Die Feldpost 157
Schwierigkeiten zu kämpfen; die schnellen Bewegungen des Heeres,
besonders des rechten Heeresflügels, im Westen, die zahlreichen plötzlichen
Verschiebungen kleinerer und größerer Truppenkörper, die Neuaufstellungen,
und endlich die sich zuweilen als notwendig ergebenden
Umbezeichnungen von Truppenteilen machten der Feldpost ihre Aufgabe
unendlich schwer. Hinzu kam noch die sehr häufige falsche Adressierung
der Sendungen. Dies alles ist bei Beurteilung ihrer Leistungen zu berücksichtigen.
Jedenfalls waren viele der damals gegen die Feldpost
erhobenen Klagen nicht berechtigt. Die Einführung der Feldpostpäckchen
von 250 Gramm, später 500 Gramm, von Feldpostkarten mit angebogener
Antwortkarte und Kartenbriefen, die in gleicher Weise, wie
die Feldpostkarten fast unentgeltlich an die Truppen im Felde ausgegeben
wurden,
die Herabsetzung des Portos für Briefe und Pakete,
die Zuleitung der Pakete von und nach der Front lediglich auf dem
Wege über die Militär-Paketdepots,
die Einrichtungen für die Weihnachtssendungen,
die Einschränkungen des Bargeldverkehrs zwischen den Kassen des
Feldheeres und der Versendung von Postpaketen als Heeressache,
das Verbot der Versendung feuergefährlicher Gegenstände, insbesondere
von Streichhölzern von und zum Feldheere,
die Annahme von Noten der deutschen Privatnotenbanken durch die
Feldpostanstalten, sowie
die Portofreiheit für Feldpostsendungen Heeresangehöriger an ihre
Familienmitglieder, die in neutralen Ländern wohnten,
alles dies waren Maßnahmen, die wesentlich zur Erleichterung des
Postverkehrs dienten. Die Post hat für das Heer viel geleistet, das
darf ihr nicht vergessen werden.
Der Abteilung A.E. aber und ihrem tatkräftigen Chef Major Fleck
möchte ich hier besonders meine Anerkennung für ihre erfolgreiche Arbeit
aussprechen.