W 1179 20
sind ziemlich gut bis gut, stellenweise ist jedoch
Regen nötig.
Punjab (8 v. H.). Das Baumwollareal
wird in den britischen Distrikten auf 1 258 000
Aecres geschätzt gegen 1 318 000 Acres nach der
endgültigen Schätzung im Vorjahre. In den
Eingeborenenstaaten betrug die mit Baumwolle
bestellte Fläche 118 000 Acres gegen 156 000
Acres nach der Schlußschätzung im Vorzjahre.
Stellenweise wird Schaden durch zu ausgiebigen
Regen gemeldet, dagegen liegen bis jetzt keine
Nachrichten über Insektenschaden vor.
Für die Vereinigten Provinzen (6,2 v. H.)
wird keine Veränderung gegen den Schähungs-
bericht im August gemeldet, nach welchem die
Baumwollfläche 1 565 000 Acres beträgt gegen
1 443 000 Aecres nach dem Schlußbericht im Vor-
jahre. Der Regenfall im August war heftig und
andauernd und richtete stellenweise Schaden an.
Im allgemeinen ist aber die Saison für die
Baumwollpflanzen günstig verlaufen.
Sind (1 v. H.). Die bis zum 1. Oktober
mit Baumwolle bestellte Fläche beträgt 275 000
Acres gegen 218 000 Acres im Vorjahre; sie
hat wegen der guten Bewässerung um 26 v. H.
zugenommen. Der Stand der Baumwolle wird
als ziemlich gut gemeldet.
Burma (0,9 v. H.). Das Baumwollareal
wird auf 193 000 Acres geschätzt gegen 198 000
Acres im Vorjahre, es hat also 2,5 v. H. abge-
nommen. Der Saatenstand ist gut.
In Bengalen (0,4 v. H.) wird die gesamte
mit früher und später Baumwolle bestellte Fläche
auf 62 000 Acres geschätzt gegen 65 000 Acres
im Vorjahre, woraus sich eine Abnahme von
4,6 v. H. ergibt. Die späte Aussaat hat indes
in einigen Bezirken noch nicht begonnen. Der
Stand der Ernte wird im allgemeinen als ziem-
lich gut bezeichnet.
Ostbengalen und Assam (0,3 v. H.) weisen
80 000 Acres gegen 78 000 Acres nach der
Schlußschätzung im Vorjahre auf. Die Witterungs-
verhältnisse waren dem Wachstum der Pflanzen
im allgemeinen sehr günstig. Ein gutes Ergebnis
wird in den hügligen Teilen von Chittagong
erwartet.
In der nordwestlichen Grenzprovinz
(0,2 v. H.) hat sich keine Anderung gegen den
Augustbericht ergeben — 42 000 Acres gegen
48 000 Acres im Vorjahre. Die Aussichten sind
im allgemeinen gut und man erwartet im ganzen
einen Durchschnittsertrag.
Für Aimer-Merwara (0,2 v. H.) wird das
Baumwollareal auf 40 000 Acres geschätzt gegen
39 000 Acres im Vorjahre; es hat hier also um
2,6 v. H. zugenommen. Die Ernteaussichten sind
wegen der heftigen Regenfälle nur genügend.
Hyderabad (13,9 v. H.) hat eine Fläche von
2 649 000 Acres aufzuweisen (darunter 2 211.000
Acres mit Frühsaat) gegen 2 971 000 Acres im
Vorjahre; der Baumwollanbau ist hier also um
11 v. H. zurückgegangen. Die gegenwärtigen
Aussichten werden im allgemeinen als zufrieden-
stellend bezeichnet.
Zentralindien (4,4 v. H.). Die Berichte
waren noch nicht aus allen Staaten eingegangen,
und es mußte für die gegenwärtige Schätzung
auf den Augustbericht zurückgegriffen werden, der
1 001 000 Acres gegen 1 002 000 Acres im
Vorjahr, also einen Rückgang um 0,1 v. H. meldet.
Die Baumwolle hat unter der Dürre sehr gelitten.
Aus Rajputana (2,1 v. H.) sind die Berichte
gleichfalls nicht vollständig eingegangen, nach der
Augustschätzung waren 498 000 Acres gegen
421 000 Acres, d. h. 18 v. H. mehr, im Vor-
jahre bestellt. Die Ernte hat in den meisten
Distrikten sehr unter den heftigen Regenfällen ge-
litten, doch werden die gegenwärtigen Aussichten
als ziemlich gut bis gut bezeichnet.
In Mysore (0,4 v. H.) sind 39 000 Acres
gegen 45 000 Acres im Vorjahre mit Baumwolle
bestellt. Stellenweise litten die Baumwollfelder
unter Regenmangel.
Rußlands Baumwollanbau und -einfuhr 1907.
Die Baumwollernte in Zentralasien und im
Kaukasus ergab 1907 ein weit geringeres Resultat
als erwartet worden war. Durch sehr ungünstige
Witterungsverhältnisse vor und während der Pflücke
ist viel Baumwolle auf den Feldern verdorben
und auch die Qualität stark beeinträchtigt worden.
Regen und Schnee haben die Farbe und Reinheit
ungünstig beeinflußt. Die vielfach in nassem Zu-
stande zugeführte Baumwolle erlitt beim Reinigen
auf den Gins weitere Einbuße an Stapel und
Aussehen, zumal die Gins die Samen und kleine
Blätter nur schwer aus nasser Baumwolle ent-
fernen, zur Erleichterung dieser Arbeit reichlich
mit Petroleum geschmiert werden mußten. Diesen
Umständen entsprechend war das Ergebnis an
guter Kettenware, sogen. erster Sorte, recht gering;
minderwertige Ware aber hat ein sehr beschränktes
Absatzgebiet und ist daher ungleich schwer unter-
zubringen.
Das Ergebnis an Flocke war:
in Russisch-Zentralasien etda 5.750 000 Pud,
*Transkaukassen 300 000 =
F#ammen— . 6 550 000 Pud.