Küssow. 185
Rath war. — Hans v. K. erwarb sich durch die Rettung des Her-2083
Bogislav X., der in der Belagerung von Pyritz von den Feinden
Nnringt wurde, und in Gefahr war, in Gefangenschaft zu gerathen,
erdienste. — Jacob v. Küssow war Hofmarschall des Herzogs
hilipp I., nachdem er als Oberster tapfer in Ungarn gefochten hatte,
— Erasmus v. K. bekleidete um das Jahr 1521 die Stelle eines Kanzers
zu Wolgaste — Christian v. K. diente der kajserl. Armee in
Jahre 1637, als sie in Pommern eindrang. — Johannes v. K. trat
1678 als Rath in die Dienste des Kurfürsten von Brandenburg. —
aspar Erust v. K. war 3676 kurbrandenburgischer Oberst von der
avallerie und General - Adjutant.e — Dieselbe Charge bekleidete
auch Balser v. K. — Der Eıstere hatte das Gut Schöning vom grossen
Kurfürsten zu Leln erhalten. — Grampow und. Gellin im ranvwschen
Kreise fuhrt v. Gundling als Güter der v. K. auf. Sie sind
Gegenwärtig neue v. Eickstädtische Lehne. — Ferner besassen die
v K. Klein-Küssow und Kunow, auch Megow, Gloxin oder Kloxin
in Kreise Pyritz, und ebendaselbst Klücken. Das genannte Gut Klein-\ussow
kam von dem Hlauptinann Berndt Christoph v. K. an seinen
Einzigen Sohn, den HRegierungsrath und Ritter des Johanniterordens,
Johann Friedrich, Grafen v. K., welcher sich 1776 mit seinen Lehns-Yettern
aus den Häusern Klücken und Megow verglich, so dass seine
einzige lebende Tochter, Friederike Gottliebe, geb. Gräfin v. K,, Gem.
es. Obersten Otto Bogislav v. Zastrow, ein Jahr nach dem Tode ilıres
aters, 4000 'Thlr. als einen Lelnsstamm den sämmtlichen Lelhnsfol-Gern
bezalilen sollte, diese aber dagegen sich aller Ansprüche an die
einstücke begaben, und sie dem Obersten v. Zastrow und seiner
emallin, gebornen Gräfin v. K., nach dem ım Jahre 1777 erfolgten
ode des Regierungsrathes, Grafen v. K., überliessen. — Kin Enkel
er Gräfin, der v. Zastrow auf Rossow und Sassenberg, im Kreise
Saatzig, führt gegenwärtig den Namen v. Zastrow und Küssow. —
er genannte Graf Johann Friedrich v. K. erscheint als einer der
letzten männlichen Zweige des gräflichen Hauses. — Karl Wilhelm,
raf v. K., ein Sohn des Hauptmanns Ehrenreich v. K., auf.Klücken
und Kloxin, so wie seine Vettern, Balthasar Heinrich Ehrenreich und
Karl Adam Friedrich, Grafen v. K., erhielten am $. August 1752
vom Könige Friedrich U. ein Anerkennungsdiplom ihrer Gratenwürde.
‚. Das Wappen der Grafen v. K. besteht in einem quadrirten Schilde
Mit einem goldenen Mittelschilde, das mit einer goldenen Krone beeckt
ist, und das alte adelige Stammwappen, nämlich drei rothe
Weige anf einem dürren Aste, enthält. Im 1. und 4. silbernen Felde
es Hauptschildes sieht man einen aufgerichteten halben schwarzen
aren, mit einer goldenen Krone und rother ausgeschlagener Zunge,
welcher mit dem Kopfe einen rothen Querbalken bedeckt, in der
Mitie des Leibes aber durch einen rothen Querbalken bedeckt wird;
in dem 2. und 3, goldenen Felde aber zwei schwarze rechte Schrägbalken.
Das Hauptschild ist mit einer gräflichen Krone bedeckt und
über derselben stehen drei vorwärts gekehrte, frei- offene, roth ausgeschlagene,
mit goldenen Bügeln und anlängenden gleichmässigen
einodien gezierte Turnierhelme, von denen der rechts über einer
S0ldenen Krone einen aufgerichteten halben schwarzen Bären mit
ner goldenen Krone und rotlı ausgeschlagener Zunge, der mittelste
die zum aleligen Wappen der v. K. gehörige roth gekleidete, Jung-Tan
init einer goldenen Krone und {liegenden Haaren, welche auf
dem Kopfe und in jeder Hand einen roten Zweig hat, und der zur
Inken drei Pfauentedern trägt. Zu Schildhaltern sind auf beiden
Seiten zwei aufgerichtete pommersehe rotlie Greife mit goldener
Mone und roth ausgeschlagener Zunge gewählt. Die Abbildung des