je auf uweisen
Aummer 219
Heute ist die Antwort der Mittehnächte auf die
#oli4he Friedensnote bekannt gegeben worden-Die
Tatsache ist unbestreitbar, dchen rlin*x“mt Kriegslage
öber jeden Jweisel die ünstigste ist, die wir
hutten. Wenn also in unserer
Antwort unsere Friedensbereitschaft zum Aus
druck kommt, so beruht sie in leiner Beziehung
auf irgend welchen Befürchtungen mizitörischer
Natur, sondern ent##ringt ledigiich dem fried.
liebenden Geiste unseres Kaisers und unierer iegierung.
Wir hätten von der Fortsetzung des
Kricges vichts zu befürchten, auh dann nicht,
wonn die mit echt amerilanischen Zahlen arbeitenden
Rüstungen der Amerikaner auf dem
Kriegsschauplatze in Erscheinung treien soliten.
Die lezte Faandernofsensive it rerschellt, und in
diesen Tagen legamen die Engländer nen
neuen An##urm, dessen ersten Tag wir bereits
solgreich bestanden haben. Bei Verdun haten sh
die Framosen wieder eine neue sehr schwere Niederlage
gehoit. welche die bisherige Erfahrung
bestätigte, daß die Französen bei Verdun ihr
Jiel nie erreichen werden. Ihre Haufen bo##en
ein gutles Ziel und eine furchtbare Ernte, die
auf das Haux # der französischen Heeresleitung
lommt.
So sind diese Bo rgänge der letten Tage gerade
für die Absendung aunserer Antwort auf die
WVarstnote von höchster Bedemung. da lsie unsere
ungerstörbare Kraft und Ucberiedenteeit beweisen.
Atles Mlul, das in den letten Monaten
auf dem westlichen Kriegsschauxjatz geflossen ist,
hat leine Véränderung der Lage hero: orgerufen.
Mogen die Führer der Westmächte sich ehrlich
die Frage vorlegen, weschen Zmeää die furchtbaren
Orfer an Gut und Vlut gehabt haben, sie werden
sie nur auf der Schuldseite verbuchen können.
Mit einer emsetzlichen Regesmäßigkeit folgen
didje sinnlosen Unterneh mungen einander fast
täglich. Im Osten liegen die Dinge selbst nach der
Anschauung der englischen und krankösischen Fachleute
in mit itariĩcher Ber iehung vollig und unheilbar
im urgen. In Mar zedonien handeit es
lch um einen völiig "#% orenen Pesen unserer
Ceinde. den sie wenigitens mit Ehren eu halren
versuchen, nachdem sie eingesehen haben, daß sein.
Anlage verfel#t il. So ist die ganie militärische
Lage fur die Abschätzung unserer Antwort auf
die Pal##ilnote von nicht zu verkennender Vedeulung.
Angichte deisen lann uUns sicher ich niemand
der Schwäche eilhen, wenn wir inder Antwort an
den Pai#t cinent unsere Friedeuslereitschaft aussfrrechen.
Was den Inhan der Amtwort selbit
unbeiangt. so mußte sie sich lediglich auf grund.
lätzliche Erorterungen des päpilrichen Vorschlages
beschränlen. In Eineheiten lonme und durite
sie sich nicht verieren. Dabei lomm die Ant
wor! dem Fäpitichen Verschlag in weitesiem
Mase entaegen, weiter als wir es au: früheren
Kundgebungen unierer Regierung gehört haben.
Auch iticht sie himmeiweit von der Anmaßung
ab. die Wi son seiner Antmert an den rapitl ichen
Stuh: unterlegen u dürfsen glaubte. Das We.
sentsichile der deutichen Antwort ist. daß der lom.
mende Friede dem GMeiste der illigleit und der
Lage in (##pa entsprechen müsse. In diesem
Zusammenhang lann dann auch Drutschland
weitgelende Zugeiländnisse für eine schiedsge
richtiiche Regelung von Streitfragen, für allge
meine Ahrustung anbieten. Dieses ECntgegenkom
men ist im Hinlei aus die vage Deulschlands
umso bedcutungsvorser, als es wähtend des blutigsten
Oaseinlumpfer ausgesprochen wird. In
ähnlichem Sinne äußert sich auch die Antwort,
wesche Kaiser Karl direlt an den Heiligen Vater
geiangen ließ.
Deutsch'and und Oesterreich Ungarn haben also
geantwortet. Ei muß nun abgewartet werden,
wa# unser: geinde dem Pa!# auf seine Anrequng
zu sagen haben. Auf unsere fruheren Friedens
Angeboten find ulberhebende Drohungen gefoigt;
Selen#e Auge##e
auf den Beschluß des Neichötages vom 19. Juli
hat man lich in Schweigen gehülm. Was werden
wir jetzt zu hören bekommen? In den jüngsten
Tagen noch vernahmen wir die ichlimmsten Tiraden
in der französischen Kammer. Wird unter den
Schiägen der verbündeten Wafsen, die in Flandern,
an der Düna, am Isonz?, in Mazedonien
eine deutsiche Sxrache eben jetzt wieder reden, die
Einsicht viezleicht sich doch noch recht: eitig einstellen?
die Reiegsponeik der Ealenle.
Die Entente hält die Zeit für gelommen, um
die Mittelmächte durch den Anschein der Unnachgiebigleit
diplomatisch immer weiler zurückzudrängen.
Jetzt genügt ihr der Status auo
nicht merr. Nächstens würde ihr das linle Rheinufer
nicht mei;r genügen, wenn sich ein Narr finden
solite, der es ihr anböte.
Die „Times“ melden aus Wastington: Was
Deutschiand auh tut; fest sicht, daß Wi'son nicht
von dem Wege abweichen wird, den er in allen
seinen Aeup##erungen vorgezeichnet hat. nämlich
nicht an den Frieden i denten. bevor der „Kaisoris
awis“ und die „Preußische Antokrorie“ akaeschafft
sind, entweder durch das deursche Voll
enn oder die bewaffnete Macht der Alliier#ten.
Das Lolländische „Nieuwme Bureau“ meldet
aus Wasington: Lant effixeilen Berichlen wird
der Pa# seinen Friedensvorschlag nicht wiederholen.
Man nimmt jedech an, daß der Krieg noch
weitere wei bis drei Jahre dauern wird, bis
die amerilanischen Kriegsmaßnahmen ihre volle
Wiriung tun werden, und entweder ein aligemeiner
Sieg der Entente oder eine völlige Auflösung
aller Kriegführenden eingetreten ist. Derartige
billige Prorh##eiungen sollen uns bluffen.
Abter wir glauben nicht an den Edelmur der Ame-*—ie
sich wegen der Entente zu verbluten.
Die „Times"“ schreiben: Der Feind sieht ein,
das er auf dem Schlachtfelde nie mehr siegen
lann und daß es ihm jeden Monat schwerer wird,
das Geländc, das er im ersten Vorstoß gewonnen
hat, zu behaurten. Aus Frankreich und Amerila
lommen jetzt klare und wohlüberlegte Erklärungen,
daß man sich dort weigert, irgend einen
schlauen Plan der Wilhelmstrafee, der einen Frieden
auf Grundlage des status quo herbeiführen
möchte, auch nur anzuhören. Es war derade dieser
Halus ano, der den Krieg hervorgerusen hat.
und deosbalb darf man nicht daru zurüägehen.
Oie Bedingungen, welche Painleve als wesentliche
Grundlagen der Krieges be-eichnet, breiben nach
wic vor die eimigen, unter denen der: Vielverband
bereit ist, dem Feinde Frieden: zu gewähren.
Belglen und Eisaß-soksringen.
In Folilischen Kreisen rechnet man damil, daß
der Neichs Slanzler in seiner Reichstagstede am
nächiten D onnerstag auch über die belgisch:
Frage und die verschie denen feindlichen Kriegsziele
sKrrechen wird, und zwar bestimmter und
ausführlicher, uls er selbst und sein Vorgänger
es bisher gew# ! und getan haben.
Hinsichtlich der belgischen Frage ist wohl als
zuverlassig zu betrachten, daß lch die deursche e
gierung auf einen englischen Fühjer hin berei
erllärt hat, i#ren Standpunkt zur Sache zu weren
llarzmegen. Danach deult sie nicht daran, das
lbelgische Gebiet danernd zu behajten, ist vielmehr
bereit. die Unabhängigleit Belgiens wiederherzustellen,
natürlich umer bestimmten Garantien,
namentlich bezüglich der belgischen Nemaalitat.
Niht minder selbstversiändiich ist, daß wir das
besetzte Geliet wie alm: anderen besechren Gebiete
vor dem Friedensschluß nicht herausgeben
werden.
Diese Mitteungen finden auf alldeutscher und
lonservativer Seite hefrigen Widerspruch. Die
„Kreuzzeitung“ befürchtet, daß die Preisgabe
der flandrischen Küste dazu beitragen lann, England
zu weiteren Forderungen zu ermutigen,
wie sich das ja jetzt schon in der englisch en Presse
gezeigt hat. Das Ingeständnis werde uns als
ein Klotz auf dem Wege liegen, wenn wir versuchen
werden, wirkliche Bürgschaften für die
Neutralität Belgiens zu erreichen.
Der. „Vorwärts“ bessl, daß noch einige „Unllarheiten“
binsichi#tich der belgischen Frage bis
eum Toge der Nan-lerrede beseitigt werden würden.
Dann fährt er fori: Verktändig ist der
Standunkt: Wir geben Velgien wieder heraus,
denlen aber gar nicht daran, Elsaß Lothringen
oder ein anttiges Stüt des Reichsgebietes
Leraus: eten. Er ist notwendig. Klarheit nach
beiden Seiten zu schaffen und nach der neuesten
Nede Ribote ist er deppeln notwendig. An die
Auslieferung E'sai; Lottringene, das sall man
in Frankreich wissen, denkt in Demschland lein
Mensch, auch lein Mann der allerlinksten Opposition.
Würde kente beisrielsweill Karl Lieblnecht
Reichskan#ler, so würde er die iranzösische
Forderung nach Elsaß-Leihringen genan ebenso
urudweisen müssen wie Michaelis. Will Fraulteich
— Lotlringen haben, se muß es Deulschland
ersc schi agen. so schlagen, daß jeder Widerstand
geren die Edrderungen des Feindes völlig
aussichtslos erscheint. Die Franzosen sollen sich
nur sellst die Frage teamworten, ob sie das
können.
Dann schreilt der „Vorwärts“ weiter: Hofsentlich
wird Michae#is nicht so unklug sein, zu
sagen, das wir „Garantien für die wirkliche Neutralitäl
Beigiens“ haben müssen. Belgiens Neutralität
war bis zum Ausbruch des Krieges so
gesichert, wie eine Neutralirät nur esichert sein
lann. Eine bessere Sicherung kann nur dadurch
geschaffen werden, daß auf allen Seiten der gute
Wilje geschafsen wird, sie zu respektieren. Wie
das aber gemacht werden sol- verschweigt der
„Vorwärts“.
die 3. Schlacht is Ilandern.
Der englische Bericht.
Der eng: ische Bericht über den Beginn der drit
len Schiacht in Flandern meldet: „Wir griffen
heute morgen auf breiter Frent ön: ich von Mern
an. Es wird ein befriedigender Fortschrint gemeidet;
unsere Trurpen haben bereire wichiige
Stellungen genemmen“. In einem späteren Be
richt heißi es: .. Ein grottr Erseig war unseren
Trurpen beichieden. Es wurden Stollungen von
bedeulender misjitärischer Wichtigkeil gewonnen
und dem Feinoe schmere Ver- uite beigebracht.“
In diesem Tone gebt es dann nrch weiter. Und
wei die Engländer gar nichis Positives melden
tönnen, benden sie ilr eigener Volk mit der Auf.
rallung von Häusern, Gekoften und Dicichten,
die sie as s wichtige Stellungen genonimen haben
woilen. Die „erilen“ und die „letzten Jiele“ wä—
ren erreicht. worden. Und damit doch noch etwas
gesagt wird, heiht es um Schiuß: „Eine ge.
naue Schätzung der Ge efangenenzahl lann noch
nicht gegeben werden. Soweit man weiß, überschreitet=
ie. 20000. Wir erbeuteten auch vier Ge,
schütze“. Diese Dürftigkeit des uletzten Jieles“
lenn in Engzrand wohl schwerlich Ge jallen finden.
Wir ha'ten uns an unsercn V "sericht: Der erste
Tag der driten Flandern. Schlacht ist erfolgreich
lennden und sämtiiche Onsschaften sind in unserer
Hand. Alles ubrige ist. englisches Geilun
ler.
WMgemelnes vom en.
Argentinien auf dem Kriegaspfad.
Die „Centra# Rews“ melden: Der Beschluß
des argentinischen Senats, die Beiehungen zu
DeutschiIand ab-ubrechen, wurde mi 23 gegen
eine Stimme gesaßt.
enschen.
Noman von Frit n ens
a 6##rn.—
Drunten am Hange lag die lleine Stadt
in der vollen Blust ihrer Lbstbnume. Und an
den Spalieren im Warnickichen Garten leuchtete
das zarte Rosa der Pürsichbluten.
in ihm alles wie ehedem.
Lewerenz schausfelte wie sonst die Gartenwege,
und Laulenne Klauken jötete nebenon ein Beet
rü
õ x beiden Alten waren von dem Nachkelses
Warnicks, einem jungeren Mannec, der
Herbsi nach dem Tode seines Voraanger#
in das Glinoower
58/)
MNotariat eingezogen wat
und ein halbes Jahr spater sich verbewatet
hatte, gewissermaßen ais „altes Inventar“
mit übernommen worde
Obwohl sie keinen Geuno zur Klage hatten,
sehnten he die seuheren Verhältnisse mitunter
doch zuruck 15 ipr achen bejonders haufig von
Frau Negin
Auch bene verhandelten sie dies Thema.
„Der Salat ul mieder viel zu dicht gesät“,
meinte Susanne. „Jh habe das unserem
neuen Herru schen in hern Jahre gelogt,
aber er weiß alles bosser.
„Warmn solle er chli “entgegnete Le.
werenz, von seinem Schausfeln ablassend. „Cr
F#uaie n ein Junger und die Jugend weiß immer
alles 126#
4 iös. ebenso mie jeine Frau. Susanne.
das macht man heute nicht mehr so, sondern
Und: „Du verstebst das nicht, sieh mal,
ich werde es dir zeigen." Dergleichen bekomme
ich alle Tage zu hören Und ich hab'e doch
–.
mun shon an
und W alte Frau war immer zutrieden
mit mir.“
„Ja, unsere alle Herrin!“ seufzte Lewerenz.
Nun ließ auch Susanne ihre Hände ruhen.
Die beiden Alten starrten nachdenklich und verloren
auf den sonnenflimmernden Gartenweg.
Die Klaulen schüttelte dann zuerit alle
wehmutigen Gedanken ab und zupfte eifriger
als zuvor die Nesseln und das Kreuzkraut aus
dem u dicht gesaten“ Salat. „Na, lassen
Sie nur, Lewerenz.“ meinte sie nach einer Weile.
„wir werden unsere paar Jabre schon noch
schaffen. Und sollten wir vor der Zeit absolut
meht mehr zu gebrauchen sein, dann haben
wir ja einige viotgroschen jür den Rest.“
Lewerenz pilichtete Uhr bei. ind dann
arbeiteten lie eine Zeitlang schweigen
.Freuen tun's mich.,“ hun lns. schließ.
lich wieder an. „daß uns Jrau Warnick
nicht vergißt. Und wenn ein Miei von ihr
aus Thüringen kommt, ist's für mich iedes.
mal ein Jubeltag. Und immer schreibt sie:
„Vergiß das Grab nicht, Susanne, pflege es
und pflanze neue Biumen, wenn die alten
verdorrt sind“ ßz wird's einmal nach une
tun, Lewerenz 2n%
„Wir sind nicht die einzigen auf der
Welt, Klauten, ni schließlich zerfallen alle
über
„Un d in neues Geschlecht geht achtlos
darüber
„Bis auch das nicht mehr ist.“
, „Lewerens. Und wir beide werden's
nicht än
vrd ner Also wollen wir uns nicht dle
göpse darüber zerbrechen, daß es so
Wissen Sie übrigens schon, dah die Möriene
— .
die viergig Jahre verstanden,
Sonntag, 23. September 7912
ve: siamys zut Ve.
Ein japanischer Panzerkreuzer
ge sunken.
Wie die Peiersburger Teiegraphenagenturmms
Tolio meldet, ist der japanische Panjerlrenzer
„Otowa“ gesunken. Das Schiff faßte über 30000
Jonmen und hatte 310 Mann Besatzung an
Nord.
Die Vorgäuge in Noßlond.
.„Inden Armen liegensich beide“.
Havas meldet aus Peiersburg: Kerensli er
llärte, Kornitew labe aus rein patrio#ischen Ve
neggründen gel andelt und daß die Regierung
den gegen Kernilew unternommenen gerichtlichen
Mas-rahmen leine Folge geben wird. Man rech
net sogar mit der Möglichleit einer Auesöhnung
zwischen Kornilew und Kereusli.
Malien.
Dic italienischen Blulopfer.
Nach dem vom österreichisch- ungarischen (de
neralstab veröffenelich,en abschliesenden Bericht
über den Verlauf der 11. Isenzoschlacht i#llen
sich die Zissern noch wesentlich boher dar, auls
bisher angenommen wurde. Danach wurden
nämlich italien: scherseit 43 Drvisonen auf laum
ebensoviel Kilometer in der 11. Isonzoschlach.
eingesetzt. Auch betragen die italienise chen Ber
luste nach dem gleichen öslerreichisch-un ri
Vericht nach Kenphre, Berechnungg (20 00%
fangene mitge; zäh:t 230 000 Man,
Die Gärung in Ita
Nul, snNu Beisriel keginnt —858 der Alpen
zuu wirien. Die Nachrichten. die seit den Tagen
der Grenssperre zu uns her wrüberdringen, deuten
auf beginnenden Wirrwar. Das Voll wiil leinen
Winterfeldzug melr, jetzt, wo das lüägliche Er
gebnis der 11. Isonzoô#Schlacht die Unmöglickleit
des Hauptrurchbruchs ge: eigt hat. Neutra
liiten und Sozialisten sordern heftig die Einberusung
der Kammer. So#ialitische Rundschreiben,
die der „Porclo d'’ Italia“ veroffentsicht. for
dern die Genossen auf, durch'uhalten. Die Entscheidungsstunde
sei nabe. Die Lofung. sei: Kei
nen Winter meler im Schützengraben! In Süditalien
werden die Vauern ausgefordert. die
Landarbeit. vor aliem die Auesaaten, einm
schränken, um durch Nal, rungemitielmangert im
Lande das Ende der Krieges herbeimführen.
Nach einer weileren Meldung entfanen dire rör
mischen Sorialisten ungeu b. iche Tätigleit. deren
Grund unverkennbar. - „Berner Tag
blam“ meidet aus Mailand: Private Todesangeigen
für gesalzene OÖsfizierc lassen de utlich er.
lennen, day sie. Opfer der Unterdrück ung der
sogen. Turiner Bretrevolunion wurden. Es wur
den dabei Mailänder Bataillone verwendek.
De deutschen Soakkaftn and die
Kiiegsanleihe.
In der Bewegung der Einlagen bei den deut
schen Sparkassen spiegeln sich die wirtschafnichen
A#rhällnisse der breiten Schichien der Bevol
lerung. Ueber diese Beuegung werden wir LorlO
laufend unterrichtet durch die Monais#l# atisuten,
welche in dem Amtsbalt des deulschen Sparkassenverbandes,
der „Sparkasse“, erscheinen.
In diesen Monatsitauii ulen zeigt sich nun,
weiche gewaltigen Beträge den Sartassen, brsonders
seit Kriegebeging.. Mna für Mona
zuflieten. Man hat auch feit zeie Il. daß der stei
gende Zuwachs an Witen en seinen Uriprung
nicht nur im vermehrten Zusiun von Ein agen,
ledem in der Abnahme der Rülzahlungen hal.
azu kommt, daf, die Zahl der Sparbücher —
Ver
tAMA des Krieges eine ganz gewai: rige
E — — — —
Nasten vom Doitor drüben in Begdorf gestern
gestorben ist?
„Nein!“ Susanne sabe erschrocken auf und
legte die Hände in den Schoß-„Und
sie war ert Schoh, über sechzig.
Das treue Wurm! Nun wird's dem Doltor
ganz und gar einsam sein. Die Nottraut fort
und die Marlene tot.“
Lewerenz nickte gemessen und nachdenksch
„Schlleßlich bleibt er nun auch nicht D
dorf, sondern geht. . wie heil
doch g d% sakr rische 2
München?, behinse Susanne. „Zu
den -nrbeer meinen Sie? Warum nicht!
Der Frau Rottraut dürfte es schon recht sein,
und dem Maler auch. Und die beidees Buben
werden mit solchem Großvater schon was
Rechtes anzufangen wissen. muß ein rechtes
Glück in München sein. Damals,
im Seh als ich nach Bebder zum Doktor
war mit meiner bösen Hand, Sie wissen noch,
Lewerenz, erzöhlte mir die Marlene viel von
den Malerleuten, wie sie im vorigen Sommer
auf ein paar Tage zum Besuch gewesen wären.
Denn viel Zeit hat solch Maler nicht, wie der
einer ist, den die Rottraut zum Mann bat.
Der muß immerzu malen, und seine Bilder
gehen für ein fündhaft bohes Geld weg wie
die wormen Semmeln. Marlene melnte, der
Maler sei ein ganz berühmter, relcher Mann.
Na, das Geld und Her Ruhm machen das Glück
in einer Ehe auch nicht. Aber die beiden,
der Maler und 3. Rottraut, würden auch
ohne Relchtum glücklich sein; denn sie haben
die Liebe im Herzen. Die Marlene erzählte,
als der Maler wieder fort mußte, hätte er seiner
Frau desagn. sie solle noch bleiben, auch der
Häüätte agequält. Aber da war la an eln
Bleiven gar niä zu oenten. IZumer mit ihm
sort nach Munchen. Wo ihr Mann sei, da
müsse sie auch sein, hat sie nur auf alles. Iureden
neamwortet. Und da sind sie dann nit
ihren beiden Zuben schon am dritten Tage
wie der hn kbdamptt. ebrigens heiszt einer von
den u: en tleinen Kerls Wolsgang.=un
and nach ihrem langen Pericht,
renz miut auf den Schauselstiel gerden
schweigend zugehort hatte, von
rbeet auf, denn sie war mit dem
Jäten in, klopfte den Sand von ihrer
Schürze und dachte nun plönlich wieder an den
Ausgang= runtt ihrer Erzählung.
„Ach ja, nun ist die Marlene auch tot“,
sagte * wehmütig und bliäte mit traurigen
Augen in die sonnenschimmernde Ferne. „Deute
abend will ich einen Kranz binden. Und morgen
werde ich zum Begräbnie gehen.“
ewerenz war mit seinen Gedonten noch
bei dem Schluß ihrer Erzä
Wolfgang heißt einer, An Sie Wo
mag denn unser Wollgang, sein?
wer weiß d In ihrem letzten
Prief ##neb Grus buache, die letzte Nachricht
hätte sie von ihm aus BParis erhalten. Das
liegt meit da hinten in Krantreich. Wissen Sie?“
„Ne und ol!“" entgeanele Lewerenz und
demtun
Ihren
reckte ich hoch auf. „Wir Baben's ja #anno 70
und 71 ##nit belagern hbeisen. Und weit da
hinzen stimmt nicht. Muten win liegt's, an
ei Sceinen“
Fortsetzung folgt.