Full text : Das Buch von unsern Kolonien.

Von  der  Dichtigkeit  der  Bevölkerung  zeugen  die  vielen  Städte  oder
Straßenknotenpunkte  Tschamba,  Bassari,  Bafilo  usw.,  wo  man  40—50000
Einwohner  gezählt  haben  will.  Der  mehrerwähnte  Handelsplatz  Kete
Kratschi  hat  es  auf  30  000  Einwohner  gebracht.  An  Markttagen  wimmelt
es  dort  von  ebensovielen  Besuchern.  Täglich  treffen  dort  tausendköpfige
Haussa-Karawanen  vom  Nigergebiete  ein,  die  ihre  Waren  dem  Schiffsverkehr
  auf  dem  Voltastrom  und  damit  allerdings  auch  dem  englischen
Handel  überliefern.  Die  Haussasprache  ist  für  den  Sudan  dasselbe,  was

 

 

 

Kakaosaatbeete  unter  Olpalmen  (Agupflanzung  der  Deutschen  Togogesellschaft).

für  Asien  das  Pigeon-Englisch  ist.  Auch  hier  steht  das  besondere  Nigger-Englisch
  in  starker  Konkurrenz  mit  den  einheimischen  Idiomen  und  dem
sehr  viel  weniger  leichten  und  bequemen  Deutsch  unserer  Beamten  und
Missionare.  Einige  portugiesische  Sprachreste  fehlen  nicht,  um  den  sprachlichen
  Wirrwarr  vollständig  zu  machen.  Ganz  entsprechend  ist  die  Kleidung
dieser  lebhaften,  lustigen  und  geschwätzigen  Negerwelt.  Fez,  Chapeau
claque,  Pickelhaube  (verkehrt  getragen,  den  Adler  nach  hinten),  Panamahut
und  Ballonmütze,  Badehosen,  Stehkragen,  Schlafröcke,  Husarenjacken,