Num̃mer 246
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Die Russen in Rumänien.
Budapest. 19. Okt. „A#§ Est“ meldet:
Die Russen richten in Rumänien einen eicenen
Etappendienst ein und requtrierten alle Lebensmittelvorräte
die jedoch nicht für das Militär
rermendet werden, sondern nach Rußland verfrachtet
und dort unter die notleidende Bevöllerung
verteilt werden. Die Rumänen sind darüber
6 erbittert, daß in manchen Orten nach
dem Abzug der Russen Unruhen entstanden.
Oefters machten die Russen von ihren Waffen
Gebrauch, wie sie überhaupt mit der Bevöllerung
roh umgingen. Einzelne Ortschaften sind schon
ganz entoölkert. (3)
Das tote Bukarest.
Lamburg, 19. Okt. Das „Hamb. Fremdenbl.“
meldet aus Sofia: Ein kriegsgesangener
Offizier erzählt, daß keine 20.000 Einwohner
mehr in Bukarest wohnen. Die bemittelten
Klassen haben gleich beim ersten Jeppelinangriss
die Stadt verlassen, welche wie ausgestorLen
ist. Die meisten Geschäfte haben geschlolien.
Nur die Läden, die Lebenemittel verlaufen,
mußten auf polizeiliche Anordnung offen
bleiben. Waren sind kaum vorhanden, so daß
die Verpflegung höchst mangelhaft cst.
Das Ballan-Unlernehmen.
Die enolisch-französischen
kulturbringer.
Seres, 19. Okt. (Von einem betonberen
Korrespondenten des WITB.) Wie der bulaarische
Heeresbericht gemeldet hat, schofsen die-Engländer
mit weittragenden Kanonen in die
Tiudi Seres. Sie wiederholen das seitdem mit
dertelben Regelmaßigleil, mit der sie in Belaten
Vomben auf die unbeteiligten Einwohner
##en; denn Seres ist, wie alle Welt weiß, von
Bulgaren nicht besenzt. Die Opfer sind denn auch
schon lechl vetrachtlich und betragen an Toten
und Verwundeten etwa 57 Personen. — Es sind
sichere Nachrichten eingelaufen, daß die Franzosen
auf der Strumafront m turkischen Dörfern
nach dem rumöänischen Beispiel hausten, die
Fraucn vergewaltigten und die Manner schlachteten.
Die unter sie verteilten griechischen Resolutionäre
mussen das ruhig mit ansehen.
III (
Griechenisnd.
Versuch! Venizelos einen
Handstreich?
Genfs, 19. Okt. Die Lyoner Presse meldet:
In Athen wird man einen Theatercoup erleben,
weil jenzt Venizelos und Konduriotis beschlossen
haben, angesichts der ruhigen Lage in
Athen einen letzten Versuch zur lsurpierung
der Regierungegemwalt zu machen. Sie rerließen
beide inlognito Saloniki und sollen auf einem
Kriegsschiffe der Entente im Piräus-Hasen ungetummen
sein, was das Kabinelt Lambros beäng.
stigt.
„Nafere Freunde uond Feinde.“
Magdeburg, 19. Olt. In einer vom
Auesch uh für vaterländische Kundgebungen i#eni
. gebäude veranstalieten großen offentlichen
Versammlung hielt Reicstagsabgeordneter
Schisser-Magdeburg einen Vortrag über „Unsete
Freunde und Feinde“. Er besprach ausführlich
die Natur und die Antriebe des Zusammengehens
unserer Feinde, insbesondere die
englische Auffassung vom Kriege und ging auf
die kekannten Angriffe gegen den Reichskanzler
ein. Er erklärte dabei, es sei beschimend für
die große Zeit, in der wir leben, wenn die
Meinung auflommen tonnte, als ob unser deutsehes
Volk in dieser Zeit von Lügnern, Trotteln
oder Verräteri geleitet würde, wenn man
leden Klatsch aufgegriffen, jeden Tratsch dreitgeireten
und wabllos Falsches und Wahres gemischt
habe, um denen etwas anzuhängen, gegen
die man vorgehen wollte, wenn man sogar ror
der persönlichen Ehre dieser Männer nucht Hall
Lemachl, sondern sie in den Kot gezogen und
auf vieje Weise Gist in die Seele des Voltes
gespritzl habe. Der Reichtstag, der berujene
Vertreier des Volles, habe einmütig und ohne
Unierschied der Parteien sich abgewendet von
diesem Treiben (Bravo!). Kein Volksrertre.
ler habe auch nur ein Wort gefunden zur Verleidigung
dieses das Vaterland aufs tiefste schädigenden
Treibens. Es sei hoffentlich für u#nmer
abgetan. Aber auch bei den wahren Patrioten
seien Zweifel entstanden, ob die Art
und die Anwendung der Kriegsmittel gegen
England immer die richlige gewesen seien Auch
noch dieser Hinsicht hätten die letzten Reickstagsverhandlungen
Klärung gebracht. Der Reichslanzler
habe mit seinen bekannten Auslassunden
seine Stellung in unzweideutiger Weise dargelan,
sodaß kein Zweisel mehr für Billigdeniende
übrig bleiben könne. Er hade mut Recht
seine Verachtung gegen Diejenigen ausaesprochen,
die ihm noch zutrauen, daß er Cuoland
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schonen wolle. Dem deutschen Volk wollen wir
die Sorgen von der Seele nehmen, als ob es
anders sein könnte. Die noch bestehenden Zweifel
über das Ob und Wann der verschäcften
Anwendung der U-Bootswaffen seien auch in
den Verhandlungen des Reichstages hervorgeten,
dessen Behandlung der Sache vorbildlich
gewesen sei und dem rorzeirigen ZJubel der feindlichen
Presse uber einen drohenden Rih im deutscahen
Volke ein rasches Ende bereilet hätten.
Redner schloß: Wir wollen nicht ehrenroll unterlienen,
wie die Franzosen bei Leipzig, sondern
ehrenvoll siegen. Wir wollen einen Frieden, bei
dem wir gewinnen und die Ehre behallen und
die Sicherheit, daß wir im Frieden mit Ehren
bestehen, daß unsere Krässe sich entfalten ldner.
Der Reichskanzler hat für die Politik das Wort
„Freie Bahn für jeden Tüchtigen“ geprägt.
Freie Bahn für den Tüchtigen auch im Waltverkehr
verlangen wir für unser Volk. Dethalb
brauchen wir für uns ohne alle Eroberungegelüste
aus der Notwendigkeit unseres Seins heraus
die Unterlagen für einen Frieden in
Ehren. Außer Faust's „freiem Volk auf freiem
Grund“ brauchen wir aber auch ein freie# Mcer
zum Austausch der Früchte unseres Fieiß:s.
(Lang andauernder Beifall.).
Die Lebensmiteelf, age im Reichshanshallsausschuß.
Verlin, 19. Okt. Der Reichshaushalts#ausschuß
begann heute vormittag die Beratungen
über die Ernährungsftagen. Der Berichterslalter
söh#r## u. a. aus, daß das Kriegsernährung:-amt
stark ausgebaut wurde und gegenwirtig
eima 2%0 höhere und mittere Bramte umfatt.
Von den Parleirednern murden vers#ch'edene
nafde und Anregungen ausgesprochen, auf de
der Bräsident des Kriegsernährungsamtes, Q###r
1 Bat#l, antmorteie. Er gab sein Besterden
kund, ein moglichst lu4kenlos. Ernährungosustem
auszubauen, sprach auch uber die Maßregeln
vegen den Mucher und betonte, daß es pratte scher
sei, nur den Verkäufer, nicht aber den Käufer we-9e.##
Ueberschreitung der Höchstpreise zu beurasen,
wen sonst zahlreiche Fälle verborgen blieten.
Er gab zu, daß mit der Beschlagnahme von B.#1
ter, Milch und Eiern erst begonnen murde, als
die beile Zeit vorüber war. Nationiert werden
sollen auch die sogenannten Streichmittel (Marmeladeh),
Graupen, Grutze usw. Eine Beschlagnahlne
aller Nahrungsmittel sei unmöglich. Doch
soll eine Art Zuventur angeilellt werden uber
das, was wir in Nahrungsmittein haben Auf
Grund dieser Inventur mird der Wirtschefterlan
ausgestellt werden. Bis Mitte NJovember
hosft #an rollige Klarheit zu haben. Weiter
jagte Leir u. Batocki zu, daß die Fultermittei
bald biliiger werden würden. Die Verhandlunden
Bi#crüber seien abgeschlossen. Das Kontindent
der Brauereien werde herabgescht werden,
uenn das Ernleergebnis festitehen werd.
Die Karloffelverladungen haben in der letzien
z wesentlich zugenommen. Unter kemen lm
länden wird mehr Spiri#us hergestelll werden.
als die Heercsrerwaltung nöt g hat. Die Preise
fur gile Prodnk.e aus Mehl seien her#ubgesetzt.
Dar Zeutrum beantragte die Vorlegung ciner
Statihii über die Zahl der beim RKriegser
nahrungsamt und den Kriegsgesellsckaften be
scäfungten Personen, uber ihr Gchalt und ilre
##eton. Der Antrag nmurde gegen de Süninen
der Fortschritiler und der Soz aldemokte#en
angenemmen. Präsident Batocki erklärte in lan
gerer Nede, bei Festsetzung der Höchsipreise sri
Vorffähr am Platze, da unangebrachte Hochst
nreiie die Ware verdrängten. Ueber die Art der
Beilraiung des Wuchers schwebten Erwäg.ingen.
Die gesamie landwirtschaftliche Erzeugung sei
Kunderarerweis sehr hoch geblieben, krobdem
es an Arbeitsträften, Pferden uswm. mangelt.
Eme Cthöhung der Höchstpreise lonne nicht beu
imig" werden. Die Getreideversorgung verdiene
alles Lob. Die Fleischrationierung sen
jetzt durchgeführt. Noch größere Schwierigleilen
stunden der Rationierung von Butter und
Milch entgegen. Auf Rückschläge musse man iich
gefaßt machen. Fur alle Nahrungsmittel sei ein
umfassender Wirischaftsplan bereits ausgearbeitet.
Er nerde baldigst vorgelegt. Vor einem
zu großen O ptimismus hinsichtlich der Körnerernte
müsse gewarnt werden. Die örtlschen
Sckwier gkeiten in der Kartoffelversorgung seien
jetzt im allgeme nen überwunden. Der Kartoffelpreis
sei angesichts des Erntcergebnisses sehr
wWahl zu verantworten.
Berschledene Nachrichten.
Verlin, 19. Oktob-r. Die Beratungen de
Verliner Magistrats über die Monopolisierung
der Wurstberstellung sind nunmehr beendel. Tie
städtische Verwaltung wird schon in allernäch
sier Zeit mit der Einrichtung der notwendigen
Vorleyrungen auf dem städlischen Schlacht= und
Viehhof beginnen, um die gesamte für Berkin ersorderliche
Wurstfabrikation in die Hand nelmen
zu können. Dieser Entschluß hat nn den Kreisen
der Berliner Ladenschlächter große ErregLung
hervorgerufen. Ein Einspruch der Berliner
Gieschemeer gegen wird vorbereitet.
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Die „vertragliche“ Schweinemafl.
(Von Direktor Jesei Anger##twer. Lorstand der
Futtermittel-Abtellung der landw. Zentralgenoslen#chaft
Regensburg).
n letzter Zeit ging durch die eesse eine
nch en kiSei- für die Mästung von inen
Helermittel bereit gestellt werden. Das aus
diesen Futtermitteln erzeugte Schweinefleisch soll
in erster Linie für die Heeresverpflegung gesichert
werden und dann auch der Zivilbevölkerung
dienen. Um diese Sache nun recht bald in wirksamer
Weise zur Durchführung zu bringen, hat
für eine ganze Reihe von Kommnnalverbänden
die Landw. Zentralgenossenschaft Regensburg es
übernommen, alle für die Haltung von Schweinen
in Betracht kommenden Kreise zu interessieren
und das notige Futter zu besorgen.
Die Landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft Regensburg
hat einen Vertrag zur Lieferung von
380000 Stück Feitschweinen innerhalb Jahresfrist
eingegangen und verpflichtet #brerseils nun
Einzelmäsier zur Haltung und Ablieferung von
Schweinen. Für je ein Schwein, welches bei
Ablieferung mindestens 180 Pfund Lebendaewicht
aufweisen muß. werden von der Boyer. Futtermittel-Verteilung
G. m. b H. u. Co. München
4 Zir. Mais, Gerste oder Getreideschrot für die
Mästungzur Verfügung gestellt, welche bei Abnahme
bar bezahlt werden müsien. Für landwirtschaftliche
Betriebe und größere Mästereien ist die durchführung
der Futterzuteilung des größeren Bezuges
wegen sehr einfoch. Es genügt aber nicht.
v nur größere Betriebe masten, sondern es
müssen auch kleinere Wirtschaften und alle Kreise.
welche uber irgend ein geeignetes Plätzchen zur
Schweinehaltung versügen, hiezu herangezogen
werden. Dem sogenannten Schwein des „kleinen
Mannes“ steht in der Fleisch= und Fettversorgung
eine wichtige Aufgabe zu. Nun weiß aber
jedermann, daß zwei oder drei Schweine zu
halten und zu füttern nicht viel mehr Arbeit
macht. als wenn nur ein Schwein cingestellt wird.
Die Mast= und Heranfütterung von Schweinen
nur für andere Leute und blos des Geldes wegen
kann das Interesse solcher Kreise allein nicht
genügend entsachen. Es soll deshalb jedermann
möglich sein, außer dem sogen. „Vertragsschwein“
aut noch nebenher ein Schweinchen für den
eigenen Haushalt zu füttern. Hier versucht nun
die Landw. Zentralgenossenschaft heisend einzuspringen
und sichert jedem kleinen Schweinehalter
im vorneherein pro Vertragtsschwein nicht
4 Zentner sondern 5 Zentner Schweinejutter zu.
Wenn nun alle Küchenabfälle. Speisereste und
sonstige zur Fütterung geeigneten Stoffe in jedem
Haushalt sorgsam gesammelt werden. ist die
Durchhaltung einer z#eigenen Saur neben
dem Vertrags schwein vollig gesichert Tas Futter
wird für die kleineren Schweine in einem sogen.
Trankfutter zu bestchen haben, welches in der ersten
Zeit der Mast ctwas eiweisreicher sein muß. Für den
Schluß der Mast wird mehr Koörnerfutter gereicht.
um guics Fleisch und besonders kernigen
Speck zu gewährleisten. Die nötigen Futtermengen
sind vollständig gesichert. Es
kann also jedermann sich darauf verlassen. daß
die einmal begonnene Mast auch vollständeg durchgeführt
werden kann. Ta die Anichaffungskosten für
Schweine ohnehin schon großere Barauslagen notig
machen, ist dafür gesorgt, daß die benötigten Futtermengen
in kleineren Parlien auch wochen- und
monateweise dezogen werden können. Auch
das finanzielle Verlustrisiko kann eventl durch
eine nicht zu teuene Versicherung gedeckt werden.
Die Uebernahme der ausgemästeten Ae#tragsschweine
erjolgt zu den jeweils geltenden gesetzlichen
Hochsipreisen. Für Schweine. welche mehr
als 200 Pfund Lebendgewicht bringen. wird eine
Ertraprämie von? Mark und für solche uber 250
Pfund eine Prömie von 10 Mark rio Stück
gewährt.
Wenn der Schrei nach Fett und Fleisch einigermaßen
verstummen soll. so trachte jeder, der
nur kann, cin pnassendes Platchen für mindestens
zwei Schweine iu finden. 6s ist wirklich eine
raterlanoische Tat. Schweine zu halten. zumal
unsere wackeren Trupven damit in erster Linie
versorgt werden sollen. Außerdem wird von
diesen Schweinen der Zioinbevolkerung zugewicsen
werden. was befonders den großeren Städten zu
Gute kommen wird. Ter eigene Haushalt ist
dabei aber auch nicht vergessen. wenn nebenher
auch noch das „ Familienschwein“ gehalten
werden kann. Hausschlachlungen sind in diciem
Falle zulässig und ersolat die Anrechnung für
das erste nach dem 2. Oklober 10#1. zu ichlach.
tende Schwein nur zu ein halb und für dies #olgenden
au dreifünftel des Schlachtgewichtes
Auf diese Woije ist die Fleischversorgung bebesonders
für Winter und Frühijahr einigermaßen
sicherzustellen. Gerade durch die Haltung
von Schweinen in moglichst kleinen Betrieden
und Haushaltungen tritt die wirksamfte
Verteilung des Risikos, welches bei großeren
Mastunternehmen durch Seuchengefahr usw besonders
groß ist, cin. Die Fleischversorgung ist
augenblicklich eines der wichtigsten Kapitel und
besonders seit 2. Oktober geht es recht „mager'
her. Wer „setteren“ Zeiten entgegengehen will.
begnüge sich nicht mit Schimufen über Verordnungen,
sondern vertreibe diese Zeit wirksamer
durch praktische Selbsthilfe, der möglichn eigenen
Schweinehaltung. Der alte Bauernwahrspruch
„EGhret die Säue in Liche und Krene“
sollte in dieser Zeit wieder zur Geltung kommen.
Näaimskas, 27. M####ße## 1##
Alle zweckdienlichen Aufschlüsse, wie Abschluß
von Verträgen, tterzuteilung etce. erteilt für
den Bezirk Rosenheim die 4Et telle des
Konmunalserbanes Nosenhelm-Land (Kal.
Eegirksamt, Zimmer 22), das Benernvereinslagerhams
Eudorf und Herr Gg. Fiusterwalder,
Landlunuble.
SEluchener Neussteilen
münchen. 19. Cktober. Wie wir von der
Schlachl-- und Viehhofdirektion erfahren, ist das
neue Fieischlontingent für München derart ge
gen das bieherige zurückgesetzt worden, daß es
pro Kopf und Woche eine große Schmäierung
bedeuiel. Infolgedessen sieht sich der Magistrat
München reranlaßt, schon in den nächslen Tagen
zu dieser neuen Festsetzung Slellung zu
nebmen.
münchen. 19. O#. Wie bereits berichtet.
hat die Preisprusungsstelle München die Abgabe
von Radattmarten beim Schuhemkauf verbe
len. Zett giebt der Handelsschutz= und Radattrarrerein
München bekannt, daß gese#liche Be
flimmungen die Abgabe von Rabattmarken nien
rerbieien und daß gegen den Beschluß der Preis
vrufangssteile bei der zuständigen Behörde Be—
schwerde eingereicht wurde.
Bawerische Nachrichten.
Immenstadt, 19. Olt. In der Nachi vom
16. ium 17. Cl#lober brannte aus bisher undelaunter
Ursache die Besler'sch: Kistenfabr in
Langenwang bei O beritdorf ab. Infolge Wer
windes Lerbreitele sich da Feuer ungemein rasch
von der Säge aus uber die Werknäne, einen
Örciterl#adl, den Stall und die Scheune. D#
Wo#huhaus konnte gercitei werden, ebenso das
M.#ulinenhaus, wahrend das Orkonomiegebäude
dem Zeuer zum O pfer fiel.
Ampfing, 19. Onn. Ats der 3 jahrige Sohn
des Landwirres Egglhammer in Oberhornlirchen
nach Eiern suchte, kam er dem Treibriemen
des Futtermorors zu nahe, wurde erfaßt und
zerauelicht.
Rod enbach i. Pf., 19. Olt. Die Wiitwe
Linn war im Walde mit dem Entharzen von
Bäamen beschäftigt. Dabei kam i#se mil ihren
mit Harz getränkten Kleidern dem Feuer zu
nahe und im Nu stand sie in hellen Flammen.
Waldarbeiler, die in der Näße waren, kamen
zwor der Unglücklichen sofort zu Hilfe, sie hane
jedoch schon so schmere Verbrennungen erlitten,
daß sie nach ihrer Verbringung ins Kranlenliaus
in Kaiserslautern flarb.
UNittenau, 19. Olt. Ein riesiges Schadenieuer,
desen Herd die Scheune des Oek#nomicn
Seb. Michel war, vernichtete in der Bodenfleinersiraße
dahier 14 mi: (Getreide und Fu#ieiborrülen
vollgefüllte Städel. auch viel Gejiuael
terbrannic, da der Brand nachts wütete.
Der Brandschaden beziffert sich auf viele Tcu
sende von Mark und trifft durchwegs Ue##
Fueler.
35 serisches Cbterier
Mrottenmühl, 19. Ol:. Das Oelonemie—
amnscn der Familic Kolwanger in Reiic##
lei Urnersiegsdorf ging durch die Vermi#llung
dem Immobilienburo Ed. Bachberger. München.
Tal 12. in den Besin des Herrn Verer Huver.
Canofociiger in Krollenmuhl a. S. über. Pro
btolollierung hat bereit? staitgesunden.
Enderif, 19. Ckiober. Das „Bauern##iiter
Anwesen“" dahler ging kurzlich aus dem Beine
es Lerrn Vrauereibeigers Ludmig Sengmi:
ler in Lalfing an Herrn Joseph Bartl. Courage.
handler in Endorf uber, welcher dasselbe bew r.
icheftel.
Kolbermoer, 18. Olt. Der Katholische Aubeiterverein
feierte in aller Stille jein 25 jam:
ges Suftungssen, verbunden mit dem :2chn
jähnigen Stiftungsfeit des Kath. Burichenre.
r#eins. Früh 6 Uhr fand gemeinsame Generalfkommunion
ülatt. um 1½ Uhr war gemeinschafiii
cher Kirchenzug und Hochkamt. Bei der gutdenichten
Fenrersammlung sprach H. H. Bezirt
prases Lohr aus Muünchen. Von den 43 Grüundungomitgliedern
waren 15 anwesend.
Nas Aibling, 19. Olu. Ein Gärinerson
inn gelegentlich des Besuches der Fortbildunge.
schulc einen Kameraden mit einem Messer jo
in den Oderschentel gestochen, daß er nach Anlegung
eines Nowerbandes ins Krantkendans
gedracht werden mußte.
mictraching, 19. Okt. Aus der Haft einlassen
wurde die wegen Meineids ven der -
barmerie in das Amtzgerichtsgefängni= cinne
Leserte Gütlerstochter Anna Bachmater dah er-Es
handelt sich zweiscllos um einen Rachra##.
Dolzkirchen, 19. Ou. HJeute Nacht staltelen
Diebe der Schweinczuchlanstalt ver Oberbayrischen
Dampfmoltkerei im nahen Haid (früheres
Liebhaberanwesen) einen Besuch ab, in.
dem sie die Stallung einbrachen und darane
zwei schöne trächtige Zuchtschweine fortschlepp
ten. Verdachtemaomente auf die Diebe liegen
Poör. –