Full text : Central-Blatt für das Deutsche Reich. Zehnter Jahrgang. 1882. (10)

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AUAummer  23

Eroln#  .uc

.  F

—

Freltag,  29.  Januar  1016

 

Anruhen  in  Sizilien.

Rom,  27.  Jan.  In  Vittoria  in  der  Provinz
  Syrakus  kam  es  Impfotge  der  großen  Arbeitswofigkeft
  zu  Unruhen.  Die  Demonstranten
bogen  durch  die  Straßen  laut  schreiend  und  verlangten
  Brot  und  Arbeit.  Sie  zerbrachen  die
Laternen  und  versuchten  die  Backöfen  und  Läden
zu  pründern.  Polizei  mußte  eingreifen.  Auch
in  Scieli  kam  es  zu  Tumulten  infolge  der  Teuerung.
  Die  Menge  warf  Steine  gegen  das  Ratbaus
  und  andere  öffentliche  Gebäude.  Nach
beiden  Orten  wurden  von  der  Regierung  Truppen
  hingeschickt.  (3.)  *

Die  amerikanische  Neutralität.

London,  27.  Jan.  Das  Reutersche  Bureau"
  meldet  aus  Washington:  Der  englische
Kohlendamrfer  „Farn“  mit  der  deutschen,  von
der  „Karlsruhe'  gestellten  Besatung.  ist  in
San  Juan  auf  Portorico  interniert  worden.  (Z.)

Russische  Transportschiffe  eingefroren.


Rotterdam,  27.  Jan.  Den  „Times“  wird
aus  Peterskurg  gemeldet,  daß  zwei  russische
Transportschifse  aus  Wladiwostock  im  nördlichen
Eismcere,  nicht  weit  von  Nowoja  Senilja,  im
Eise  festsitzjen.  Die  Mannschaften  sollen  sich  wohl
befinden.  (3.)

Bom  westlichen  Kriegsschauniatz.

Die  belgische  Armee.

Magdeburg,  27.  Jan.  Entgegen  allen
anderen  Mittellungen  kann  nach  der  „Magdeburger
  Zeitung“  festgestellt  werden,  daß  die
ganze  belgische  Armec  nur  noch  die  Kriegsstärke
eines  Armeekorps  besitzt,  worin  die  vielen  erschöpften
  Soldaten.  die  zur  Erholung  nach  dem
Süden  Frankreichs  geschickt  werden  muhten,  inbegriffen
  sind.  Von  den  200  000  Soldaten,
der  Höchstrahl,  welche  die  belgische  Armee  am
5.  August  erreichte,  sind  60  000  gefangen,
60  000  schwer  verwundet,  krank  und  erschöpft;
30  U00  fanden  den  Tod  auf  den  Slachtfeldern,
so  daß  höôckstens  50000  Mann  übrig  bieibenlh
Jede  Verstärkung  ist  unmöglich,  da  die  Deutschen
  leinen  waffenfähigen  Belgier  über  die
Grenze  lassen.  (3.)

Englifthe  Truppentransporte.

Amsterdam,  27.  Jan.  Der  Berichterstatter
der  „Tijd“,  der  fich  durch  seine  dürchaus  mit
den  verbündeten  sompatyis  erenden  Berichte
ausreichnet,  meldet  aus  Skuns:  Im  ganzen  sind
bereits  720  0n0  Mann  englischker  Truppen  gelandet
  worden,  die  das  neue  Heer  bilden.  Erst
im  Frühjahr  wird  das  zweite  Heer  folgen.  G

#

die  geeschiacht  in  der  norzsee.

Ein  englischer  Schlachtkrenzer  und
drei  Zerstörer  geiunken.

Berlin,  27.  Jan.  Ucber  das  Seegefecht
bei  Helgoland  legen  jetzt  genauere  Verichte  vor,
an  deren  Hand  es  möglich  ist,  der  auffallenderweise
  nicht  durch  die  engliscte  Admiralitätl  selb#,
sondern  nur  durck.  Bureau  Reuter  verbreiteten
  englischen  Darsteilung  entgegenzutreten.
  Es  heißt  da:

Die  Englänker  feuerten  gleich  sehr  stark  auf
„Blücher“,  dr  bei  eine  Maschinenhavarie  erins



Gewerolfelbma:schall  von  Bülow
Oberbefehlshaber  der  2.  Armer.

*

 

 

 

 

litt  und  zurüdlblich.,  Tie-  deutscheu.  Schlacht:

 

 

kreuzer  setzten  das  Gesecht,  ohne  Rücksicht  auf
den  „Blücher“  zu  nehmen,  fort.  Dieser  legte
sich  über,  seuerle  ab#er  tratzdem  wester.  Dem
allein  zurückgebliebenen  und  durch  seine  Lage
geschwächten  Schifsfe  näherten  sich  die  englischen
Zerstörer  und  versehten  ihm  dann  offenbar  auch
den  Todesstoß;  um  12  Uhr  37  Min.  nahm
man  eine  hestige  Explosion  auf  dem  „Blücher“
wahr  und  das  Schiff  sank.  Ehe  „Blücher“
unterging,  hatte  er  seinerseits  zwei  Zerstörer
zum  Sinken  gebracht,  ein  dritler  wurde  von
einem  deutschen  Unterseeboot  vernichtet.  Die
englischen  leichten  Streitlräfte  nahmen  dann  die
Ueberlebenden  vom  Blücher  auf,  von  denen  bis
jetzt  mehr  als  200  gerettet  sein  sollen.

Auf  dem  englischen  Schlachtkreuzer  „Lion“
wurde  eine  Schlagseite,  auf  dem  Schlachtlreuzer
„Tiger"“  ein  großer  Brand  wahrgenommen,  an
anderen  engiischen  Schissen  Maschinenhavarien.
Eines  unferer  Torpedobpbte  fano  Gelegenheit,
auf  einen  englischen  Schlachtlkreuzer,  der  schon
offenbar  gelitten  hatte  und  etwas  urückgeblieben
war,  zwei  Schüsse  abzugeben,  die  beide  trafen,
worauf  das  englische  Schiff  sank.  Allen  englischen
  Ableugnungen  zum  Tros  ist  dies  einwandfrei
  festgestellt.

Von  dem  Untergang  des  „Blücher“  abgesehen,
  haben  die  deutschen  Schiffe  nicht  wesentlich
  gelitten.  Nur  ein  Schiff  hat  einen  Volltreffer
  erhalten,  der  geringen  Materialschaden,
jedoch  einige  Menschenverluste  hervorries.  Von
den  dentichen  Torpedobooten  ist  entgegen  den
englischen  Behauptungen  weder  eines  gesunken
nock  beschädigt,  noch  hat  eines  Menschenverluste
zu  verzeichnen.
erlitt  eine  unbedeutende  llelne  Verlehzung  und
hatte  zwei  Tote.

Auf  der  Gegenseite  sieht  mit  Sicherbeit  also“
fest,  daß  der  „Lion“  einen  Unterwassertreffer
erlitten  hat  und  dah  er  im  Schlepptau  davonfahren
  mußte.  Auf  dem  „Tiger“  wurden  10
Mann  getötet,  11  verwundet,  auf  dem  „Lion“
17  vermundet.  Abgeselhen  von  den  drei  vernichteten
  Jerstörern  wurde  der  euglische  Zerstörer
  „Meteor“  ino  Schlepptau  genommen.
Auberdem  steht  der  Unlergang  eines  dem  Namen
  nach  noch  nicht  E"  englischen  Schlacht-Ein

  deulicher  kleiner  Kreuzer

–

die  Worte  sprach:

kreuzers  fest.  Nach  der  „Daily  Mail“  solk  der
Kapitän  des  Kreuzers  „Blücher“  sich  unter  den
Geretteten  befinden.

1  1  "

Kopenhagen,  27.  Jan.  „„National  Tidende“
  schreibt  in  einem  Leitartikel:  Wenn  man
den  Artikel  der  engtischen  Blätter  über  die  Seeschlacht
  in  der  Nordsee  liest,  hat  de#r  neutrale
Leser  doch  den  Eindruck,  daß  die  englische  Presse
in  hobem  Grade  die  Bedentung  des  Sieges

übertreitt.  Die  englische  Presse  erllärt  sogar,
der  Sieg  were  eine  Handlung  der  Gerechtigbeit

  gegenüber  den  Gewaltlätern,  die  unbeschützte
Städie,  sowie  die  hilflosen  Frauen  und  Kinder
lombardieren.  Sie  vergißt  dabei  ganz  daß
der  englische  Admiral  Fister  nach  der  „Times“
„Das  Wesen  des  Krieges
int  Gewaltlat.  Mäßegung  ist  Dummbeit.  Schlage
hart  und  schlage,  wo  Du  kannst.“  Die  englische
Presse  übergeht  auch  völlig  die  Rechtfertigung
der  deutschen  militärischen  Mahregeln.  Die  Aeußerungen
  der  englischen  Presse  sind  nur  der  Ausfluß
  eines  überspannten  Tintenkrieges,  der  es
selbst  dem  neutralen  Staaten  schwer  macht,  immer
  die  Unparteilichleit  zu  bewahren.  Daß
die  Steger  einen  Sieg  überschätzen,  ist  nicht  neu.
Häufig  legt  die  Schald  hiefür  an  den  falschen
Berichten  der  Heeresleitung.  (Z.)

Der  —  Pee.

Weitere  Beute  unserer  Kreuzer.

London,  27.  Jan.  Man  fürchtet,  daß  die
engl.  Schiffe  „Hemisphere“  und  „Engelborn“
non  den  Kreuzern  „Karlsruhe“  oder  „Kronprinz
Wilhelm“  erbeutet  worden  sind.  (3.)

Kiel,  27.  Jan.  Der  deutsche  Hilfskreuzer
„Kronprinz  Wilhelm“  hat  den  franz.  Segler
„Anne  de  Bretagne“  in  den  Grund  gebohrt.
Der  Franz#e  war  mit  einer  Ladung  Holz  für
Australien  unterwegs;  im  südatlantlischen  Ozean
ereilte  ihn  das  Verhängnis.  (Z.).

Ein  franz.  Torpedobdot

bei  Nieuport  gesunken.!

Saag,  27.  Jan.  Aus  einer  Mitteilung,  die

der  franz.  Marineminister  dem  Korrespondenten

der  „Times“  in  Paris  über  Verluste  der  franz.
Marine  seit  dem  Anfang  des  Krieges  machte
geht  als  bis  jetzt  unbekannte  Tatsache  hervor,
daß  in  der  vorigen  Woche  bei  Nieuport

ein  franz.  Torpedoboot  unterging.  Von  den  40

Mann  der  Besatzung  sind  5  ertrunken.  (3.)

Die  Verluste  der  englischen  Marine.

Rotterdam,  27.  Jan.  Der  „Nieuwe  Courant“

  meldet  auf  Grund  angebich  vertrauenswürdiger

  Berichte,  daß  die  englische  Marine  bisher

  18  Kriegsschifie  verschiedenen  Typs  verloren

  habe,  darunter  zwei  Dreadnoughts.  13.)

bon  den  Nerr.  Eiegsschüupläten.

Zurückeroberung  des  Uzsokerpasises.

WIB.  Wien.  27.  Fa.  Amtlich  wird  gemeldet
  vom  27.  ds.  Im  oberen  Ungtale
wurde  gestern  der  *7  aus  den  Stellungen
auf  den  Grenzhöhen  beiderseits  des  Uzsoker-Passes
  Leworsen.  Einer  der  woickligsten-Karpathen.

2

zu-  *  schon  oftmals  erbinern,  gelämpft  wurde,

 

Das  korkhans  in  Trufrisgrund.
Dereltiv.  Roimman  von  F.  Eduard  Pllüger.
[Nackdruck  verboten.)
l  .-·  il’.i-’iiiiefiifite
ei  isi  Rai-S  ins-«  der  Tasche,  ale  cb  sie
fiulr.  daun  interte  sic  so  hetig.  wütane
mmelntten  en.  so  daß  Gur
zu  un:  güen  und  auf
leit#en  zu  la
uik  rang  die  •y½  *o  imnisvolle  Be- 


 
   
   
   
 

—

 

 

such  erinm  rr

 

    
 
 
  

 

 

zn  ursteigenden  Tränenstrom:  aber
die  Gregung  muchlis  u  sein,  sie  lonnte
sich  ncht  ig  orle  das  seie  Balifttoschentuch,
das  sie  h  in  der  reten  Hand  urhalten
hatte.  d  Augen  und  hinderte  nicht  mehr  die
ung.  5  5  am  b.  r  kl  enur  Tranen.
Tie  beiden  Dnn  1  Zeit  sich  zu  beruöigen.
  war  aud  #n  Wimlicken  Pan
arlang.  Taun  die  iur  Dame  auf,  schlug

  

"(br-  in  Herren  eine
e  fele  ese  der  feine
nickt  gesehen  hatte.
ta  atten  durch  die

den  Schleier  ».  ind
so  bleudende  zuhe  ie,  wie
Trauenlenuer  m  ch  nech
Die  mächtigen  dunlklen  Auge
Tranen  ctwas  eigeniumlich  W:  erhet
die  Fallen  des  Grams  auf  der  clier.
Stirn,  serie  der  lleine  im  Schmer:  da5  acschlossene,
  suße  Mund  verliehen  dem  Gesicht  einen
un  *ir  Reiz.

„  e  sehr  um  Entschuldig#ng,“  begann
sie  mit  Fiürpe  von  Tränen  elwas  rerschleierten
Süumme,  „daß  ich  fl#orc.  aber  i  Herr
Staatsauwalt,  Sie  sind  beschäftigt  und  ich  will

wieder  geben.“
8  chäftigt.  mein  ankwiges

bin
rauien  eber  agen
Sie  (##  elte  2½  Kovfe

        

 

lrreu  Tiennen,  es  hat
eie  an  nuich  verpeblich
Anwejenhrit  meines
ranwait  und  ich  verbürge
mich  kür  ihn.  0  r  r  «  ccn  bezeichnender  Blick  des
Slaalsanwalt  traf  Gurisch,  der  die  Absicht  seines
Freundes  jedeih  nicht  zu  verstehen  schien,  sondern
wie  ein  treuer  Mililärposten  auf  seinem  Plagze
aushielt.

„Ich  würde  keineswegs  verlangen,  daß  sich

irgend  jemand  um  meinetwillen  derangiert.“
die  Dislretion  meince  Freundes
rönnich  Sie  auch  bauen  wie  auf  die  meinige.“

„Tavon  bin  ich  werseugt.  baber  ich  habe  mir
do  .  verzeihen  Sie  .  ..  Krast  zugctraut,
als  ich  besihe.  Viclleicht  varl  2  Ihnen  schreiben,
oder  ain  eer  Val.  ich  lann  jetzt  nicht  sprechen.“

preßi  das  Taschentuͤch  vor  die
lugen  rorS  an  dem  nervon  ucken  ihrer  Schultern
lonnte  man  sehen,  daß  sie  meinte.

Selisam,  der  fühle  Staatsanwalt  fühlte  plötz
lich  in  seinem  Herren  ciwas  wie  sehnsüchtiges
Verlangen,  seine  Augen  noch  länger  auf  der  holden
Erscheinung  weilen  zu  lassen.  Er  fühlte  ein  tieses
Mitleid  mit  dem  offenkundigen  Unglück  dieses
schönen  Geschöpfes,  und  etwas  wie  nherl
Schmen  bewegte  ihn,  wenn  er  daran  dachte,  daß
die  sunge  Dame  ungerröstet  sein  Zimmer  verlassen

würde

nders  dachte  Gurisch:

Eine  Komödiantin  (##tsie,  allerdings  eine  aufkallend
  hübsche  und  sicherlich  die  Absenderin  der  dreieckigen
  Briese.  Fie  ist  verliebt  in  Rechenbach,  das
ist  llar.  Aber  macht  den  Eindruck  einer  an-.
  wigen  ##n  gen  Dans  aus  der  guten  Seteschl.

So  *  miuit  ja  vor  at  sich  Leen
D  V  a

„Ich  bin“  ham  zu  #1
noch  v  #emand  winnn  um
gewandl.  ren  die
Freundes,

 
 

 

2

liebt  unh  sett
Spt.  Taun  mußte  er  lächeln  und  *  Lãche  u

 

halte  elwas  Cymsches.  WMickleicht  hatte  sie  gar
leinen  guten  Ruf,  den  *  kverlieren  konnte.  Nein,
nein,  er  wies  anien  weit  von  sich  ab,
auf  diesem  schönen  Ge  ruhte  der  Seempel  unantastbarer
  Reinhe  1.  äur  eine  tolle,  sinnlose
Veidenschaft  für  den  ui  imulich  schönen  Freund
lewet  sie  zu  dem  ex#ravaganten  Schrikt  getrieben
aben

von  Laßmann  zog  während  der
minutenlangen  Panse  den  Schleier  wieder  übers
Gesicht  und  mit  dirsem  Augenblick  erlosch  auch
der  Eindruck,  den  sir  auf  Rechenbach  gemacht  hatte.

will  teinen  Versuch  machen,  mein
gnädiges  Fläulein.  Ihre  Entschließungen  umzustimmen,
  aber  ich  sollte  doch  meinen,  wenn  Sie
einmal  den  Mut  gefaßt  haben  und  mir  Ihr  Vertrauen
  scheulen  wollen,  so  .  seien  Sie  überzeugt,
  ich  werde  mich  iescs  Vertrauens  durchaus
würdig  machen  un  es  wird  mein  ernsthaftes  Bestreben
  hin  so  w

werdes  aenai  von  einem  Mann  etwas

unehe  ch  verlangen.“

„Der  Gedanke  ist  mir  auch  garnicht  gslommen
mein  Onsdigen  Fräulein,  ich  wollte  nur  sagen,  s4
weit  es  in  meinen  schwachen  Krästen  steht.  e
wünschen  meinen  juristischen  Rat,  oder  wünschen
Sie  mein  Einschre  iten  gegen  ein  Verbrechen,  das
Sie  be  ßangen  it  oder  begangen  werden  soll?

ielleicht  haben  Sie  die  Güte,  einen  Augenblick  in
dem  Salon  meiner  verstorbenen  Mutter  Plat  zu
Ten,  bes  bis  ND  FSren  Ruhe  wiedergewonnen  haben.

chhn
,,  Gein,  *  vanle  Ihnen,  ich  bin  schon

Mrt  ich  bin  nur  in  einer  fürchliren
  La  e  und  is  wolliceiiiciisilat
nen  gelieb

w

e  Ii  Bot-.
brechen  beqainien  bat  oder  d  #  —

und  der  seit  dem  1.  Jan.  von  den  Russen  besetzt
  ist,  besonders  stark  befestigt  ist  und  durch
mehrere  hintereinander  liegende  gute  Stellungen
verteldigt  wurde,  gelange  hiedurch  nach  dreiigen
  Kampfen  wieder  in  unseren  Besig.  Nord-8
  des  Uasoker-Passes,  sowie  im  Latorczound
  Nagy-Ag-Tale  dauern  die  Kämpfe  noch
an.  In  Westgalizien  und  in  Polen  infoige,  des
Schneegestöbers  nur  mäbiger  Artillerielampf.

Munitionsmangel  in  der
russische  Artillerie.

Wien,  27.  Jan.  Uebereinstimmende  Mitteilungen
  von  Artillerieoffizieren  aus  den  verschiedensten
  Aheiten  der  österreichischen  Front  besagen,
  daß  bei  der  russischen  Artillerie  immer
mehr  Munitionsmangel  in  Erscheinung  tritt.
Bei  den  letzten  Artillerieläm  am  Dunajec
und  an  der  Nida  wurde  verschiedentlich  konstatier,
  daß  die  Russen  diesem  Mangel  durch

erwendung  alter  Munition  zu  steuern  suchen.
Der  Munitionskampf  zeigt  sich  auch  bei  der
immer  stärker  sich  aucbggenden  Sparsamkeit
beim  ostionskon  .  8

·

Die  Ickhel  im  Fetuche.

Die  türkische  Offensive
im  Kaukasus.

WITB.  Konstantinopel,  27.  Jan.  Das
Große  Hauptquartier  meldet:  Im  Kaukasus
rückten  unsere  Truppen,  von  neuem  zur  Offensive
  übergehend,  in  der  Richtung  auf  Olty  vor,
warfen  den  Feind,  der  sich  vor  l#rer  Front  befand,
  zurück  und  erbeuteten  eine  Menge  Ku#gsaterial.

  Die  Russen  äscherten  beim  Rück-*
  das  russische  Dorf  Narman  ein,  um  das
dort  befindliche  Kriegsmaterial  nicht  in  unsere
Hände  fallen  zu  lassen.
"  "P"⅝  "*

Japan.
Japanische  Rüstungen.
Basel,  27.  Jan.  Nach  einer  aus  Mailand
kommenden  Meldung  halen  der  Marine=  und
Kriegsminister  Japans  für  die  erste  Halfte  des
Jahres  1915  einen  auberordentlichen  Kredit  von
28  Millionen  Ven  verlangt.  (3.)

Die  Japaner  in  Schantung.

Petersburg,  27.  Jan.  Wie  Petersburger
Telegraphenagemtr  aus  Peking  meldet,  hat  China
  am  16.  Januar  die  Abberufung  der  Haupttruppen
  aus  Der  Prwoinz  Schantung  verlangt.
Japan  habe  jedoch  die  Räumung  des  genannten
Gebietes  verweigert,  mit  der  Begründung,  daß
der  Krieg  mit  Deutschland  fortdauere.  (3.

Fur  Sicherung  der  Gerelde-  und
Mehlvorräle.

Die  Verordnung  über  die  Regelung  des  Verkehre
  mit  Brotgetreide  und  Mehl  enthält  eine
Bestimmung,  die  sondere  Beachtung  verdem:
  Es  ist  nämlich  bis  zum  Ablauf  des

Januar  1915  die  Abgabe  von  Weien-,
Haser-  und  Gerstenmehl  im  geschäftlichen
  Verkehr.  verboten.  Ein  Zuwiderhandeln
gegen  dieses  Verbot  ist  unter  hohe  Strafe  gestellt.
  Nicht  verboten  sind  nur  Lieferungen  an
Behörden,  öffemliche  und  gemeinnützige  Anstalten,
  Händler,  Bäcker  und  Konditoren.  Die
praktische  Bedeutung  dieses  Beschlusses  ist,  m
verhindern,  daß  die  Bevöllerung  i  in  den  nächsten
Tagen  eine  Vorverforgung  in  Mehl  vornimmt.

Die  Strafen.

Wer  unbefugt  beschlagnahmte  Vorräte  beiseite

  schafft,  beschädigt  oder  zerstört,  SS

Staatsanwalt  nberliesern,  muß  man  da

Einen  Augenbl#  d  zögerte  dnndcg  mit  der
"  .  Seine  rechtliche,  Ntrenge  Natur  lonte
leine  andere  Anstoanl  erteilen  als,  ein  Verbrecher
muß  seiner  verdienten  Strase  zugeführt  werden
und  er  hätte  auch  wahrscheinlich  so  gehandeit,  er
härte  keine  Rücksicht  genommen,  weder  geten  seinen
eigenen  Bruder,  noch  gegen  seinen  Vater.  Aber
sollte  er  der  Unglücklichen,  von  Schmer  Durchzitterten
  diese  seine  Meinung  sagen?  Er  versuchte
es,  sich  so  zart  als  nur  irgend  möglich  auszudrücken.


 

 

Gesetz,“  begann  er,  mit  einer  Weichheit
in  der  Eitwele  die  ihm  soust  durchaus  fremd
war,  „verlangt  Sühne  und  Sirase  für  den  Verbrecher.“


„Aber  wenn  ich  es  tue,“  unterbrach  sie  ihn
leidenschaftlich  ausschluchzend,  21  lann  ich  mir
gleich  einen  „Tolsch  ind  toßen,  denn  ich
würde  seine  Strafe  nicht  acbrnben.  Und  ich  kann
auch  nicht  weiterleben  mit  dem  Gedanken,  daß
vor  mir,  hinter  mir,  neben  mir  fluchwürdige  Verbrechen
  begangen  werden,  von  denen  ich  Kenmnis
habe,  an  denen  ich  mischuldig  bin,  und  die  ich
doch  nin  bindern  ka

Nabur  us  diese  Verbrechen?“

t  gie  unbedingtes  Vertrauen  zu  Ihnen
kassen  zu  können,  Herr  Staatsanwalt,  und  doch.
jetzt  sehe  ich.  schwelgen  muß  und  dulden
und  leiden,  bis  ein  gütiges  Geschick  diesem  Tasein
ein  Ende  macht.  Ich  kann  ihn  nicht  angeben,  ich
kann's  nicht!“

zereihen  W—  mein  gnädiges  Fräulein,  daß
ich  mich  einmische,  der  l  ceigentlich  ganz  unbeteiligt
  bin.“  unPrbbrh  Griss  den  lei  e
bchen  E  E#  ,  ch  meine,  gibl  noch  einen

anet  .  #  nstigin  ven

 

brechen  zu  wirken  Eie  aufe  ikren  Ve.