5. Der innere Ausbau. 31
Lebensende. Nach dem Vorbilde anderer evangelischer Landesfürsten betrachtete
sich der Kurfürst als obersten Bischof der evangelischen Kirche seines Landes.
Als solcher erließ er im folgenden Jahre eine neue Kirchenordnung, die
unter Luthers und Melanchthons Beirat ausgearbeitet und von den Ständen
gebilligt war. Dann ordnete er eine Kirchenvisitation an, ernannte einen
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Joachim II. empfängt das heilige Abendmahl in beiderlei Gestalt.
(Relief von Eucke am Denkmal Joachims II. in Spandau.)
Generalsuperintendenten für die Mark und setzte ein Konsistorium ein. Da den
Evangelischen an einer Verbreitung religiöser Erkenntnis unter dem Volke
gelegen sein mußte, so hatte die Einführung der Reformation auch eine Vermehrung
und Hebung der Schulen im Gefolge. Das Vermögen der Klöster
und Stifter wurde meistens von dem Landesherrn eingezogen und zum Teil
zur Unterstützung der Kirchen und Schulen verwandt. Auch im Erzstifte
Magdeburg, wo nach dem Tode des Erzbischofs Albrecht zwei Söhne