1000 Meter unter Wäldern von Palmen, Akazien, Feigen, Kardamomen,
Bananen (Pisang), Kolanußbäumen und afrikanischen Eichen. Die
Weinpalme lieferte das Material für die Hütten und zugleich für das
tägliche Getränk, da die Kürbisflasche über Nacht auf ihrem Wipfel
angebracht des Morgens stets aufs neue sich füllt. Auch Olpalmen
wachsen hier noch.
Dann folgten Wälder von Baumfarnen. Auf 1500 Meter fand
sich ein großes Lavafeld. Der höher gelegene kleine Krater mißt
100 Meter im Durchmesser. Bei 2400 Meter fand sich eine herrliche
Quelle, die Manns-Spring getauft wurde. Dann wurde der 2800 Meter
hohe Helenenberg erklommen. In dieser Höhe beginnen üppige Moosstreifen
und unsere Gebirgspflanzen, Erika, Bärlapp, Veronika die
Schlackenfelder zu bekleiden. Der mühsam erreichte Viktoria Pik bildet
den Rand eines Doppelkraters, der mit Asche, Basalt= und Quarz-Geröll
gefüllt ist. Auf dem Albert Pik fanden die kühnen Reisenden eine
rauchende Schwefelquelle. Auch hat man Flammen aus dem ewigen
Schnee aufflackern sehen. Ein noch tätiger Krater wurde 1905 entdeckt.
Die Gestaltung des Landes und die klimatischen Verhältnisse sind
denen der Schwesterkolonie Togo sehr ähnlich. An der Küste beträgt die
Jahrestemperatur etwa 26° C und fällt im September etwa auf 23° C
Im Hinterlande schwankt sie zwischen 32,5 und 6° C. Mit Ausnahme
der Nebenflüsse des Schari, der mit dem Tsadsee die Nord= und Nordwestgrenze
unseres Schutzgebietes bildet, ergießen sich alle Ströme in
den Golf von Biafra. Unter ihnen ist der Lom, auch Mwelle, im Südosten
der größte. Sein Gebiet ist wohl dem der Donau an Ausdehnung
gleich. Sein Oberlauf mit vielen Nebenflüssen liegt in dem für uns
wichtigen und sehr kulturfähigen Hochlande Adamaua. Sein Unterlauf,
Sanaga, erreicht eine Breite von 1200—2000 und eine Tiefe von 16 m.
Er gibt einen breiten Mündungsarm an den Kamerun ab, dessen Haff
ein förmliches Sammelbecken von Flüssen ist. Auch der Njong und der
Lokundje, weiter südlich, sind bedeutende Ströme. Alle sind aber inland
durch Stromschnellen und oft 800 m hohe Abstürze vom Meere abgeschnitten.
Nur der Wuri, der sich ebenfalls in die Kamerunmündung
ergießt, ist bis 50 km aufwärts schiffbar. Und um den vielfach schiffbaren
Oberlauf dieser Ströme zu gewinnen, wird man in späteren Zeiten
denselben Ausweg wählen müssen wie am Kongo und Benue, nämlich
den der Errichtung von Eisenbahnen bis zu einer passend gelegenen