(No. 644.) Allerhochste Kabinetsorder vom 9ten März 18321., betreffend den festzusetzenden
Schluß-Termin zur Rralistrung der noch nicht ausgelooscten Staatsschulden-Zinsscheine.
U. die Aufforderungen der Hauptverwaltung der Staatsschulden an die unbekannten
Inhaber der, für rückständig gebliebene Zinsen, in Gemäßheit der Verordnung
über die Finanzen des Staats vom 27 sten Okrober 1810. (Gesetzsammlung
1810. Seite 29. No. 3.) und nach den anderweiten Anweisungen der
damaligen Finanzbehörden, ausgegebenen in den Jahren 1814. und 1810. zahlbar
gewesenen Jinsscheine, zur Einldsung der in den bereits Statt gehabten
23 Verloosungenischen qusgelooseten, sowohl als der im Glücksrade zurückgebliebenen,
und keiner weiteren Verloosung unterworfenen Scheine jener Art,
gegen den in denselben vorgeschriebenen Betrag in baarem Gelde, zur völligen
Würksamkeit, und auch diesen Theil der Staatsschuld zum Abschluß zu bringen:
so will Ich es, auf den Antrag der Hauptverwaltung der Staatsschulden, genehmigen,
daß dieselbe einen Termin bestimmt, mit dessen Ablaufe alle Ansprüche
aus den oben genannten Zinsscheinen ohne Ausnahme erlöschen. Dieser Termin
muß indessen wenigstens auf drei-Wonate hinausgesetzt, und durch die
Amtsblätter der Regierungen gehörig bekannt gemacht werden.
Berlin, den oten März 1821.
Friedrich Wilhelm.
An
die Hauptverwaltung der Staatsschulden.