Full text : Deutsches Kolonialblatt. XXVII. Jahrgang, 1916. (27)

G  56  20

Davon  gingen  nach:  kg.  Wert:  8
den  Vereinigten  Staaten

von  L  795  107  194  079

Frankreich  58  168  14653

(Bericht  des  Kaiserl.  Konsulats!  in  San  Domingo.)

Kautschuhousfuhr  aus  Brasilien,  insbesondere
aus  dem  Staate  Bahla.

Der  Staat  Bahia  ist  durch  die  Kautschukkrisis,
die  einzelne  Staaten  Brasiliens,  insbesondere  Pará#
und  Amazonas,  schwer  in  Mitleidenschaft  zog,  nur
wenig  berührt  worden.

Zwar  sank  seine  Ausfuhr  an  Kautschuk  von  1511
im  Jahre  1910  bis  aus  420t  im  Jahre  1914,  auch
fiel  der  Preis  in  diesen  Jahren  von  9  #8  768  Réis  für
1  kg  bis  auf  3  5  886  Réis  und  auf  3  3  650  Reis  im
Juni  1914,  und  ebenso  verringerten  sich  die  Staatseinnahmen
  an  Ausfuhrzöllen  auf  etwa  ein  Zehntel,
trotzdem  aber  haben  sich  die  Gesamteinnahmen  des
Staates  Bahia  auf  berselben  Höhe  halten  können,  weil
andere  Erzeugnisse  Ersatz  boten.  Die  nachstehende
Tabelle  zeigt  die  Einnahmen  des  Staates  Bahia  an
Ausfuhrzöllen  für  Kautschuk  und  die  gesamten  Einnahmen
  an  Ausfuhrzöllen:

 

 

Aussuhrzölle  Gesamtausfuhrdahr
  far  Kautjchut  toue
Roͤls  Rols
1910  753  10040  9  048  9078904
1911  512  4118199  9  886  783#349
1912  585  847  8259  10  416  8528962
1913  116  692#  178  10  081  7488603
1914  73541  #598  9  691  7279785

Interessant  ist  die  Verschiebung,  die  der  Krieg

in  der  Kautschukausfuhr  aus  Brasilien  nach

en  europäischen  Ländern  gezeitigt  hat.  Die

folgende  Tabelle  zeigt,  zu  welchen  Beträgen  (in  Contos

Gold)  die  einzelnen  Einfuhrländer  brasilianischen  Kaut-Hü

  im  ersten  Halbjahr  des  verflossenen  Jahres
en:

1.  Halblahr  1.  Halblahr
191.  9.

15

Deutschla  36071  202

Zuertei  Ien  7  775  —
Dänem  .  516  1728
bemr;  12  924  20  595
.  337  2878
1821  16  839
4000  10  000
21  875  24  064
39259  32  795
2  679  1720

 

GBericht  des  Paiserl.  Konsulats  in  Bahia.)

im–

BVeran##wortlicher  Redakteur  für  den  nlchtamtlichen  Teil:

Oskar  Biesenthal,  Berlin.

Verlag  und  Druck  der  Königlichen  Hofbuchhandlung  und  Hofbuchdruckerei  von  E.  S.  Mittler  &  Sohn,  Berlin  SW/68,  Kochstr.  68—1