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verein und die Frauenvereine vom Roten Kreuz in Württemberg
und Bayern. Alle diese Frauenvereine haben die Hebung der ländlichen
Krankenpflege zum Gegenstand ihrer dringendsten Wohl.
fahrtsarbeit gemacht und sich um die energische Gründung und
Unterstützung von Krankenpflegestationen in allen zum Bezirk
ihrer Zweigvereine gehörenden Landgemeinden große Verdieufte
erworben. Der Vaterländische Frauenverein zählte im Jahre 1905
521 Krankenpflegestatiouen in seinen ländlichen Zweigvereinen,
für die er in demfelben Jahre 494579 Mk. an Zuschüffen verwendete.
Der Badische Frauenverein unterhielt im Jahre 1905
160 ländliche Krankenpflegestationen mit einem Kostenauswand
von 122 331 Mk. Der Bayrische Frauenverein vom Roten Kreuz
förderte und unterhielt Krankenpflegestationen in 273 Zweigvereinen
mit dazu gehörenden kleinen Landorten: in entsprechender
Weife sind je nach ihrer Ausdehnung die andern Frauenvereintätig.
Unter den koufessionellen Frauenvereinen nimmt die
„Frauenhilse“ wegen ihrer ersolgreichen Tätigkeit auf dem Gebiet
ländlicher Krankenpflege die erste Stelle ein. — Bei der Errichtung
einer Krankenpflegestation, besonders in unbemittelten
Landgemeinden, kann es nicht genug empfohlen werden, die Verbindung
und den Anschluß an den nächsten Zweigverein eines der
oben genaunten Frauenvereine zu suchen, da die zweckentfprechende
Orgauifation der Frauenvereinc den größtmöglichen Erfolg in der
beabsichtigten Wohlsahrtsarbeit verspricht, außerdem aber den von
den Frauenvereinen geleiteten Krankenpflegestationen die Zu.
wendungen und Unterstützungen von öffentlichen Kassen, von Behörden
und Regierungen ohne Schwierigkeiten bereitwillig und
reichlich zufließen. Der Vaterländische Frauenverein hat Muster
zu Verträgen mit Versicherungsanstalten. Berufsgenoffenschaften
und Krankenkassen entworfen zur Beteiligung an der Aufbringung
der Koften von Landkrankenpflege. Durch Verfügung des
vreußischen Minifters des Innern im Jahre 1898 sind alle Land.
räte auf seine Bestrebungen hingewiefen. Seine Verbandsvorstände
sowie der Hauptverein in Berlin bewilligen allen Zweigvereinen
einmalige oder laufende Beihilsen für Errichtung und
Unterhaltung von Pflegestationen in verschiedener Höhe je nach
den Bedürsnissen, der Anzahl von Schwestern und kleineren Landorten,
die von einem Zweigverein versorgt werden. Die jährlichen
Veihilsen für die Iweicberrine 1 betragen nach dem Jahrecsbericht
von 1905 von 150, 200, 300, 600 bis 900 und 1000 Mi. — Der
Deutsche Frauenvetein für die Ostmarken unterhält und unterstützt
die Krankenpflege im Beaitt feiner Nveicbvereine hauptsächlich für
die unbemittelte deutsche Landbevölkerung, vor
allem übernimmt der Verein die kostenlose klinische Behandlung
fkrosulöfer dentscher Kinder in Kinderheilftätten. — Die „Frauenhilfe“
des Evangelisch kirchlichen Hilfsvereins gibt von ihrem
Hauptsitz, dem „Engeren Ausschuß des Evangelisch kirchlichen
Hilfsvereins“ in Potsdam aus Beihilfen für alle Krankenpflege-