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So, wird Christianismus so weit gelehrt,“ als er zugleich
als, Republikation der natuͤrlichen Religionzerscheint. Wenn
nun aber Naturalisten und Atheisten? muß nicht hier gemeinschaftlicher
Unterricht unmoglich seyn ? Es bleibt voch
noch wohl Eines gemeinschaftlich — die Moral; denn diese
ist, unabhängig von den religidsen Jdecn, erweisbar. Demungeachtet
könnte aber hier ein solcher gemeinschaftlicher
Unterricht nicht statthaben, auf keinen Fall ausreichen. Denn
4a) bloße Moral ohne alles Vehikel von Relilgion bält
sich bei einem Volke nicht. Bielleicht bei einzelnen Menschen;
aber auch bei diesen schwer, denn einestheils verschwindet
die Moral, wenn nicht ein solches Vehikel sie
unterstützt auch hier, anderntheils fübrt die Moral, wenn
sie sich hält, nothwendig auf Religion hin. Der Mensch
macht sich also eine solche Basis zu seiner Moral, wenn
man, sie ihm nicht giebt; insbesondere das Volk, mag es
noch so viel moralischen Sinn besitzen, will ein unbekanntes
Etwas haben, vor dem es gleichsam einen heiligen
Schauer empfindet, will immer noch eine mysteridse Wolke.
will Wunder aufzuldsen haben. Gewiß moͤchte auch nirgends
das einzige Moralpredigen Stich halten; nichts langweilt
geschwinder; Niemand hört gewiß leicht mehr als höchstens
drei Frühlings-Predigten; und gerade je kulrivirter das Volk
ist, desto weniger bedarf es der Stimme des Predigers, um
Moral zu. hören. p) Selbst natürliche Religion alleinhält
sich bei einem ganzen, Volke nicht. Ein ganzes
hat noch kein. Volk mit jener sich begnügt, — und man.
mag ein noch so großer Gegner der christlichen Religion seyn,
über ihre Wahrheit denken wie man will, so ist sie unläug“
bar unter allen positiven Religionen, die je waren und wahr