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theils noch ungedruckt in Bibliotheken, theils sind sie bereits
durch den Druck bekannt gemacht worden. Unter den noch
ungedruckten, die größtentheils in der Vatikanischen Bibliothek
zu Rom aufbehalten werden, zeichnen sich die Sammlungen
Polykarpus, die des Kardinals Deusdedit, des Bischofs
Anselmus zu Lukka, und des Kardinals Laborans,
vorzüglich aus. Unter den gedruckten aber verdienen die
Sammlungen des Isidors, Reginons, Burchards von Worms
und die doppelte Sammlung des Ivos Bischofs zu Chartres,
die erste Stelle. In diesem Zustande war das kanonische
Recht bis auf Gratian, der durch sein Dekret, das er nach
dem Geschmack seines Zeitalters einzurichten wußte, dieser
Wissenschaft mehrere Verehrer verschaffte.
Von Gratian und seinen Schicksalen erzählen uns die
aͤlteren Geschichtschreiber theils sehr wenig, theils offenbare
Maͤhrchen. Wer seine Eltern gewesen sind, wissen wir nicht.
Antoninus, Erzbischof zu Florenz in der Mitte des XVten
Jahrhunderts, erzählt uns zwar etwas hievon, das aber
ganz einer Fabel ähnlich sieht ?7). Er war ein Toskaner,
aus der Stadt Chiusi?#). Fontanin“*) macht ihn zu einem
Monachus Abbatiae montis Orbeteni dioecesis Urbevetanae,
ex opido Carraris probe Ficulas, welches er
aus einem Koder, der vorher zu Venedig, jetzt aber zu Rem
—.
*) Antonini Chronicon P. III. tit. 18 c. 6.
TFallorini loc. ch. T. I. Port. I. p. 260. Diplovsteccius in
Gratiano beim Faullorini I. c. T. I. P. II. Append. p. 259.
Guid. Pancirolus de cleris legum interpret. lib. III. c. 2.
Qudinus, de seriptoribus eccleside antiquis T. II. Diss. de
Oraliano pag 1262.
½% Jusl. Fontunus in L’rassfallone ad Decreium Orst. Tarrerremalae.
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