Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1897. (31)

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G.  33.
Nach  dem  Schlusse  der  Versteigerung  darf,  wenn  ein  Grund  zur  Aufhebung
oder  zur  einstweiligen  Einstellung  des  Verfahrens  oder  zur  Aufhebung  des  Termins
vorliegt,  die  Entscheidung  nur  durch  Versagung  des  Zuschlags  gegeben  werden.

g.  34.
Im  Falle  der  Aufhebung  des  Verfahrens  ist  das  Grundbuchamt  um  Löschung
des  Versteigerungsvermerkes  zu  ersuchen.

III.  LZestimmung  des  Versteigerungstermins.

S.  35.
Die  Versteigerung  wird  durch  das  Vollstreckungsgericht  ausgeführt.

G.  36.
Der  Versteigerungstermin  soll  erst  nach  der  Beschlagnahme  des  Grundstücks
und  nach  dem  Eingange  der  Mittheilungen  des  Grundbuchamts  bestimmt  werden.
Der  Zeitraum  zwischen  der  Anberaumung  des  Termins  und  dem  Termine
soll,  wenn  nicht  besondere  Gründe  vorliegen,  nicht  mehr  als  sechs  Monate  betragen.

Der  Termin  kann  nach  dem  Ermessen  des  Gerichts  an  der  Gerichtsstelle
oder  an  einem  anderen  Orte  im  Gerichtsbezirk  abgehalten  werden.

F.  37.

Die  Terminsbestimmung  muß  enthalten:

1.  die  Bezeichnung  des  Grundstücks;

2.  Zeit  und  Ort  des  Versteigerungstermins;

3.  die  Angabe,  daß  die  Versteigerung  im  Wege  der  Zwangsvollstreckung
erfolgt;

4.  die  Aufforderung,  Rechte,  soweit  sie  zur  Zeit  der  Eintragung  des  Versteigerungsvermerkes
  aus  dem  Grundbuche  nicht  ersichtlich  waren,  spätestens
im  Versteigerungstermine  vor  der  Aufforderung  zur  Abgabe  von  Geboten
  anzumelden  und,  wenn  der  Gläubiger  widerspricht,  glaubhaft  zu
machen)  widrigenfalls  die  Rechte  bei  der  Feststellung  des  geringsten
Gebots  nicht  berücksichtigt  und  bei  der  Vertheilung  des  Versteigerungserlöses
  dem  Anspruche  des  Gläubigers  und  den  übrigen  Rechten  nachgesetzt
  werden  würden;

5.  die  Aufforderung  an  diejenigen,  welche  ein  der  Versteigerung  entgegenstehendes
  Recht  haben,  vor  der  Ertheilung  des  Zuschlags  die  Aufhebung
oder  einstweilige  Einstellung  des  Verfahrens  herbeizuführen,  widrigenfalls
  für  das  Recht  der  Versteigerungserlös  an  die  Stelle  des  versteigerten
  Gegenstandes  treten  würde.