Full text : Wegweiser für Ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege.

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d.  h.  für  die  Staaten  und  Staatenteile  zwischen  Harz  und  Main,
Rhön  und  Pleiße.  Bis  jetzt  hat  sie  besonders  aufklärend  und
weckend  zu  wirken  gesucht,  einmal  durch  Verbreitung  des
„Thüringer  Dorsboten“",  einer  Nebenausgabe  der  „Deutschen
Dorfzeitung“  und  durch  Herausgabe  von  Drucksachen  und  Büchern,
dann  durch  öffentliche  Generalversammlungen,  deren  in  jedem
Jahre  zwei  in  den  verschiedensten  Gegenden  Thüringens  gehalten
und  teilweise  mit  Ausstellungen  und  volkstümlichen  Aufführungen
verbunden  worden  sind,  weiter  durch  Aussendung  von  Rednern
an  Gemeinden,  Genossenschaften  und  Vereine  der  verschiedensten
Art,  ferner  durch  Auskunfterteilung  über  alle  Gebiete  der  Heimat  ·
und  Wohlfahrtspflege.  Die  Leitung  hat  ein  engerer  Vorstand  in  der
Hand,  bestehend  aus  Verwaltungsbeamten,  Geistlichen,  Schulmännern,
  Landwirten,  Geschäftsleuten  usw.  in  Stadt  und  Land:
derzeitiger  Vorsitzender  ist  Pfarrer  Franke  in  Vogelsberg  in
Thüringen.

Der  „Hessische  Verein  für  ländliche  Heimatpflege,  Wohlfahrts.
  und  Kunstpflege“  will  in  Verbindung  mit  dem  „Deutschen
Verein  für  ländliche  Wohlfahrts=  und  Heimatpflege“  dessen  Auf.
gaben  unterstützen  und  in  seinen  Bezirken  vertreten.  Er  ist
gegründet  bei  dem  ersten  Heimatpflege-  und  Volkstrachtenfest  zu
Butzbach  1906.  Vorsitzender  ist  der  Geheime  Regierungsrat  Fey
in  Friedberg.“

Der  Berein  zur  Hilfe  in  außerordentlichen  Notstandsfällen
auf  dem  Lande  in  Württemberg.  Rechner:  Paul  Lechler,
Schristführer:  Stadtpfarrer  Umfrid  in  Stuttgart.  Der
Verein  will  nicht  die  öffentliche  Armenpflege  ersetzen,  sondern  im
Verein  mit  den  Ortsbehörden  die  kirchliche  und  freiwillige  Fürsorge
  in  allen  außerordentlichen  Fällen  ergänzen,  unter  spezieller
Berücksichtigung  der  bedrängten,  würdigen  Angehörigen  armer
ländlicher  Gemeinden.  Mit  der  materiellen  Unterstützung  ist  stets.
zugleich  die  sittlich-religiöse  Hebung  erstrebt.  Gibt  zum  Teil  bedeutende
  Barunterstüzungen,  schafft  Freibetten  für  kranke  Erwachsene
  und  Kinder,  Nähmaschinen  und  Betten,  wo  es  an  solchen
fehlt.  Erhebt  sich  aber  über  diese  reine  Wchltätigkeitsveranstaltungen
  hinaus  durch  Anregung  zur  Gründung  von  Raiffeisen-*

  zu  ur  unserer  Freude  und  Genugtuung  ist  *.  neuerdings  gelungen,
auch  im  Großherzogtum  Mecklenburg-Schwerin  die  Bewegung  für  ländliche
  Wohlfahrts-  und  Heimatpflege  in  Iluß  zu  bringen  und  es  ist  be.
schlossen  worden,  zu  ibrer  Förderung  im  Anschluß  an  den  „Deutschen
Verein  für  ländliche  Wohlfahrts-  W  Leimatpflegoe  einen  mecklenburgischen
  Landesverein  zu  gründen.  Zu  diesem  Zwecke  wurde
bei  Eele  gerden  en  Rostocker  landwirtschaftlichen  Woche  im  März  dieses
Jahres  bercits  oin  Ausschuß  gewählt,  der  mit  der  Ausarbeitung  eines
Satzungsentwurfs  usw.  betäor  wurde.  Dem  Ausschuß  gehören  u.  a.
an:  Amtsharuptmann  Mau-Rostock,  Professor  Dr.  Ehrenberg-Rostock,
Gutspächter  Seemann-Breeien.