Nr. 11. 1914. 91
18. Der Wahlleiter verkünndet den Ablauf der für die Wahl jeder Gruppe sest-Geten
Zeit. Danach sind nur noch Personen zur Wahl zuzulassen, die bereits im
ahlraum anwesend sind. „
Sodann wird die Wahl geschlossen und auf den Listen durch den Wahlleiter oder
den von ihm dazu bestimmten Beamten durch Unterschrift bescheinigt, daß sich niemand
weiter zur Ausübung des Wahlrechts gemeldet hat.
19. Hierauf sind die Umschläge aus den beiden Wahlurnen zu entnehmen und
getrennt zu zählen. Ergibt sich hierbei eine Abweichung von der in den Listen festgestellten
Zahl der zur Abgabe ihrer Stimme Zugelassenen, so ist dies nebst dem zur Aufklärung
Dienlichen in der Niederschrift (Nr. 20) zu vermerken.
Die Umschläge dürfen nicht geöffnet werden.
20. Uber die Wahlhandlung ist eine Niederschrift zu fertigen, welche Zeit und Ort
der Wahlhandlung, die Gesamtzahl der Wähler, die abgestimmt haben, ferner die bei der
Wahl sich etwa ergebenden Beanstandungen, die Entscheidungen über die Zulassung zur
Wahl sowie alle sonstigen Vorfälle enthält, die für die Gültigkeit der Wahl in Betracht
kommen. Die Niederschrift ist vam Wahlleiter und dem nach dessen Ermessen zuzuziehenden
Schriftführer zu unterschreiben. «-21.
Hierauf sowie nach dem etwaigen Eingang der bei anderen Versicherungsämtern
und den Ortsobrigkeiten nach Nr. 16 Abs. 2 abgegebenen Stimmen, beruft
der Wahlleiter zur Feststellung des Wahlergebnisses je einen im Bezirke des Versicherungsamts
wohnenden Arbeitgeber und Versicherten zu Beisitzern. Den Beisitzern
werden vom Versicherungsamt die Bezüge der Versicherungsvertreter (§ 54) gewährt.
Der Wahlleiter verpflichtet die Beisitzer durch Handschlag auf gewissenhafte Erfüllung
ihrer Obliegenheiten.
Der Wahlleiter und die Beisiper bilden den Wahlvorstand. Die Wahlberechtigten
dürfen der Feststellung des Wahlergebnisses beiwohnen.
*22. Der Wahlvorstand öffnet die Wahlumschläge, nimmt die Stimmzettel heraus.
und vermerkt auf ihnen die je auf ihrem Umschlag angegebene Stimmenzahl. Sodann
prlift er die Gültigkeit der Stimmzettel und stellt die Zahl der abgegebenen gültigen
Stimmen und die Zahl der für jede Vorschlagsliste abgegebenen gültigen Stimmen fest.
n Airter gültige Stimmzettel zählt soviel Stimmen, als auf dem Wahlumschlage vermerkt
sind.
Stimmzettel, die den Vorschriften der Nr. 16 Abs. 1, 2 Satz 4 ff. und 3 und der
Nr. 17 Abf. 3 nicht entsprechen oder ein Merkmal haben, welches die Absicht einer Kennzeichnung
wahrscheinlich macht, sind ungültig. Ungültig ist ferner ein Stimmzettel,
wenn sein Inhalt zweifelhaft ist. Befinden sich in einem Umschlage mehrere Stimmzettel,
so werden sie, wenn sie vollständig übereinstimmen, nur als ein Stimmzettel
gezählt, andernfalls sind sie ungültig. ·
23. Die Versicherungsvertreter werden unter die Vorschlagslisten nach dem Verhältnis
der Zahl der ihnen zugefallenen Stimmen (Nr. 22) verteilt, und zwar in der
Reihenfolge der der Größe nach geordneten Höchstzahlen, die sich bei der folgenden .
Rechnung ergeben, für die in Anlage II als Muster ein Beispiel beigefügt ist.
Die den einzelnen Vorschlagslisten zugefallenen Stimmenzahlen sind in einer
Reihe nebeneinander zu stellen und alle durch 1, 2, 3, 4 usw. zu teilen. Die ermittelten
Teilzahlen sind nacheinander reihenweise unter den Zahlen der ersten Reihe aufzuführen.
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