Full text : Wegweiser für Ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege.

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Waisenpflege,  Fürsorge  für  verwahrloste  Kinder,  Kinderbewahranstalten,
  Handarbeits-,  Hauswirtschafts-  und  Dienstbotenschulen,
Siechenanstalten,  Gemeindepflege,  Suppenanftalten  usw.  Tuf.
nahmefähig  sind  alle  unbescholtenen  Frauen  ohne  Unterschied
des  Standes  und  der  Religion  in  ganz  Deutschland.

  Sobald  an  einem  Ort  und  dessen  Umckuns  sich  10  Vereinsmitglieder
  befinden,  treten  sie  zu  einem  Zwcigverein  mit
einem  Lokalvorstand  zusammen.  Die  Zahl  fämtlicher  Zweigvereine
im  Jahre  1905  in  Vorddeutand  12  Ausgaben  für  Wohlfahrtszwecke
  im  Jahre  1906:  5  1  Mk.,  Einnahmen  5  742381
Mark.  Gesamtvermögenswert  *2  Wohlfahrtseinrichtungen  im
Jahre  1905:  11  393  206  Mk.  Organe:  „Der  deutsche  Frauenverband“
  und  „Das  Rote  Kreuz"“.  Die  gleichen  Zwecke  wie  der  Vaterländische
  Frauenverein  versolgen  die  oben  genannten  Landes-Frauenvereine.


„Frauenhilfe“  des  Evangelisch-kirchlichen  Hilfsvereins,  auf  Erlaß
  und  Anregung  der  Kaiserin  in  den  Jahren  1897  und  1899  als
Frauenabteilung  des  Kirchlichen  Hilfsvereins  begründet,  zunächst
in  Berlin,  dann  für  alle  evangelischen  Hirchengewreinden  in
Preußen.  Hauptsitz  des  Vereins:  Engerer  Ausschuß  des  Evangelischkirchlichen
  Hilfsvereins  in  Potsdam,  Junkerstr.  37.  Die
Mitglieder  des  Vereins  verpflichten  sich  zu  freiwilliger,  persönlicher
Hilfsarbeit  in  der  Gemeinde  im  Anschluß  an  die  Kirche  und  unter
Vorsitz  des  Pfarrers,  sind  bei  der  Einrichtung  von  Wohlsahrtsanstalten
  in  der  Gemeinde  tätig  und  stehen  einer  Gemeindeschwester
persönlich  helsend  zur  Seite.  Im  Jahre  1907  bestanden  1266
Zweig-  und  Ortsvereine  in  evangelischen  Stadt=  und  Landgemeinden,
  die  angestrebte  Organisation  in  Kreis-  und  Provinzialverbände
  geht  der  Vollendung  entgegen.  Außer  der  Unterstützung
vom  Evangelisch-kirchlichen  Hilssverein  erhalten  alle  ä  #emeren  Landgemeinden
  Beihilsen  vom  „Kaiserinsonds“  der  „Frauenhilse'
  für  Krankenpflege,  Diakonissenstation,  Gemeindcehaus,
Kinderbewahranstalt  und  andere  Einrichtungen  der  Gemeindepflege.
  Der  Verein  ist  besonders  tätig  in  der  Ausbildung  und  Anstellung
  von  sreiwilligen  Landkrankenpflegerinnen.  Organ:
„IFrauenhilfe'“.  Blätter  für  Frauenarbeit  in  der  evangelischen
  Gemeinde.

Der  Deutsche  Frauenverein  für  die  Ostmarken,  begründet
im  Jahre  1896,  Vorsitzende:  Frau  Geheimrat  v.  Hansemann,
Berlin  W.,  Tiergartenstr.  31,  zählte  1907  22  Zweigvereine  mit
2232  Mitgliedern  in  den  Provinzen  Posen,  Ost-  und  Westpreußen
und  Schlesien.  Zweck  des  Vereins:  Die  ärmere  deutsche  Landbevölkerung
  in  den  Ostmarken  in  solchen  Bezirken,  in  denen  die
polnische  Bevölkerung  überwiegt,  durch  organisierte  Wohlfahrtsund
  Gemeindepflege  wirtschaftlich  vor  der  polnischen  Propaganda
zu  schützen,  und  ihre  deutsche  nationale  Gesinnung  zu  ftärken.  Einrichtung
  von  Diakonissenstationen  für  Kranken-  und  Gemeinde-