Contents : Briefe und Akten zur Geschichte des Dreissigjährigen Krieges. Neunter Band. (9)

Bopt.  24.

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precedentes  du  17.°  de  co  mois!,  qu'il  la  vouloit  accompagner.  Je  n’attens
plus  que  l’audience  en  laquelle  il  doibt  esclaircir  quelques  points  de
ladicte  instruction  et  me  declarer  de  bouche  particularitez  qu’il  m’a
faict  dire  n’avoir  trouv6  a  propos  d’y  toucher  par  escript.  Incontinent
  aprez  je  me  mettray  en  chemin  pour  en  aller  rendre  conte
a.  V.M.  —  Il  luy  preit  mardy  dernier  assez  soudainement  volonts  de
partir  de  ceste  ville  et  desia  il  avoit  command6  que  ses  carosses
fussent  prestz  pour  le  soir.  Les  uns  disoient  que  cestoit  seulement
pour  aller  jusques  a  Pilzen  changer  d’air,  ainsy  conseillö  de  faire  par  un
medecin  de  Styrie  nommö  Secundus  qu’il  a  priz  n’agueres  a  son
service;  les  autres  que,  s’il  s’esbranloit  une  fois  et  se  resolvoit  de
sortir  de  ce  chasteau,  ce  ne  seroit  pas  pour  s’arrester  audict  Pilzen,
ains  qu’il  passeroit  outre  et  se  retireroit  en  Allemagne.  Quoy  quiil
en  soit,  les  Bohemes  ont  belle  peur  que  cela  n’arrive,  craignans,  sl
s’en  va,  que  ce  ne  soit  en  intention  de  revenir  bien  tost  accompagn6,
pour  se  vanger  des  choses  passeos.?  Lambassadeur  d’Espagne  en  est

etwas  gegen  die  Gresetze  und  Reichsabschiede  rerbrochen,  vielmehr  hat  er  nur  das
getan,  was  jede  Obrigkeit,  der  GottesEhre  und  die  katholische  Religion  am  Herzen
liegt,  zu  tun  schuldig  ist  und  was  die  Widerwärtigen  selber  an  Orten,  wo  vor
ihren  Neuerungen  die  alte  Religion  geübt  wurde,  gegen  dieKatholischen,  wiewel
mit  grossem  Unfug,  für  recht  und  billig  halten  (Wmz.,  Reichstagsakten,  Bd.
106;  —  Kopie).  —  Daneben  hatten  die  beiden  Abgesandten  des  Rats  noch  die
Aufhebung  der  Lizenten  am  Rbein  zu  betreiben  (Wmz.,  a.  a.  O.;  —  Or.).

!  Vgl.  no.  349.

*  Eine  Zeitung  aus  Prag  vom  24.  September  berichtet  darüber  ausführlicher:
  Am  20.  wollte  der  Kaiser  von  hier  aufbrechen  und  hatte  schon
den  Kämmerern,  Hatschieren  und  Trabanten  dazu  ansagen  lassen  ;  weil  aber
Hatschiere  und  Trabanten  weder  Rosse  noch  Geld  hatten,  es  auch  an  anderer
Notdurft  fehlte,  wurde  die  Reise  bis  zum  nächsten  Tag  eingestellt.  Es  ist  nicht
zu  glauben,  was  diese  Absicht  für  einen  Schrecken  im  Volk  verursachte.  Dabei
gehen  allerlei  Diskurse,  dass  der  Türke  dem  König  den  Friedeu  aufgekändigt,
dass  Leopold  8000  Mann  in  Bestallung,  dass  auch  Baiern  und  Salsburg  viel
Volk  beisammen  hätten;  hinter  der  plötzlichen  Abreise  des  Kaisers  vermutet
man  besondere  Praktiken,  dass  Leopold,  Baiern  und  Salzburg  dber  Böhmen,  der
Türke  über  Ungarn  und  Oesterreich  herfallen  und  alles  drunter  und  drüber  geben
werde.  An  des  Kaisers  Abreise  soll  vor  allem  ein  Arzt  aus  Steiermark,  Johannes
Secundus,  schuld  sein,  der  auch  ein  Prophet  sein  will  und  vorgibt,  alle  bisherigen
  Krankheiten  des  Kaisers  kämen  von  der  Melancholie  her  und  wäre  ihm
nicht  zu  helfen,  wenn  er  nicht  Prag  verlasse;  denn  wenn  er  zum  Fenster
binaus  auf  die  Böbmen  sehe  oder  in  den  Gängen  spaziere  und  betrachte,
was  ihm  von  den  Böhmen  für  ein  Despekt  mit  Schiessen,  Wachen  u.s.  w.
widerfabren  sei,  mehre  sich  seine  Alelancholie  und  könnte  schliesslich  eine
gefährliche  Krankheit  daraus  werden  [vgl.  no.  147,  8.856,  Anm.  4].  Trotzdem
ist  aber  die  Reise  wiedor  verschoben  worden,  weil  in  Pilsen  die  Pest  herrschen
soll.  Es  soll  aber  der  Kaiser  endgiltig  entschlossen  sein,  nach  Brandes
zu  gehen;  er  fordert  Guthaben  von  der  alten  böhmischen  Kontribation
und  von  der  böhmischen  Kammer  ein  und  droht  mit  dem  Rechtsweg  (Nbg.,
Unionsakten,  tom.  55b,  f.  185;  Kopie).  Der  neuburgische  Gesandte  Hugalt
Beer  weiss  am  16./26.  September  aus  Prag  seinem  Herrn  zu  berichten:
Gestern  hat  ihm  der  kaiserliche  Kammermaler  Hans  von  Aachen  mitgeteilt,
dass  der  Kaiser  ganz  entschlossen  sei,  sich  ehestens  von  hier  wegzubegeben  ;  er
könne  ohne  grosse  Bekümmernis  die  Stadt  Prag  nicht  mehr  anschauen  und