Volltext : Preussisches Hebammen-Lehrbuch.

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und  der  Scheitel  hinten  über  den  Damm  hervorgewälzt
werden.  In  anderer  Weise  ist  der  Austritt  eines  reifen
Kindes  bei  Gesichtslage  nicht  möglich,  immer  muß  erst  das
Kinn  sich  nach  vorn  gedreht  haben.

Die  Backen,  Augenlider  und  Lippen  des  Kindes  pflegen
bei  diesem  Austritt  stark  anzuschwellen  und  sehen  an  dem
frischgeborenen  Kinde  dick,  bläulich,  blutrünstig  aus.  Dies
pflegt  in  den  ersten  Lebenstagen  wieder  zu  vergehen.  Der
Scheitel  des  Kindes  wird  abgeflacht,  der  Kopf  erscheint  daher
langgedehnt.

8.  179.

Gesichtsgeburten  pflegen  länger  zu  dauern,  als  Schädelgeburten,
  die  Eiblase  springt  früher,  das  Wasser  geht  reichlicher
  ab,  das  vorliegende  Gesicht  eröffnet  die  weichen  Geburtsteile
  nicht  so  gut  als  der  Schädel.  Auch  ist  das
häufig  eine  Ursache  zur  Verzögerung,  daß  ein  enges  Becken
der  Gesichtslage  zu  Grunde  liegt.  Der  Ausgang  für  das
Kind  ist  daher  nicht  so  günstig,  wie  bei  Schädelgeburten.

S.  180.

Eine  Hebamme,  die  genau  untersucht,  vermag  in  der
Regel  schon  äußerlich  im  Anfange  der  Geburt  die  Gesichtslage
  zu  erkennen.

Man  fühlt  dann  über  dem  Schambein  die  Wölbung
des  in  die  Höhe  gekehrten  Hinterhaupts.  Oberhalb  desselben
findet  man  die  eingebogene  Stelle  des  Nackens.  Den  Herzschlag
  hört  man  an  der  vorgewölbten  Brust  des  Kindes,
also  auf  der  Seite,  an  welcher  die  kleinen  Teile  liegen.

Bei  der  innerlichen  Untersuchung  fühlt  man  zu  Anfang
der  Geburt  die  Stirnnaht  und  Stirnbeine,  sodann  den