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8 8. Die Mitglieder der Landgerichte
führen den Amtstitel Landrichter. Die
bei den Amtsgerichten angestellten Richter
führen den Amtstitel Amtsrichter.
9. Die Verleihung der etatsmäßigen
Gehälter und Gehaltszulagen an die
Richter erfolgt innerhalb des Kesoldungetats
nach der durch das Dienstalter bestimmten
Reihenfolge. Neu ernannte oder
in einen anderen Hesoldan s#tat versetzte
Richter treten nach dem Dienstalter in
die Reihenfolge ein. Die für die Bestimmung
des Dienstalters maßgebenden
Grundsätze werden durch Königliche Verordnung
sestgesetzt. Die Verordnung kann
nur durch Geset abgeändert werden.
Die Verleihung einer Gehaltszulage
bleibt ausgesetzt, so lange ein Disziplinar-Ausführungsgesetz
zum Gerichtsverfassungsgesetze. §§ 8 bis 15.
verfahren oder wegen eines Verbrechens
oder Vergehens ein Hauptversahren oder
eine Voruntersuchung schwebt. Führt das
Berfahren zum Verluste des Amts, so
findet eine Nachzahlung des zurückbehaltenen
Mehrgehalts nicht statt.
8 10. Die Gehälter der Landrichter
und der Amtsrichter sind nach gleichen
Grundsätzen zu bemessen.
8 11. Andere VBergütungen, als die
auf Gesetz beruhenden Gehälter und Entschädigungen
oder auf Stiftungen beruhende
Bezüge, dürsen den Richtern für
richterliche Geschäfte nicht gewährt werden.
Unterstützungen in Fällen eines außerordentlichen
ürfnisses werden von
dieser Vorschrift nicht betroffen.
Zweiter Titel.
Gerichtsbarkeit.
8 12. Die
Gerichte wurden aufgehoben:
1. das Obertribunal;
2. in dem Geltungsbereiche der Verordnung
vom 2. Januar 1849 die Appellationsgerichte,
die Stadtgerichte
und Kreisgerichte, sowie die Kammerund
Admiralitätskollegien, einschlielich
der Deputationen, Kommissionen
und Grundbuchämter, die Fabrikengerichtsdeputationen
in Westfalen und
die Grundbuchämter in Bergen a. R.,
Greifswald, Grimmen und Stralsund;
in dem Bezirke des Appellationsgerichtshofes
zu Cöln:
der Appellationsgerichtshof, die
Landgerichte, Handelsgerichte und
Friedensgerichte;
4. in dem Bezirke des Appellationsgerichts
zu Celle:
das Appellationsgericht, die Obergerichte
und Amtsgerichte, einschließlich
der Grundbuchämter;
in den Bezirken der Appellationsge--richte
zu Kiel, Kassel und Wiesbaden:
die Appellationsgerichte, die Kreisgerichee
und Amtsgerichte, einschließlich
der Grundbuchämter;
6. in dem Bezirke des Appellationsgerichts
zu Frankfurt a. M.:
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nachstehend bezeichneten
das Appellationsgericht, das Stadtgericht,
das Stadtamt, das Landjustizamt,
das Rügegericht, das Fiskalat
und die Transskriptions= und
Hypothekenbehörde.
8 13. Die den Universitätsgerichten
und den Kirchspielsgerichten im Lande
Hadeln zustehende Gerichtsbarkeit in nicht
streitigen Rechtsangelegenheiten wird auf.
gehoben.
Absatz 2 ist aufgehoben.
8 14. Die Schöffengerichte in dem
Bezirke des Justizsenats zu Ehrenbreitstein
sollen, sobald das Fortschreiten der Grundbuchregulierung
dieses gestattet, aufgehoben
werden. Der Fustmibiter ist ermächtigt,
für die Zwischenzeit die ersorderlichen Aenderungen
der Instruktion vom 15. Deember
1853 zu treffen, den Zeitpunkt
Ausiehung der Schöffengerichte zu bestimmen
und die Zuständigkeit der Schultheißen
und Schöfsen, im Auftrage der
Gerichte Siegelungen, Inventuren, Taxen
und Mobiliarversteigerungen vorzunehmen,
anderweit zu regeln.
8 15. Die Zuständigkeit der Verwaltungsbehörden
in der Proninz Hannover