochten
haben, und trotzdem haben sie sich im wesentlichen behauptet, obgleich
sie Kranzosen und keine Engländer gegen sich hatten.
Am 16. Februar früh — das Artilleriefeuer hatte sich bis dahin
zur höchsten Gewalt gesteigert — brach der Infanteriesturm los-Der
Stoß wendete sich hauptsächlich gegen das Sentrum; darauf
stürmten die Franzosen auch bei Ripont und Massiges gegen das
VIII. Reservekorps; zuletzt wurden die Bapvern auf dem rechten
Flügel des VIII. Korps angegriffen. Die Infanterieschlacht war
auf der ganzen LCinie entbrannt. Uberall aber schlug den Stürmenden
das Feuer der Überlebenden aus den zerschossenen Gräben entgegen,
und die Deutschen behaupteten im großen und ganzen ihre
Linien. Der Angriff schwoll zu den Höhen von Souain, Herthes,
Beausejour, Ripont und Tahure heran; die vorderen Gräben wurden
vielfach überrannt, die Zauptlinie aber wurde gehalten, obgleich
die Franzosen auf 8 km Front vorbrachen und auf dieser ganzen
Cinie das vom Derteidiger gehaltene Gelände durch Artilleriefeuer
scheinbar frei geschlagen hatten. Trotzdem kam es überall sofort
zu wechselvoller Schlacht, die sich, nachdem der erste allgemeine Sturm
mißglückt war, in Einzelkämpfe auflöste, die sich hauptsächlich um
die Röhen nordwestlich Herthes und die Höhe 106 nördlich Ce Mesnil
bis zum Biepewäldchen drehten. Dielfach gingen die Deutschen zu
Gegenangriffen über, um verlorene Stellungen wieder zu nehmen.
Diese Einzelkämpfe gingen tage= und wochenlang ergebnislos hin
und her. Die deutschen Verstärkungen — soweit sie von den Nachbarkorps
und -armeen ausgeliehen waren — traten nach getaner Arbeit
in ihre alte Stellung zurück, damit dort keine Lücke fühlbar werde.
Auf der Höhe 106 mußte die 37. Reservebrigade von der 2. Gardebrigade
und diese nach tagelangem Ringen von der 1. Gardebrigade
abgelöst werden. Vom I1. bis 5. März griffen die Franzosen wiederholt
an. Am 6. schienen ihre Angriffe zu erlahmen. Am 7. und
8. lebten die Kämpfe am Westflügel wieder auf. Den 9. setzte
Langle seine letzten Reserven ein und gewann das Sabothölzchen
und den Südwesthang der Böhe 158. Am 18. März endlich wurde
französischerseits noch einmal der Dersuch gemacht, die Böhe 106
nördlich Le Mesnil ganz zu nehmen, nachdem schon am 15., 16. und
4. März heftig darum gekämpft worden war. In das Tal der
Dormoise wollten die Angreifer hinabsteigen und die deutschen
Cinien aufrollen. Das 4. Turkoregiment voraus, dahinter in dicken
Kolonnen ZSuaven und Cinieninfanterie, so gingen die Angreifer
unter gewaltigen Derlusten über den Hügel vor und drangen teilweise
bis in die deutsche Artilleriestellung ein. Bier aber wurden