Full text : Blätter für Rechtsanwendung. Alphabetisches und systematisches Register über die Bände XLI bisXL. (51a)

Wie  wir  erfahren,  werden  sich  jamöliche,  zurzeit
  nech  nicht  inmm  Heeresdienst  verwendoten
Witgliedern  der  Schneeschuhriege  des  Turnvereins
  Resenheim  von  1860  zu  diejem  Korps
illeiden  und  sich  als?  Sliläuser  ireiwitig  aum
Kriegobien#t  zur  Verfügung  fleilen.

Der  Vesuch  der  Rosenheimer  Mitlelichuren.
  Der  leider  durch  den  Kriegsausbruch
  gleich  anderen  Orten  elwas  beeintrachiigte

  Besuch  der  Mittelichnken  und  Erzietungensttate
  unserer  Stadt  in  dem  eben
bracnnenen  Schuliahre  isl  joltgene  #:  Amn:  Kal.

 

9r
uohmnasium  wurden  207  Schüler  eingeschrieden.
von  denen  18  im  Felde  stehen,  #n  der  Kgl.
Reaischmie  mit  Handelsableilung  331  Sfluler,
an  der  Kal.  Präparandenschule  55  Schiler.
Dar  iflärt.  Gymnasialpensionat  zählt  45  Ganzund
  5  Halbr:zöglinge,  das  städtische  Nealsehulheumonot
  82  Gun:  und  10  Halbzeglinge.  Den
Vorständen  der  beiden  Pensionate,  die  dem
Lelrrlärper  der  betresjenden  Schmen  angehören,
nd  2  brm.  3  Präfellen,  geprüfte  rehramiskandduten,
  zur  Aufsicht  und  Erleilung  ven
—nx*-md  an  die  Zöglilil#e  beigegeben.
Auriige  Hohere  Mädchenschume  unter
armen  Schulschmelern  abn  222

*#  mit  der  Schuie  verbunene
u  n  de.  ichen  EILIIIIE
ener  nonot  bai  2  Gan:  und  14  Halblrög—
l  II

wleuzgraphie.  Die  Cliucherionng.  zu
den  gälste  Woche  wieder  beginnnd:!  Unteren

  des  Gabelsberger  Sung##caphen:
n“  Rorenbeim  sand  rergangenen  Montagim
  Vereinsloölale  Cafe  Wendl,  1.  Stoc,
Vorstandes,  Herrn  Kgl.  S#e
Nillas,  slat!  und  wisl:  ein  recht
trsrieregende  Ergebnis.  Es  meld#ten  sich  für

en  Anfänger:,  Gortbildungs-  uud  Satzkürauligoelure
  21,  16  und  5  Damen  und  Herren.
sahin  zufammen  32  Personen.  Di:  1  112-5
stndigen  Kurse  werden  wöchentsich  einm  l,  2
Lersirn  ’n  8  Uhr  abends  begimend,  im  emnunaien
  Dolle  abgehalten,  und  war  der  Ansänge
  l  !nre  am  Monlag,  der  Fortb#dungelurs
am  D’iscnstag,  der  Saklürzungelurs  am  Freilag.
  KUi  7*  beträgt:  Anfang:zlurs
  6  Mi.,  Fe#nssiurs  5  Ml.  Sat-#ur
  uno-kur.  7  Mil.  25½  reinähin  uich  für  Vereinemttolieder
  auf  Ml.  biw.  7.  Mk.  Sbhne
und  Töchter  der  ins  Feld  ger  aren  Bäle:  dür
sen  den  Unterricht  unentgelllich  besuche##.  Wlere
  Anmeldungen  zu  den  bis  zum  Frühsahre
dauermnen  Kursen  werden  in  den  ersten  Anterrichtetunden
  noch  entgegengenommen.

Kaserpanorama  im  Dus####aal.
Diese  Weche  jolgt  eine  hochi  imereiiane:  „Reise
oon  Rußltand  nach  Persien“.  Periien  in  belanntlich
  gegenwärtig  ein  Problem,  des  den
Masten  und  Engländern  grobe  Sorge  macht.

#  Kae  vorama  führt  dem  Veschane#r  diese
6%  #  rigehiete  vor.
dic  Auime  rliamteitt  aller  Kreif:.

('efunden.  Eine  Geldbörie  mit  Jnhalt
und  ei.i  Geldbetrag  wurden  zZefunden;  abzubolen
  im  mmaqistratüchen  Geschäflszimmer  Nr.  2

Maul=  und  Klauenseuche.  In  der
GOeineinde  Kirchdorf  ist  die  Maul=  und  Klauenjeuche
  ausgebrochen.

Slädt.  Arbeilsams  Nosenheim.

Amtbsstunden:  Männl.  Abteilung  8—11  3/4Uhr
vorm.,  2—6  Uhr  nachm.  Weibl.  Abteilung8—11
Uhr  rorm.,  2—5  Uhr  nachmittags.

Gesuckt  werden  hier:  4  Schneider,  1  Gustotlecht.
  6  Näherinnen,  4  Lehemidchen;  auswärls:
  1  Fuhrlnecht,  2  Felolneihtr  1  Kupierichmied,
  1  Jungschmied,  3  Schlosr.  10  Sattler,
  0  unge  Metzger,  3  Schneider.  10  Schuh-1
  Ojensetzer.

 
 

Fiin  13.  der

 

   

 

 

#beud?“
umer  Lrumg  des

minatlehrers

 
  
  

   

 

Die  Vorführungen  rerdienen

Mmänner  und  frauen  Rofenheims  und  der  Umgebung!

Vom  19.  bis  26.  Olfober  ist  Gelegenheit  geboten,  Liebesgaben  in  Dalketen  von  6  Hilo
an  die  Sront  unserer  fürs  Daterland  in  hartem,  entbehrungsreichem  Kampfe  stehenden  Cruppen

mittels  Postsendungen  abgehen  zu  lassen!

 

Die  Seldpast  schafft  sich  durch  diese  Cinrichtung,  die.  wenn  sie  sich  bewährt,  von  Seit  zu
Scit  wiederholt  werden  soll,  nicht  nur  den  Dank  der  Bedachten,  sondern  auch  den  Dank  der

gebensfrohen  Slifter.

Alle  solche  Unternehmungen  mussen  aber,  um  zum  gewollten  Swecke  zu  führen,  prahtisch

veranlagt  werden.

Cs  ist  deshalb  vorzuziehen,  die  für  den  genannten  Sweck  bestimmten  Gaben  an  elner
Sammetlstelle  niederzulegen,  welche  dann  die  zwechmäßige  verpachkung  und  versendung  besorgt.
Cs  ist  anzunehmen,  daß  diese  Gaben  in  hürzester  Seit  an  diejenigen  Truppenteile  gelangen,

  denen  sic  zugedacht  sind.

 

Hier  sind  in  erster  Linie  die  beiden  hier  bei  der  Meobilmachung

sormierten  Bataillone  und  das  Landsturmbataillon  Rosenheim  als  Empfänger  gemeint.

Was  geben  wir?

gesäumt,  Taschentucher,  Pulswärmer,  wollene  Hemden.  Unterhosen,  Leibbinden,
Sucker,  Salztablelten,  wie  solche  dic  hiefige  Saline  herstellt.
Tigarren,  Tabak,  Pfeisen,  Dauerwurst,  geräucherlen  Speck,  elekt-Ilundharmonikas,
  Spiclkarten,  Seitungen  jungster  Vergangenheit  usw.
Aufschrift  auf  die  Gaben,  wenn  #verpackt,  erbeten.

aller  Art,  auch  Obstkonserven.  C
rische  Taschenlampen.

Crwunschl  sind:  Strumpfe,  Sturmhauben,
Sußlappen  10—45  cm.  lang  und  breit,  nich:
Seife,  Schokolade.
Tuppenwurfel.  Teewürfel,  Conserven

Sum  Verpacken  dieser  Gegenstände  sind  jedoch  auch  Gelchmittel  von  Nöten  für

Cinhüllungen  jeder  Art.
pachen  vornehmen!

lüchtminder  sind  aber  auch  Arbeitskräfte,  welche  das  Der-Das

  k.  Bezirkskommeando  stellt  bereitwilligst  seine  nun  frei  gewordenen  Räume
für  die  Swecke  dieser  Liebesgabensammlung  zur  Verfugung.

Liebesgaben,  magen  sie  in  Waren  oder  Geld  gegeben  werden.

werden  deort  tglich

von  8  bis  11  Uhr  vormittags  und  von  2  bis  6  Uhr  nachmittags  im  garoßen  Saal  zu

ebener  Crde  entgegen  genommen.

Da  die  Seit  drängt,  wird  gebeten,  sich  mit  Gaben  zu  beeilen.

Durch  diese  Sammlung  soll  den  Swecken  des  roten  Kreuzes  leincswegs  entgegengearbeitet
  werden,  es  soll  vielmehr  nur  die  Gelegenheit.  Liebesgaben  an  die  Sront  zu  bringen.

aufs  hochste  ausgenützt  werden.

Bei  gunstigem  Erfolg  steht  Wiederholung  in  Aussicht.

Da  heizbare  Räume  für  Verpackung  usw.  nur  in  beschränkten  Umfange  zur  Verfügung
stehen,  konnen  vielleicht  nicht  alle,  die  sich  in  diesen  Dienst  der  Wohltätigkeit  stellen  wollen,

berucksichtigt  werden.

Es  mag  aber  sein,  wer  es  wolle,  er  wird  herzlichst  willbommen

geheißen,  darf  aber,  wenn  der  Bedarf  an  Alrbeitskräften  gedekt  ist,  es  nicht  ubel  nehmen,  wenn

er,  wegen  des  Uangels  an  Raumlichkeiten  nicht  mehr  in  Betracht  gezogen  werden  hann.

Vei

späteren  ähnlichen  Eelegenheilen  wird  er  stets  willksommen  geheißen  werden.

Und  nun,  meine  lieben  Rosenbeimer,  zeigt,  daß  ihr  es  wohl  versteht.  daß  dir
cdie  da  draußen  den  Tod  im  Ruge  für's  baterland  kämpfen,  die  einer  wie  der  andere
dazu  beitragen,  deutschlands  macheneuung  in  der  welt  zu  verteilgen  u.  zu  befeniigen.
die  den  Krieg  mir  feinen  Gräueln  vom  beimatlichen  Boden  ferngepalten  haben.  cuerer

 

 

 

iebe  wert  sind;  zeigt,

daß  ihr  dieler  Krieger  unvergängliche  verdienstc  zu  lohnen

wißtt,  indem  ihr  miur  mit  eueren  licbesgaben  diefen  tapferen  Kaämpfern  alles  zu  licbe
tut.  was  in  diefen  schweren  Kriegsläuften  geleinner  werden  kann  und  gelel##cki  werden  muß!

 

 

Rofsenheim,  den  10.  oklober  1914.

Hagen,  Major  z.  D.,  Bezirks-siommandeur.

Haur,  k,  Regierungsrat.

Dr.  Anton  Techlenthner.

 

Der  Weltkrieg

Ostende  von  den  Deutschen  beset
Französische  Angriffe  zurückgewit
sen.  —  Die  Russen  abermals  zurüc
geschlagen.
„Amtche  Meldung  des  WTB.
Okt.  Großes  Hauptaquartier
18  -*  „  inde  (Amtlich.)

Die  Russen  versuchten  am  14.  Olt.  sich  wie
der  in  den  Besitz  von  Lyck  zu  setzen.  Der  An
griff  wurde  zurückgewiesen.  800  Gesangem
1  Geschütz  und  3  Maschinengewehre  sind  in  ur
seren  Händen.

Brügge  wurde  am  14.  Oktober,
Ostende  am  15.  Oktober  von  unsere
Truppen  besetzt.

Hestige  Angriffe  der  Franzose
in  der  Gegend  nördlich  von  Reim
wurden  abgewiesen.  Die  Franzosen  me
den  in  ihren  amtlichen  Bekanntmachungen,  de
sie  an  verschiedenen  Stellen,  z.  B.  bei  Bem
au  Bac  nordwestlich  von  Reims,  merlliche  For
schritte  gemacht  hätten.  Diese  Meldungen  erz
sprechen  in  keiner  Weise  den  Tatsachen.

Belgien  in  der  Macht  der  deutsch:
Truppen.

Rotterdam,  15.  Olt.  Es  stellt  sich  ##es
heraus,  daß  die  Verbündeten  sich  schnell  on
ganz  Belgien  zurückziehen.  Die  Deutschen  #
heu  unter  der  Losung:  „Wir  werden  sie  1c#
marschieren!“  in  Eilmärschen  vor.  In  #
Richtung  Furnes  wurde  die  Nachhut  der  er
lisch-französisch  belgischen  Armee  geworsen.  1
Deutschen  versügen  über  starke  Truppen,  #
alles  vor  sich  hertreiben.  Roubair  ist  in  #
Händen  der  Deutschen.  Eine  deutsche  Truprc#
macht  von  über  100  000  Mann  gog  durck  Geg
Die  Häuser  der  Flüchtlinge,  die  geschlossen  m#
ren,  mugten  aufgebrochen  werden,  um  die  Ea
quartierung  vornehmen  zu  können.  Du  Teutst#
ermahnen  die  Einwohner,  ihre  Wohnotte  nit
zu  verlassen.  Auf  der  Fahrt  von  Ostende  r#
Sluys  begegnete  ein  Verichterstatter  hunderm
von  Autos  mit  belgischen  Offizieren,  von  dem
der  größte  Teil  den  Deutschen  in  die  Hin
fiel,  weil  die  Verbindung  mit  Frankreichgeschnitten
  wurde.  Sogar  bei  Dünlirchen  w#
schon  gelämpft;  die  Stadt  wird  durch  Uede
schwemmungen  geschützt.  Belgien  ist  nunme
vollkommen  in  der  Macht  der  deutschen  Tu##
pen.  Das  ganze  westliche  Belgien  wird  disie
  von  den  belgischen  Soldaten  gejäuber.

Vor  der  Besetzung  von  Lille
Amsterdam,  16.  Okt.  In  Lille  war
den  Straßen  gelämpft  und  dann  die  Slg#
bombardiert  worden.  Eine  „Taube“  hatte  Va
ben  geworfen,  in  der  Stadt  brach  Feuer  #e
und  die  Bürger  flohen  halbgekleidet  nach  al
Richtungen.  Die  Einnahme  der  Stadt  durch
Deutschen  erfolgte  am  Dienstag-Abend.
Mittwoch  früh  zogen  weitere  deutschen  2
pen  mit  llingendem  Spiel  in  die  brenne
Stadt  ein.  Der  Teil  zwmischen  dem  Bah
und  der  Kirche  St.  Maurice  ist  gänzlich  zersb
#

  
 
  
  
 

 

 

 

indula  war  es  recht  so.  Sie  hatte
—  ihre  Maßnahmen  getroffen  und  dem
treuen,  alten  Diener  den  Zettel  anvertraut,
welcher  Anatole  zu  einem  Rendezvous  im
Wintergarten  einlud.

Unauffällig  war  es  ihr  dann  gelungen,  zu
entschlüpfen.  Und  nun  stand  sie  mit  klopfendem
  Herzen  im  Wintergarten  und  wartete  auf
den  Franzosen.  Die  nächsten  Minuten  mußten
darüber  entscheiden,  ob  diese  Verlobung  veröffentlicht
  werden  durfte  oder  nicht.

Ihr  war  gewiß  nicht  wohl  bei  der  ganzen

Sache.  Einen  Schwindler  zu  entlarven,  der
hochmütigen,  gehäfsigen  Stiefmutter  sagen  zu
müssen:  du  hast  dich  von  einem  Betrüger-  umgarnen
  lassen.  der  hochtönende  Name  des  Frangosen,
  sein  Besitz  und  Vermögen  ist  erdacht  und
erlogen  —  war  ein  Wagnis  und  konnte  für
Gundula  nur  böse  Folgen  haben.

würde  sie,  die,  „Storensriedin=  wieder
heimschinen  nur  in  Groll  und  Abneigung  an
sie  denken.

Ach,  sie  kehrte  iar  eigemtlich  gern  in  ihre
stille  Villa  zurück,  wo  die  Tage  so  gleichmäßig
barmonisch  gianialent  nd  14  318  Hößliches  sie
beunruhigen  konn

Hätte  sie  nur  icht  ihren  alten  Vater  so
gänzlich  vereinsamt  und  hilflos  zurücklassen
müssen.  Die  Vorstellung,  daß  er  dann  liebearm
dahinvegetierte,  ohne  je  ein  herzliches  Wort  zu
bören,  schnitt  tiese  Wunden  in  ihr  junges  Herz.

Und  doch  blieb  ihr  nur  der  eine  Weg,
mit  sicherer  Hand  ein  Lügengewebe  zu  zerreiszen,
das  dem  hochgeschätzten  Ramen  ihrer  Familie
verhängnisvoll  zherden)  un  eem  Klatsch,  der
Medisance  preisgeben

ielleicht  uaren  .  eibre  Befürchtungen

berllber=  ee  Eine  schwache  Hoffnung,  die  aber

 

Gundula  erleichtert  aufatmen  ließ.

Doch  jetzt  hörte  sie  elastische  Schritte:  sie
trat  aus  ihrem  Versteck,  einer  lauschigen  Grotle,
hervor,  und  in  der  nächsten  Minute  standen  sich
zwei  mit  totenblassen  Gesichtern  gegenüber.

o  hatte  ihre  Ahnung  sie  nicht  betcogen.
Anatole  de  Chatelaine  und  Conte  Bethoni
waren  ein  und  dieselbe  Person.  Eugenie  und
deren  Tochter  hatten  sich  von  einem  dreisten
Schwindler  düpieren  lassen
sehe,  daß  Sie  mich  wiedererkennen,
mein  Herr.“  sagte  Gundula,  ihre  furchtbare  Erregung
  in  den  fernsten  Wintel  ihres  Innern
zurückdrängend,  „und  ich  hoffe,  Sie  werden
ohne  weiteres  von  der  Bildfläche  verschwinden.
Mein  Onkel,  Herr  Düren,  war  großmütig  genug.
der  neuntausend  Mark  wegen,  um
ihn  betrogen.  kein  Strafver  ahren  begen  Sie
einzuleiten.  Der  Erfolg  scheint  Sie  kühn  gemacht
  zu  haben.  Denn  Ihre  Dreistigkeit,  eine
bochangesebene  Familie  in  Ihre  abenteuerliche
  Existenz  Hineingugeehen,  übersteigt  doch
eigentlich  alle  Gre

Veras  Verlabnhe,  ban#e  Zeit  gefunden,  sich
von  seinem  ersten  Erschrecken  zu  erholen.  ie
Farbe  kehrte  langsam  in  sein  Gesicht  zurück.
Mit  sunkelnden  Augen  66  er  in  das  blasse,
süße  Mädchengesicht.  Er  machte  eine  Handbewegung,
  als  finde  er  zht  sogleich  die  rechten
Worte  für  das,  was  ihm  hier  geboten  wurde.

bin  umöstlich,  gnädiges  Fräulein,

durch  die  Aehnlichleit  mit  irgendeinem  Hochstopler
  Ihr  Mihfallen  ertegt  zu  lben.  *soate
er  in  gebrochenem  Deutsch  —  talener
atte  es  fliebend  esprochen,  #  ur  ich  ke.

hnen  nur  dlie  ehren  wörtliche  zscher
geben,  daß  Sie  sich  in  einem  Irrtum  befinden.
Mein  Schwiegervater  in  spe  bat  des  Schlo#

 

meiner  M  mit  eigenen  Augen  gesehen  und
sich  auch  in  Paris  von  der  Identität  meiner
Person  d  u#5  Sie  werden  selbst.  nicht
lauben,  daß  Herr  Bankier  Eicke  seine  einzige
ochter  einem  nicht  völlig  einwandfreien  Menschen
  zur  Gattin  gibt.“
undula  finn  mit  hartem,  zuerditichen
Blick  **  Gesich  '·dannes.  Er  ett
einen  Vollbart,  unte  dadicch  hätte  sich  jemand,
der  ihn  früher  nur  flüchtig  gesehen,  täuschen
lassen  können.

Wer  aber,  wie  Gundula,  Gelegenheit  gefunden
  hatte,  die  kleinen  Eigenarten  seines  Wesens
und  Mienenspiels  aufs  eingehendste  zu  beobachten,
  den  konnte  die  geschickt  inszenierte  Veröänderung
  nicht  beirren.  Sie  war  ihrer  Sache
ganz  sicher.

Aber  jetzt  erst  kam  es  ihr  zum  Bewußtsein,
  daß  lie  unüberlegt  gehandelt,  als  sie  sich
schußtos  einem  nerwegenen  Verbrecher  zum

ngriff  in  den  Weg  stellt

Sie  zitterte  vor  lenen  sunkelnden  Augen,
dem  döster  eschlossenen  Ausdruck  in  selnem
Gesicht.  Und  um  diese  Zeit,  wo  immer  noch
neue  Gäste  komen  und  die  Begrüßungen  kein
Ende  nahmen,  dachte  noch  niemand  daran,  den
Wintergarten  aufzusuchen.  Das  hatte  sie  ja
auch  sehr  klar  und  richtig  berechnet.  Die  Auslprache
  konnte  ganz  ungestört  ersolgen,  aber
sie  konnte  r7s  auch  verhöngnisvoll  werden.

lück  für  Gundula  war  es,  daß
Wreme  een  Jage  n  nichts  zu  merken
war.  sich  unbedingt  in  der  Gewolt
  Scho  k11  böchster  Anspannung  aller

Jujammen  waren  sie  in  die  Grotkte  zurückgetreten.
  Blühende  Bäume  umstanden  den  Ein- 


    
 
   
  
    
    
    
 
   
  
 
 

n

Elotfen’  wurde.
„Hören  Sie  mich  an,  Monsieur,“  ses
Gundula  sest,  „wenn  Sie  unverzüglich  u
einem  beliebigen  Vorwande  auf  Nimmerwie
kehr  verschwinden,  so  bleibt  mein  Mund  s#u
Ihr  Schicksal  wird  Sie  auch  ohne  mein  3

tungen  getrosfen  “
Der  Franzose  hob  den  Kopf  nur  bLer
„Ich  lasse  es  darauf  ankommen,  mein  5.#
lein!  Sie  können  den  Herrschaften,  deren  E
Sie  find,  und  ebenso  mir  große  Widerwö
keiten  bereiten,  mehr  aber  auch  nicht.
tehe  unter  dem  persönlichen  Schutze  mei
chwiegervaters,  er  wird  nicht  anstehen,
Sie  es  zum  Aeußersten  treiben,  die  Bürg
für  meine  Person  zu  übernehmen.  Ihnen
der  Anstifterin.  nr  man  sicher  kein  Lo
singen,  das  sollten  Sie  auch  bedenken.=rrak
  Gundula  wirklich.  E
ia  nur  zu  recht  mit  seiner  Voraussetzung.  Euge
nrirene  ih  strafen  wissen,  würde  sorgen,
ftochter  h  eine  Intrigantin
7—  ben  Art  h
Dur  sie  edlich  keng  abe  belrren  la
Und  hat  essieed

as  nicht
Ihre  buene  Gestat  Tichteis  0  straffer  ou

weise  zu  trag  n  roler

thuiiqsocrtrag  uberdassutoiiiobllifk

hnen  unterschrieben  worden  und  in  mel

T  Der  Angsstellte  der  Autofirma  l
ler  und  wird  Sie  unbedingt  wie

ennen.  4%  auch  in  der  Prooilnzstal

 

 

 

Sle  bekannt,es  es  bedarf  nur  der  Gegenüberst
mis  non„m