410 Exekutivprozeß. Remonstration.
entzlehen, ist begreiflich; der Gläubiger hat ein entgegengesetztes
Interesse.
Sache des Instruktionsrichters ist es, dem
Beklagten den Weg, welcher zu einer ungebührlichen
Prozeßverzögerung führt, sogleich beim Versuche,
den ersten Schritt auf jenen Abweg zu thun, gänzlich
abzuschneiden. Das gesetzliche Mittel, welches
ihm zu Gebote steht, ist einfach, sachgemäß und auf
dem Rechte der Prozeßdirektion beruhend. Wenn
der Beklagte auf die ihm mitgetheilte Exekutivklage
vor der anberaumten Produktionstagfahrt eine Remonstration
einreicht, in welcher die Statthaftigkeit
des Erekutivprozesses bestritten, und um sofortige
Abweisung der Klage wegen Mangels genügender
Begründung dieser Prozeßart gebeten wird, so
hat der Instruktionsrichter nichts Anderes zu thun,
als die Remonstration, ohne sich auf eine Prüfung
der darin vorgetragenen Exzeption
einzulassen, dem Kläger zur Wisenschir. mitzutheilen,
und dem Beklagten lediglich zu eröffnen,
daß es ihm unbenommen sei, an dem Produktionstermine
(vwelcher bereits angeordnet oder
neuerlich anzusetzen ist, wenn diese Verfügung wegen
zu nahe stehenden Termines nicht mehr rechtzeitig
sollte zugestellt werden können), seine Remonstrationsgründe
so wie überhaupt alle seine Einwendungen
gegen die angestellte Klage anzuführen
und zu begründen.
Daß diese Verfügung, durch welche der Beklagte
lediglich auf die Tagfahrt hingewiesen wird,
welche zur gerichtlichen Aufnahme seiner Vertheidigung
festgesetzt ist, über die Grenze eines einfachen,
prozeßleitenden inappellablen Dekretes nicht hinausgeht,
bedarf keiner näheren Ausführung; es ist durch
jene Verfügung nicht ausgesprochen, daß es der
Remonstration ungeachtet bei dem eingeleiteten
Erekutivprozesse sein Bewenden habe,