Full text : Deutsches Kolonialblatt. XXVII. Jahrgang, 1916. (27)

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L’Etat  lndépendant  du  Congo  et  la
France.  1885—1892.

Les  territoires  de  PEtat  Indépendant  du
Congo  et  les  possessions  coloniales  de  la
France  se  touchent  sur  une  immense  étendue.

Les  premiers  efforts  qu'’accomplit  I’Association
  Internationale  Africaine  fondée  en  1876
par  Sa  Majesté  le  Roi  des  Belges,  afin  d’ouvrir
à  la  eivilisation  les  régions  centrales  du  continent
  noir,  furent  suivis  bientot  de  tentations
analogues  d’explorateurs  français.

Ainsi,  dans  lorigine,  le  contact  des  intérets
et  la  communauté  du  but  poursuivi,  plus  tard,
le  contact  des  souverainetés  établirent  entre
la  France  et  I'Asscciation  Internationale  Grigeée,
aprèds  la  Conférence  de  Berlin  en  Etat  Indébendant,
  des  rélations  nécessaires  et  fréquentes.

A  diverses  reprises,  cependant,  des  difficultés
  se  présenterent.

L’Etat  Indépendant  au  cours  des  discussions
  dufelles  susciterent,  s'’appliqua  constamment
  à  ne  blesser  en  rien  les  susceptibilitécs
  de  sa  puissante  voisine,  et  il  apporta
dans  les  négociations  auxquelles  on  se  livra
un  esprit  de  concorde,  de  modération  et  de
bonne  amitié  dui  ne  fut  malheureusement
pas  apprécié  en  France  comme  il  le  méritait
et  dont  il  n’'a  pas  recueilli  le  prix.

L’histoire  de  ces  conflits  depuis  leurs  débuts
  jusqu'au  moment  actuel  suffit  à  démontrer,
  sans  du’'’il  soit  besoin  de  commentaires,
que  I’Etat  Indépendant  n’'a  à  se  reprocher  ni
Prétentions  offensantes  ni  manque  de  courtoisie,
  et  due,  bien  au  contraire,  ses  dispositions
  conciliantes,  souvent  méconnues,  I’ont
entrainé  à  des  sacrifices  qdui  sont  restés  pour
lui  sans  compensation.

Lors  de  la  création  de  I’Association  Internationale,
  un  savant  français,  Mr.  de  Quatrefages
  fut  appelc  à  siéger  au  comité  exécutif
composé  de  trois  membres  seulement.  Quand
I'Association  Internationale  commenca  ses
pérations  sur  la  cote  orientale,  c'’est  à  une
maison  francaise,  la  maison  Roux  de  Fraissinet
et  Cie.  du’elle  confia  la  gestion  de  ses  intérets
à  Zanzibar.  Ses  agents  preteèrent  aux  voyageurs
  et  aux  missionnaires  français  un  ekfficace
concours,  matériel  et  moral,  dui  les  sauva
parfois  des  plus  graves  périls.  Gräce  à  eux
les  missionnaires  français  réussirent  à  se  fixer
dans  I’'Ounyaniémbé  en  dépit  de  hostilité  des
Chefs  arabes  et  indigènes;  enfin  c'est  aus

Ülbersetzung.
Der  Unabhängige  Kongostaat  und  Frankreich
  1885  bis  1892.
Die  Gebiete  des  Unabhängigen  Kongostaates

und  der  französischen  Kolonialbesitzungen  berühren

sich  auf  einer  bedeutenden  Ausdehnung.

Auf  die  ersten  Anstrengungen,  welche  die  1876

von  Seiner  Majestät  dem  König  der  Belgier  gegründete
  Internationale  Afrikanische  Gesellschaft
machte,  um  die  Gegenden  im  Mittelpunkt  des
schwarzen  Erdteils  der  Zivilisation  zu  öffnen,
waren  bald  ähnliche  Versuche  französischer  Forscher
gefolgt.
So  bildeten  sich  zwischen  Frankreich  und  der
Internationalen  Gesellschaft,  welche  nach  der
Berliner  Konferenz  zum  Unabhängigen  Staat  erhoben
  wurde,  ursprünglich  durch  die  sich  berührenden
  Interessen  und  den  gemeinsam  verfolgten
  Zweck,  später  durch  die  Berührung  der
Hoheitsgebiete  notwendige  und  häufige  Beziehungen.


Es  stellten  sich  indessen  zu  wiederholten  Malen
Schwierigkeiten  ein.

Im  Laufe  der  Erörterungen,  welche  diese  hervorriefen,
  bemühte  sich  der  Unabhängige  Staat
fortwährend,  in  keiner  Weise  die  Empfindlichkeit
seiner  mächtigen  Nachbarin  zu  verletzen,  und  er
zeigte  bei  den  geführten  Verhandlungen  einen
Geist  der  Eintracht,  der  Mäßigung  und  der  guten
Freundschaft,  welcher  unglücklicherweise  in  Frankreich
  nicht  so  geschätzt  wurde,  wie  er  es  verdiente
und  für  den  er  nicht  belohnt  wurde.

Die  Geschichte  dieser  Zwiste  seit  dem  Beginn
derselben  bis  zum  gegenwärtigen  Augenblicke  genügt,
  ohne  weiterer  Erläuterungen  zu  bedürfen,
zum  Beweis,  daß  der  Unabhängige  Staat  sich
weder  beleidigende  Anmaßungen  noch  Mangel  an
Höflichkeit  vorzuwerfen  hat,  sondern  daß  ihn  seine
oft  verkannten,  versöhnlichen  Maßnahmen  ganz
im  Gegenteil  zu  Opfern  veranlaßt  haben,  welche
ohne  Ersatz  für  ihn  geblieben  sind.

Bei  der  Gründung  der  Internationalen  Gesellschaft
  wurde  ein  französischer  Gelehrter,  de  Quatrefages,
  in  das  Comité  exéentif  berufen,  welches
nur  aus  drei  Mitgliedern  bestand.  Als  die  Gesellschaft
  ihr  Werk  an  der  Ostküste  begann,  vertraute
sie  einer  französischen  Firma,  nämlich  der  Firma
Roux  de  Fraissinet  &  Compagnie,  die  Wahrnehmung
  ihrer  Interessen  in  Zanzibar  an.  Ihre
Agenten  boten  den  französischen  Reisenden  und
Missionaren  eine  wirkungsvolle  materielle  und
moralische  Unterstützung,  welche  sie  manchmal  aus
den  schlimmsten  Gefahren  errettete.  Ihnen  ist  es
zu  danken,  daß  es  den  französischen  Missionaren
gelang,  trotz  der  Feindseligkeit  der  arabischen
und  der  eingeborenen  Häuptlinge  in  Unianiembe