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dem Gedanken ausging: das Volk ißt kein Fleisch und deshalb
nur für nöthig hielt ihm Brot und Covent, den Spülicht von der
Braupfanne, übrig zu lassen. Herzberg mochte diese Dinge kennen.
Er gibt uns einen anderen Grund des Wohlstandes an: der König
verschenkt jährlich an drei Mill. Thaler.
Es ist eine seltsam unerhörte Quelle des Wohlstandes der
Unterthanen, die aus der Freigebigkeit des Souveräns entspringt.
Woher denn nimmt er die Mittel zu seiner Freigebigkeit, als von
dem Volke? Zunächst nun schenkte der König auf Kosten des
Volkes, welches zahlte, dem Adel, der nichts zahlte. Indessen er
schenkte in einigen Provinzen etwas auch dem Volke. Ob diese
Schenkungen Segen brachten? Noch niemals hat geschenktes Brot
die Thatkraft der Menschen belebt und gespornt, sondern nur das
erworbene, der Lohn der eigenen Arbeit. Aber freilich, was der
König schenkte, war im Ganzen sehr bedeutend. Wir haben es zu
vergleichen mit dem, was er durch de la Haye de Launay einnahm.
Dieser Finanzkünstler vertheidigte 1) sich später vor Friedrich
Wilhelm II.: „Ich habe während der 20 Jahre meiner Wirksamkeit
dem preußischen Staate sehr nützliche Dienste geleistet. Nach
Abzug aller Unkosten habe ich über das Einkommen, das zur
Grundlage meiner Berechnung gedient hat, einen Mehrertrag eingeliefert
von 42,718,656 Thaler. Dabei hatte ich den größeren
Theil derjenigen Abgaben, aus welchen früher das Einkommen
entstand, deshalb eingebüßt, weil diese Artikel verboten waren.“
Der König nun hat in der ersten Zeit nach dem siebenjährigen
Kriege jährlich zwei Millionen verschenkt. Später erhöhte sich diese
Summe, bis sie, wie Herzberg sagt, in den letzten Jahren auf drei
Millionen stieg. In Allem rechnet man vom Hubertsburger Frieden
bis zum Tode des Königs an fünfzig Mill. Thaler, die er
1) Sr. M. dem Könige dargelegte Rechnung des G. Finanzrathes de la
Haye de Launay p. 259.
Klopp, der König Friedrich II. 30