Jakobn: Vier Fragen. 57
volkes neu belebt und alle Glieder des Staates zu tiner
beutscher staaten zu dem noange der ersten -uundn bes
europäischen Festlandes sich erheben und seine eigene Freiheit
und sein eigenes Glüch zum heile der Menschheit verwenden
könnte.
Lange haben wir auf eine wenigstens fördernde Blaßregel
gewartet. Endlich ist durch die Derordnungen vom
3. Februar der erste langsam zögernde Schritt getan, zugleich
mit der leisen Andeutung, daß er auch wohl zurüchgetan
werden könnte. Ob freilich ein solches Surüchschreiten
jetzt und in Suhunft noch möglich ist, wollen wir nicht
untersuchen. Aber das ist gewiß, daß das, was der
3. Februar uns gebracht hat, noch weit hinter den Wünschen
und Ansprüchen der Bürger zurüchgeblieben ist; und doch
ist uns viel, es ist uns nämlich die Möglichkeit gegeben,
durch freimütige Verständigung zwischen dem Könige und
den Bürgern des Landes einen friedlichen Weg anzubahnen,
auf welchem wir in ungehemmtem Fortschritte endlich zu
dem ersehnten Siele eines durch Gesetze, Bildung und edle
Sitte wahrhaft beglüchten, wahrhaft freien Dolkslebens gelangen
hönnen.
Die freilich nicht leichte Kufgabe des Dereinigten Landtages
aber ist es, jene Derständigung auch wirhklich herbeizuführen,
und wenn seine Bemühungen auch bei dem ersten
Susammentreten durch ein volles Gelingen schwerlich werden
gekrönt werden, doch durch kluge Besonnenheit und männliche
Festigkeit für die Zukunft wenigstens die Wege sich
offen zu behalten. Und das wird den Männern, auf deren
Schulter jetzt das Wohl eines ganzen großen olkes gelegt
ist, ohne allen Sweifel gelingen, wenn sie im Sinne der
unzählbaren Mehrheit eben dieses Volkes, ruhig und fest,
wie es Männern geziemt, auf dem Boden der bestehenden