Full text : Die Schlacht bei Forbach und die Wehrkraft des deutschen Volkes.

die  sich  weder  durch  oben  noch  -unten,  weder  durch
rechts  noch  links  beirren  lassen,  sondern  ihr  Scherflein
  unbeirrt  auf  dem  Altar  des  Vaterlandes  niederlegen.
  In  diesem  Sinne:  Vivant  sequentes!!!

Abschied.  Die  Mitternacht  zog  näher  schon,
lieber  Michel,  wir  wollen  nunmehr  scheiden.  Lebe
wohl  und  gute  Besserung!  Du  bist  mit  der  Zeit
mündıg  geworden,  handele  daher  endlich  wie  ein
Mann!  Vor  allem  suche  Dein  Gedächtnis  wieder  zu
erlangen,  das  Du  damals  mit  dem  Charakter  verlegtest!


Hüte  Dich  vor  Roßtäuschern,  die  mı  Lande  her-‚umgaloppieren
  und  ihre  Rechnungen  mit  langsichtigen
  Zahlungsversprechen  begleichen!  Glaube  nicht
den  Propheten,  so  unter  Donner  und  Blitz  cinherschreiten
  mit  ihren  apokalyptischen  Weissagungen!
Vertraue  nicht  angeblichen  Genies,  die  Dir  von  der
Konkurrenz  auf  den  Hals  gelobt  werden!  Denke  an
das  von  der  Weltgeschichte  ın  den  Heiligenstand
erhobene  Wort  des  alten  Schweden  Oxenstjerna:  „Du
glaubst  es  nicht,  mein  Sohn,  mit  wie  wenig  Verstand
  die  Welt  regiert  wırd‘‘  und  fasse  Vertrauen  zu
Dir!  Du  mußt  endlich  klüger  werden  als  die  Polizei
£rlaubt  und  endlich  Deine  unergründete  Geduld  verlieren!
  Mißtraue  den  großen  Worten  und  verwechsle
sie  nicht  mit  Taten!  Laß  Dich  nicht  blenden  durch
zweierlei  Tuch  und  blanke  Knöpfe,  wie  die  Weibsbilder!
  Denn  das  Konto  für  die  Sünden  im  Frieden
wird  auf  dem  Schlachtfelde  ausgeglichen.  Setze  dem
stürmisch  verlangten  blinden  Vertrauen  ein  gesundes
Mißtraucn  entgegen!  Hoffe  nicht  auf  Hilfe  von
außen,  etwa  von  oben,  da  Du  nur  gesunden  kannst
von  Innen  heraus!  Soweit  Du  Deinen  hilfeflehenden
Blick  hinaus  sendest,  Du  erspähest  nur  alltägliche
Gesichter,  die  selbst  schr  hilfsbedürftig  ausschen  !