Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1845. (29)

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Regulativ

uͤber  das  Verfahren  bei  Versendungen  nach  Belgien,  in  Beziehung
auf  welche  die  in  dem  Handels=  und  Schifffahrts-Vertrage  vom
1.  September  1844  vereinbarten  Erleichterungen  in
Anspruch  genommen  werden.

g.  1.

A.  Versendungen  von  Wein,  seidenen  Waaren,  Nürnberger  Waaren  2c.

Werden,  bei  der  Versendung  nachstehend  genannter  vereinsländischer  Erzeugnisse

  und  Fabrikate,  als:
Weine,

seidene  Waaren,
Rürnberger  Waaren,

Anmerkung:  Zu  den  „Nürnberger  Waaren“,  welche  nach  dem  Belgischen  Zoll-Tarife
  unter  der  Klasse  der  merceries  begriffen  sind,  werden  gerechnet:
a)  alle  Kinder-Spielwaaren,  insoweit  dieselben  weder  in  ihren  wesentlichen

Theilen  aus  Gold  oder  Silber  bestehen,  noch  aus  Schildpatt,  Elfenbein,
  Perlmutter  oder  feinem  Steingut  verfertigt  sind;

b)  die  gewöhnlichen  Farben  und  Tusche  in  Täfelchen  oder  Büchsen;

)  die  zum  Fahren  von  Kindern  dienenden  kleinen  Wagen  (auch  Kaleschen),
es  mögen  dieselben  in  Federn  oder  in  Riemen  hängen,  oder  nicht,  soweit
  sie  lediglich  dazu  eingerichtet  sind,  mit  der  Hand  oder  am  Arme
gezogen  zu  werden;

d)  Kindersäbel  und  Kinderflinten,  welche  nur  als  Spielzeug  dienen  können,
mithin  Flinten  nur,  insofern  sie  nicht  zum  Feuergeben  eingerichtet  sind;

e)  die  kleinen,  in  Papier  oder  in  Rahmen  von  weichem  Holze  eingefaßten
sogenannten  Nürnberger  Spiegel  bis  zu  ungefähr  85  centimeètres  (18
Preußische  Zoll)  Höhe  und  von  verhältnißmäßiger  Breite;

1)die  auf  Glas  gemalten  Nürnberger  Bilder,  eingefaßt  oder  nicht;

#die  kleinen,  aus  Papier,  Holz  und  Glas  zusammengesetzten  oder  verfertigten
  Waaren  und

h)  Schiefertafeln  mit  oder  ohne  Rahmen.