5. Der innere Ausbau. 33
wegen des zu zahlenden Schutzgeldes wieder in das Land aufgenommen; einer
derselben, Lippold, der besonders findig war, des Kurfürsten Einnahmen
zu vermehren, erlangte sogar die Würde eines kurfürstlichen Münzmeisters
und wurde in wenigen Jahren aus einem armen ein steinreicher Mann. In
der Mark herrschte überall Wohlstand, wovon die vielen Verordnungen des
Kurfürsten gegen den Luxus zeugen. Namentlich blühten damals die Gewerbe.
In Stendal allein gab es 800 Tuchmachermeister; auch Eisenwerke, Kupferhämmer
und Papiermühlen fehlten der Mark nicht mehr.
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Ende des Jahres 1570 empfing Joachim die Nachricht von der schweren
Erkrankung seines Bruders Johann. Von diesem Augenblicke an war der sonst
so lebensfrohe Fürst wie umgewandelt; er beschäftigte sich nur noch mit den
Gedanken an Gott, Tod und Ewigkeit und starb schon am 3. Januar 1571
im Schlosse Köpenick noch vor seinem Bruder, der ihm nach elf Tagen folgte.
Da dieser keinen Sohn hinterließ, so wurden die Marken wieder vereinigt
und sind seitdem nicht wieder getrennt worden.
Durch ein seltsames Ereignis wurde 1540 das Ende des Fehdewesens bezeichnet,
seltsam deswegen, weil der Landfriedensbrecher nicht ein Fürst oder Ritter, sondern
ein Kaufmann war. Weil der Kaufmann Kohlhase in Berlin von einem sächsischen
Hoffmeyer, Unser Preußen. 3