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Staatsschuldverschreibungen zu kündigen, auch die hierzu erforderlichen Geldbeträge
durch Veräußerung eines entsprechenden Betrages von Staatsschuldverschreibungen
aufzubringen.
S. 4.
Ueber die Ausführung der im §. 3 getroffenen Bestimmungen hat die
Staatsregierung dem Landtage bei jedesmaliger Vorlage des Etats der Eisenbahnverwaltung
Rechenschaft zu geben.
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Wann, durch welche Stelle und in welchen Beträgen, zu welchem Zinsfuße,
zu welchen Bedingungen der Kündigung und zu welchen Kursen die Schuldverschreibungen
verausgabt werden sollen (§§. 2 und 3), bestimmt, soweit nicht durch
den im F. 1 angeführten Vertrag Bestimmung getroffen ist, der Finanzminister.
Im Uebrigen kommen wegen Verwaltung und Tilgung der Anleihen,
wegen Annahme derselben als pupillen= und depositalmäßige Sicherheit und wegen
Verjährung der Zinsen die Vorschriften des Gesetzes vom 19. Dezember 1869
(GesetzSamml. S. 1197) zur Anwendung.
S. 6.
Die Verwendung der dem Staate anheimfallenden Bestände des Reservefonds,
des Erneuerungsfonds und des Unfallfonds der Berlin-Anhaltischen Eisenbahngesellschaft
bleibt nach Abzug der daraus nach §. 10 des im §. 1 gedachten
Vertrages zu gewährenden Absindungen der Verfügung durch besonderes Gesetz
vorbehalten.
F. 7.
Die Staatsregierung wird auf Grund des §. 5 sub à des Gesetzes vom
24. Februar 1850, betreffend die Verwaltung des Staatsschuldenwesens und
Bildung einer Staatsschuldenkommission (Gesetz-Samml. S. 57), ermächtigt, die
Verwaltung der Anleihekapitalien der Berlin-Anhaltischen Eisenbahngesellschaft,
soweit dieselben vom Staate als Selbstschuldner übernommen werden, der Hauptverwaltung
der Staatsschulden zu übertragen.
Die behufs der Amortisation eingelösten oder angekauften Obligationen
beziehungsweise Aktien werden nach Vorschrift des §. 17 des bezeichneten Gesetzes
vom 24. Februar 1850 vernichtet und die Geldbeträge öffentlich bekannt gemacht.
S. 8.
Jede Verfügung der Staatsregierung über die im §. 1 bezeichnete Eisenbahn
durch Veräußerung bedarf zu ihrer Rechtsgültigkeit der Zustimmung beider Häuser
des Landtages. Alle dieser Vorschrift entgegen einseitig getroffenen Verfügungen
sind rechtsungültig.