Aummer 79
Rosenlelmex Angzelgen.
Sonntag, 4. April 1818
ob das Bündnis auch nach dem Krieg in oer
jetzgen Form bestehe. Ferner wirft Tokutomi
die Frage auf, welche Haltung Engtand in dem
Streite zwischen Japan und Nordamerika einnehme.
Schon bei der letzten Erneuerung des
Bündnisses schien England geneigt, Japan den
Amerilanern zu opfern. Jedenfalls werde das
.Bündnis in einem solchen Streitfalle für Japan
wenig Wert haben. In den chinesischen Angelegeneiten
sei England vielfach ein Konkurrent,
wenn nicht ein Gegner Japans, und
der Konkurrent verwandle sich leicht in einen
Feind. Die Engländer Chinas zeigten schon
frũher und auch jetzt eine Abneigung gegen
Japan. Für Jaypan sei daher ein englisch-japanische-
Zusarimenwirken in der Lösung der
chinesischen Frage praltisch, unmöglich, und
schließlich müsse sich Japan fragen, welche Haltung
England nach dem Friedeneschluß in der
Welt einnehmen werde. Tokutomi wiill nicht
gerade sagen, daß England unzuverlässig sei,
aber er weist auf den brilischen Egoismus hin,
der sich schon früher zeigte, ehe England sich
in den Krieg einmischte. Man müsse sich daher
die Frage vorlegen, wie England, ausschließlich
an die einenen Interesse denkend, Japans Interessen
schützen werde. Das eine Mal fehle es
England an Macht, Japan beizustehen, ein anderes
Mal fehle der Wille und wieder ein anderes
Mal beides. (Z.).
Cochinchinaund Tongkin im Belagerrungszustand.
Saigon. 2. April. Der Generalgouverneur
von Indochina verhängte den Belagerungszustand
über Cochimina und Tongkin und ordnete
die Mobilmachung aller Klassen der Reserve
an. (J.).
2
"“ "
der Krieg gegen Eugland
Weitere englisch-französische
Schiffeverluste.
London. 2. April. (Reuter.) Der englische
Dampfer „Seven Seas“ ist auf der Höhe von
Beacky Head ohne vorberige Warnung durch
ein deutiches Unterseeboot zum Sinken gebracht
worden: das Schiff sank innerhalb drei Minuten.
Von der 18 Mann starken Besatzung
sind 11 ertrunken. Drei britische Fischdampfer
wurden heute früh durch ein deutsches Unterseeboot
auf der Höhe von Skields zum Sinken
gebrackzt, Die Mannschaften wurden gerettet.
Der französische Schoner Madelaine, nach
Swansea unterwegs, kenterte bei der Einfahrt
in den Hasfen von Leiroes durch eine Sturmbö.
Vier Mann der Besatzung wurden gerettet, zwei
ertranlen. Der englisce Dampfer „South Paific“,
von lasao nach Neunork unterwegs,
ist am Dienste bei der Infel Arran mit
einem unbelannten Schiff zusammengestoßen.
Die Vesatzung wurde gerette#. Im Kanal ist
ein unbekannter französischer Dampser torpediert
worden. Zmei Milfahrende und zwei Leichen
find nach Dover gebracht worden; die
meisten auf dem Schisse Bekindlichen scheinen
ertrunten zu sein. Es handelt sich anscheinend
um den Ddampfer „Emma“, von dem bereits
berichte: wurde. (J.)
—
Dieschwe ren englisäccn Verluste.
„Dailn Telezgraph“
Verluste vom 24.
London., 2. Ayril.
verössentlichi di-Fer
iritischen
ziere und 4496 Mann an Toten. Die Gesamtverluste
für diese Zeit betragen 1081 Offiziere
und 18793 Mamschaften. Die Gesamtverluste
der Marine während des letzten Monats belaufen
sich, soweit sie veröfjentlicht sind, in
den Kämpfen im önlichen Mittelnteer auf 220
(7) Mann, wozu noch 182 Mann vom Hilfskreuzer
„Ba)ano“ und 6 Mann vom Minenfischer
„Ter.“ komen. Die Gesamtverluste an
Offizieren cif dert westlichen Kriegsschauplatz
betragen sei. den 10. März 900 Mann. ()3.)
" 2 e
Som ölschen Eriegsschanpsaßz.
Die rustliscken Offiziere verluste
in der zveiten Masurenschlacht.
Berlin, 2. April. In Petersburg wird
nunmehr die latastropl ale Niederlage in der
Winterschlacht an den Masurischen Seen offen
zugegeben. Am 28. März wurde die letzte Liste
der Ofsiziersverluste aus dieser Schlacht veröffentlicht.
ie Ausescheidung der auf die
Kämpfe zwischen Weichsel und Njemen entfallenden
Verluste aus den 22 Listen war ziemlich
leicht, da die Listen geschlossen mit jenen von
anderen Kriegsschauplätzen abwechselten, wie sich
aus dem Vergleich mit der Armee-Rangiiste
(mittels der Namen höherer Offiziere ergab).
In der Winterschlacht sielen: 3 Generäle (Generalleutnants
und Generalmajore!, 11 Obersten
und Oberstleutnats, 19 Majore, 297 Hauptleute.
463 andere Osfiziere. Verwundet wurde : 10
Ceneräle (auch General Bulgakoff, Korpsionmandeur),
32 Obersten und Oberstleutnanks,
57 Majore, 381 Hauptleute und 1107 andere
Offiziere. Nur ein schwaches Drittel dieser verwundeten
Offiziere ist an der Front geblieben.
Als vermist bezw. gefanden wurden keine Generäle
gemeldet (obwohl sich mehr alo &#-Dutzend
in deutscher Gefangenschaft besindet)?,
dagegen werden 10 Obersten und Oberstleutnants,
28 Majore, 211 Hauptleule und 381
andere Offiziere als gefangen gemeldet. Es
ergibt sich also ein Gesam:miabgang von 733
getöteten, 1587 verwundeten und 630 vermißten
Ofsizieren, zusammen 2950 Ofsfizieren. (3.)
10
i re
Non den ößerr. Kriegsschaupläten.
Der amtliche österr. Bericht.
WITB. Wien, 2. April. Amtlich wird verlautbart:
An der Front in den Ostbeskiden
herrscht i#e#n allgemeinen Ruhe, da alle russischen
Angriffe in den letzten Tagen blutig abgewiesen
wurden.
In den östlich anschliegzenden Abschnitten der
Karpathenfront, wo starke russische Kräfte angreisen,
wird gekämpft.
An der Reichsgrenze zwischen Pruth und
Dujeitr schlugen unsere Truppen einen überlegenen
Angriff der Russen zurück. In 10 bis
15 Reihen hintereinander griff der Feind tagsüber
an mehreren Stellen der Schlachtfront an.
Vis abends währte der Kampf. Unter schweren
Verlusten wurde der Gegner überall zum Rück-
rnar bis . . Darnach verioren die zug gezwungen und wich namentlich vor dem
W- auf allen Friegeschauplägen 390 Offi- südlichsten Albschnitt fluchtartig zurück.
Vortenno
V wartt Nahiraktr.
i1 26
EEEAIIBIIIIILIIX,IT
### #s
r mirnter kaum, was er ihr erwidert hatte:
wußte luter, daß er den innigen Druc
"1—uu weichen Ddaud zurül- gegeben und ihr
irarndeine neue L# uige gesagt. Wie ein Missetäter,
den Jurtt und ieue von dem Orte leiner
Verfehlung binweg:reit en, moillte er sich davonstehlen.
UAber er ##te nicht verbindern. daß
ihn draußen im Irner auch) Mannel del
Vasco norh jur in: ge Selun den zurückbielt.
„Ci D. s·
29
Varii
ei. verucr. e der liebenswindige
Duu honr. in iter:: droh ndem
Tene. „Ein Kontein. das orauften im Batio
ge ssen, b mir gar mun d. ilune #ucchriten
ins Ohr g siert. Wenn es nicht gelogen hat,
mißie ich Innen ewaltig bose sein. Aber
ich dorftete wich schlecht darauf, und ich fürchte,
dan mir schließtich doch nichts anderes übrigbleiden
wird, al- Ihnen zu V##rzeihen.
Er wußte alio * dcnbar beruie alles, und
es ivar kein zIn- en l, daf, er es hnur von Jsabella
r* nren“ 1 aur « tout s luis ils-tu uchtc
»·t1": 11 O klu.11,ute
ein« Col-IT i lH I1 UtANUOH
hielt. aber Don iata ram ihm zuvor:
Wir werden morgen
darüber reden, nicht
Andere lamen hin zu; ein etwas angebeiterter
Deputterter schob seinen Arm unter
Deal'#unn und zog ihn ahnungsden
des lun den —
los mit sich sort. Wie ein Träumender legte
„Nich't jent. nicht jent!
in aller Gemachlichteit
z#r“
Werner an der Seite des elfrig schwatzenden
den Weg zu lemem Hotel zurück.
t. 1. mas joner iprach; die letzten,
tigen Worie Isabellas llangen
ir im Ore nach, und dazwischen
giandte er eine andere jugendfrische Stimme
zu vernehmen. die ihm mahnend zurief: „Auch
Rosemte’ten lönnen eine unzerreißbare Fessel
sein. Kein redlicher Mann lann zwei feindlichen
Parteirn gleich zeitig dienen.“
norte
zär 5/ „an
ihm noch inm
12. Kapitel.
Genen Morgen irst hatte Rodewaldt den
stundenlann vert#er#ich ersehmen Schlummer gefunden,
einen umnhigen Schlummer mit wirren
Träumen, die keineczmegs fuß und wonnig gewesen
waren, obaleich Isabella del Vasco in
scdem von ibnen eine bedeutiame Nolle ge-#vernier
als sonst erwachte er mit
Kopi und schweren Gliedern.
Eine dumpie M#dr ateit wolkte ihn an das
Lazer icsieln, aber ## schürtelte sie energisch"
ab, um sich, wie er hoffte, durch einen Spaziergang
in der frischen Morgenlust von den üblen
Nacwirkungen der ruhelnsen Nacht zu befreien.
Stine Toiiene war rasch beendek, und
lungelte nach dem Pellner, der ihm das Frühstuck
zu bringen pilegte. Der junge Mensch
ersmien sofoel, aber die Platte mit dem Kaffee
und dem #is seen Gebäck war nicht das einzige,
was er bracht
„Schon vor einer halben Stunde ist veler
Brief für Sie abgegeben worden, Senno
sarte er mit jenem vielsagenden, veuiraulich
dreisten Lacheln, das Hotelbedienstete anzuneinnen
pücten, wenn sie sih zu halben Mitwissern
einer zartlen Angelegenheit gemacht
alauben. „ine niedliche lleine Chola (sarbiae
spiem hatte.
benommenem
In Polen und Westgalizien keine Veränderung.
Ein Nachtangriff der Russen an der unteren
Nida scheiterte im wirkungsvollsten Feuer
der eigenen Stellungen.
Die Besatzung von Przemysl.
Wien, 2. April. Ueber den Fall von Przemusl
wird noch gemeldet: Die Besatzung der
Festung zog unter Trommelwirbel und Trompetenschall,
die Offiziere mit Degen, mit aufgerollten
Fahnen ins vussische Lager, entsprechend
den Vereinbarun, gen, daß ihr militärische
Ebren erwiesen werden. Der russische Stab mit
dem Kommandanten an der Spitze erwiderte
den militärischen Gruß. (3.)
Die Schlacht in den Karpathen.
Wien, 2. April. Die „N. Fr. Pr.“ meldet
aus dem Kriegspresseguartier: Le Kampf
an der etwa 70 Kilometer breiten Mitte der
Karpathenfront zwischen dem Lupfower und dem
U#zsoker Paß, gegen den die Russen seit Tagen
anstürmen, verlangt übermenschliche Anstrengungen
von unseren Truppen. Die Höhen auf
dem nördlichen Abfall der Karpathen, die sie,
durch beispiellose Ungunst der Witterung behin-1I
dert, in langem Ringen erobert haben, sind nun
das Ziel der russischen Angrifse, die dem Feinde
den Weg zum Hauptrücken des Karpathenwalles,
von dem wir ihn Ende Januar und
Anfang Februar vertrieben, bahnen sollen. Noch
geigen die Russen kein Erlahmen der Kraft in
diesen wechselvollen Kämpfen: hier setzen sie
offenbar siets neue Reserven ein, während der
östliche Flügel schon seit längerer Zeit passiv
bleidt und der Angriffseifer des westlichen Flügels
in der Dullasenle offenbar im Erkalten
legriffen ist.“ (3Z.)
Der „Teufelsrachen'“ der Karpathen.
Wien, 2. April. In Maria- Theresiopol
gelang en kür sich den Oesterreichern, einen russicken
Flieher. man spricht von einem Fürsten,
gesangen zu nehmen, der sich über die lkolossalen
Schwierigleiten über die Karpathenflüge
änseerte. Er sagie: Wir haben 32 Flieger gebabt,
die sämtliche in Frankreich ausgebildet
nurden, heute ist kein einziger mehr davon im
Dienst. Es herrschen über den Karpathen entsohliche
Luftströmungen, die an uns die größten
Anforderungen stellen. Es ist nur in einzelnen
Fällen möglich, die Karpathen zu überfliegen.
Keiner unserer Flieger ist imstande, diesen Teuselsrachen
zu überfliegen. (J.)
Die Kämpfe in der Bukowina.
Budapest, 2. April. Der „Pester Lloyd“
meldet aus Czernowitz: Der Neuschnee verschlimmert
die Wegverhältnisse im Operationsgebiet.
Die österreichisch-ungarischen Truppen
überwinden die Schwierigkeiten ausgczeichnet
und haben in dem fünftägigen Ringen nordöstlich
von Czernowitz einen beträchtlichen Raumgewinn
erzielt. (3.
Die Lage in Serbien.
Mailand, 2. April. Aus Nisch wird gemeldet:
Die Epidemien rissen grohe Lücken in
die Armec besonders der Typhus. Die alten
Jahrgänge bis zu 60 Jahren sind ebenfalls
einberusen worden. Bisher sind 63 Aerzte, darunter
viele Ausländer, den Epidemien zum
Opfer gefallen, darunter 25 junge Mediziner.
Die Verluste im serbischen Heere sind über
25 00 Tote und 60 000 Verwundete. Die Lage
der Zivilbevölkerung ist geradezu verzweifelt.
Wmme 67 hat unn gebra-bt.“
Mit rascher Bewegunn uUreckte Werner seine
Hand 1½ dem Ar#esck aus, das sein Interesse
um so mehr errepen mucte, als es, wie
er sofort erkanm haue, von der nämlichen Form
und Farbe war mie der Billett, das ihm am
Tage seiner Ankunft bei der Rücklehr von dem
ersten Spaziergange dare: Buenos Aires zugestect
worden war. inch die Handschrift der
Adresse zeigte die: eiten selnen, doch charaktervollen
Züge, die ihn dimals verhindert hatten,
die Unde stand liche Warnung wie den ersten
besten wertlosen Papiersetzen zu zerreißen. Er
war gestannt, den Inhalt dieser zweiten Zuschrit
kennen zu lernen, aber er konnte sich
nicht entschließen, den Verschluß des Umschlages
u losen, solange der neugierig zaudernde
ellner im „Zimmer war. Erst als sich der teilnehmende
Uüngling mißvergnügten Antlitzes zurückgezogen
hatte, entfallete Werner das Blatt,
und ein Ausruf der Ueberraschung kam von
seinen Lippen, als er einen Blick auf die Unterschrift
geworfen hatte. Denn der Gedanke, daß
jene unbekannte Warnertn und seine in Don
Manuels wonnene gehelmnlsvolle
Freundin Conchita Seselle Terion sein könnten,
war ia booher niemale gekommen.
Und doch durste er nicht Loran azweiseln
denn das Brleschen, das so Überzeugend die
Handschrift des ersten Billetts aufwies, lautete:
mnor!
Schneler ann ich es vermutet oder ge-—
ist der Tag gekommen, an dem i
er Hilse “ aufrichtigen Freundes bedarf.
Erwarten SlI heute vormitta 7 neun
Uhr auf dem Cimenterio de
dem Grabmal des Präsidenten ##bd 4.
Es herrschen Not und Hunger, die durch die
Hilfe der Bundesgenossen nicht im geringsten
gemildert werden. Hilfe erhält blob das Militär,
und zwar Brot aus Rußland und Munition
aus Frankresch. Dabei herrscht vollständige Arbeitslosigkeit,
nur im Waffenarsenal in Kragujevac
und im Eisenbahnarsenal in Nisch wird
gearbeitet, und zwar Tag und Nacht. All diesem
Elend steht die Regierung hilflos gegenüber.
Sie erwartet Instruktionen von Rußland
und materielle Unterstützung von Frankreich.
Cetinje im Fliegerbombardement.
Paris, 2. April. Das Generalkonsulat von
Montenegro teilt mit: Oesterreichische Flugzeuge
überfliegen fortgesetzt Celinje und werfen
Bomben. Gestern mitternacht warf ein feindlicher
Flieger sieben Bomben, welche mitten in
der Stadt in der Nähe des kronprinzlichen Palastes
niederfielen und vier Personen verletzten
und mehrere Häuser beschädigten. (3.)
1 ·
Der Kampf um die Dardanellen.
Aus Tenedos ausgewiesen.
Rom, 2. April. Die „Tribuna“ meldet aus
Athen: Die Kriegskorrespondenten auf Tenedos
wurden von den Verbündeten aufgefordert,
die Insel zu verlassen. Als Ulrsache dieser Aufsorderung
werden große Truppentransporte für
die Dardanellenaktion genannt, deren Geheimhaltung
den Verbündeten durch die Anwesenheit
der Kriegskorrespondent nicht gewährleistet
erscheint. (3.)
Die russische Flotte vor dem Bosporus.
Rotterdam, 2. April. „Daily Telegraph“
meldet aus Petersburg: Aus guter
Quelle verlautet, daß die russische Flotte die
weitere Beschießung des Bosporus unterbrochen
Int. Die Ursache liege in der schlechten Witterung.
Sobald sich das Wetter günstiger gestallet
haben werde, werde die russische Flotte
die Beschießung wieder aufnehmen. Die Auf-Labe
der russischen Flotte bestehe darin, die
bürkische Flotte zu gen die schützende Meerenge
zu verlassen. (3.)
die # ##eschen Veriuss#sten
Verlustliste Nr. 169.
Die Verlustliste Nr. 169 enthält zunächst den
Auszug aus den Sonderverlustlisten des Deutschen
Heeres (Unermittelt te) Nr. 2 und 3 von
.t, in Kriegsgefangenschoft, im Lazarett oder auf
lem Schlachtselde verstorbenen Angehörigen des
Deutschen Heeres, über die zuverlässige Persozbangaben
sehlen“. Wir machen auf diese Liste,
welche an der Expedilion des „Rosenheimer Anriger“
bereils angeschlagen ist, besonders auffrsn
l Inf.-Reg. München: Infanterist Michael
clina aus Höhenrain, leicht verwundet; Res.
Foh. Stockerer aus Grub, leicht verwundet.
2. Inf.-Neg. München: Wehrmann Lorenz
. üter aus Drößling, verwundet, gestorben am
. Februar 1915.
1 Inf.-Neg. Nr. 16: Gefr. Joh. Steer
aus Puch, gefallen; Inf. Jos. Mangstl aus
Vassen, gefallen; Unteroff. Nlatthias Greger
aus Stephanslirchen, schwer verwundet; Inf.
Ant. Führsicht aus Winkl, leicht verwundet;
Inf. Joh. . Georg aus Anning, leicht verwundelt:
Unf. Karl Stadinger aus Hos, leicht verwundet;
Inf. Franz Adelsberger aus Rieding, gesallen.
wir uns kürzlich nach unserem, aeinsn
Spaziergange trennten. Es ist Wichtiges, was
ich Ihnen mitzuteilen habe — kwt freilich
vor allem für mich, aber ein wenig vielleicht
auch für Sie. Wenn Sie indes verhindert sind,
zu kommen, oder wenn Ihre Gesinnung sich
Frandert hat, so bedarf es keiner besonderen
achricht. Ich werde eine Stunde lang auf
Sle warten. Conchita.“
Werner überzeugte sich 9 seiner Veruhi,
gung durch einen Blick auf die Uhr, daß
noch früh genug sel, dlie für die Miainen,
Luas, angegebene Zelt pünktlich innezuhalten,
und er zögerte nichs, si t auf den Weg
machen. Es sehlten fünf Minuten an neun
hr, als er den Friedhof erreichte; schon von
weitem aber gewahrte er die dunkle, weibliche
Gestalt neben der dem Elngange gegenüber.
liegenden Grabkapelle. Conchita war ulson uoch
früher zur Stelle gewesen er —
ein Beweis dafür, wieviel " an deesete Zu
lommenkunst gelegen war.
ing ihm denn auchse um Elnige Sbrtte
entgegen und bot ihm die Hand. „Ich dan
Ihnen, daß Sie gekommen sind Sennor —
ich danke Ihnen von canzem Herzen.“
„Dazu haben Sie nicht die geringste Verantassung,
Sennorita! War es denn nicht
o zwischen uns verabredet? Und haben Sie
an meinem Erscheinen gezwelfelt 7“ ,
WIIMIU