Contents : Gesetzsammlung für das Königreich Sachsen vom Jahre 1828. (11)

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und  auf  eigene  Kosten  zu  sorgen,  und  dabei  nur  auf  den  erforderlichen  Küchenraum  und  auf  das  nöehige
Kochgeschirr  Anspruch  zu  machen.  6
6.  -

Uiber  die  Verpflegung  der  Mannschafe  enthälre  der  F.  1  46  ersten  Theils,  unter  a  und  b,  die  ge—
nauesten  Bestimmungen.  Hiernach  erhaͤlt  der  Soldat  am  Tage  des  Einruͤckens  eine  Mundportion,
wie  sie  fuͤr  die  Marsch-  und  Rast-Quartiere  vorgeschrieben  wurde;  fuͤr  die  fernern  Tage  hat  er  dagegen
von  dem  Quartierwirthe  nichts  weiter  unentgeldlich  zu  verlangen,  als  das  noͤthige  Kochgeschirr  und  die
Befugniß,  seine  Bekoͤstigung  an  dem  Feuer  des  Wirths  bereiten  zu  duͤrfen.

S.  62.

Die  Erfahrung  bestätigt  es  inzwischen,  daß  es  in  der  Regel  gleich  vortheilhafe  für  den  Quartierwirth,
  wie  für  das  Militair  ist,  wenn  Le-eeres  seine  Beköstigung,  gegen  eine  billige  Vergütung,  an
den  Quartierwirth  verdingt.

Die  Compagnie=  und  Detachements  -Commandanten  sollen  daher,  mie  Zuziehung  der  Orksobrigkeit,
  bemüht  seyn,  ein  solches  Uibereinkommen,  nach  billigen  und  gleichmäßigen  Säßen,  indem  der
Soldat  einen  Theil  seiner  Löhnung  hierzu  verwendet,  berbei  zu  führen.

Wo  dieses  nicht  erlangt  werden  kann,  müssen  die  in  geringer  Zahl  liegenden  Soldaten  mit  stärker
belegten  Quartieren  zusammen  treten,  um  vereinigk,  nach  Arc  der  Casernenwirthschafe,  ihre  Beköstigung
zuzubereiten.

Es  gehörk  zu  den  wesentlichen  Pflichten  der  Compagnie=  und  Detachements-Commandanten,  diese
Menagewirchschaft  einzurichten  und  zu  leiten.

.  63.

Der  Ortlscommandant  har  darauf  zu  sehen,  daß,  nach  I.  146c,  ersten  Theils,  es  nie  an  hinlänglichen
  Vorräthen  von  Fleisch,  Gemüse,  Bier  und  Branntwein  fehle,  und  daß  diese  Gegenstände  in
genießbarer  Qualitäc  und  zu  billigen  Preisen  erlangt  werden  können.  Dieses  wird  um  so  wichtiger,
wenn  die  Soldaten  genöthigt  sind,  die  Menagewirthschaft  einzurichten,  und  der  Ortscommandant  hat
daber  nöthigenfalls  von  den  Maßregeln  Gebrauch  zu  machen,  die  ihm  jene  Bestimmungen  einräumen,
indem  er  zugleich  seine  Meldung  an  die  ihm  vorgesetzte  Behärde  erstattet.

.  64.

Bei  Unterbringung  der  Pferde  kommen  die  für  die  Marsch=  und  Rast-Quartiere  gegebenen  Besiimmungen
  ebenfalls  in  Anwendung.

Wie  es  mit  der  Entnehmung  der  erforderlichen  Rationen  gehalten  werden  soll,  besage  der  §.  147.

ersten  Theils.
F.  65.

Nach  dem  Inhalte  des  9.  148  ersten  Theils  sollen  zur  Aufnahme  von  Kranken  entweder  die
nabe  gelegenen  Garnisonhospitäler  verstärke,  oder  besondere  Hospicalanstalten  erricheet  werden.

Der  Truppencommandant  wird,  nach  Umständen,  dafür  jedesmal  besonders  befehlige  werden,  oder
er  hat  sich  mit  dem  betreffenden  Amtshauptmanne  unmittelbar  hierüber  zu  vernehmen.  Inzwischen  soll
aber  auch  in  jedem  Cantonirungsorc#,  wo  eine  Compagnie  ungetrenne  liege,  ein  Quartier  ausgemittele

Gesetzsammlung  1828.  31  )